Chris Moneymaker

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Chris Moneymaker
Chris Moneymaker EPT4.jpg
Moneymaker bei der European Poker Tour
Spitzname(n) keine
Wohnort Tennessee
World Series of Poker
Bracelets
(Turniersiege)
1
money finishes 4
Höchstes money finish im Main Event Sieger (2003
World Poker Tour
Titel Keine
Finaltische 1
money finishes 2

Christopher „Chris“ Bryan Moneymaker (* 21. November 1975 in Atlanta, USA) ist ein US-amerikanischer Profi-Pokerspieler, der das Hauptturnier der World Series of Poker 2003 (WSOP) gewonnen hat.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Moneymaker studierte an der University of Tennessee und erhielt dort den Master in Accounting (Rechnungswesen). Er arbeitete als Buchhalter in Tennessee, als er einen Platz im Hauptturnier der 2003 WSOP gewann, indem er 39 Dollar auf Pokerstars zahlte, um ein Aufstiegsturnier in einem Online-Turnier zu spielen. Er gewann schließlich bei der World Series of Poker, seinem ersten Live-Turnier, den mit 2.500.000 Dollar dotierten ersten Preis und erhielt dadurch den Status eines Poker-Superstars. Seine denkwürdigste Hand spielte er im Heads Up gegen Sam Farha, als er auf dem River mit nur einem König als höchster Karte all-in ging. Farha passte daraufhin sein Neunerpärchen, was den Verlauf des Zweikampfes drastisch veränderte. Moneymaker gewann schließlich das Turnier, als er mit 5 4 die Hand J 10 von Farha auf einem Tisch mit J 5 4 8 5 besiegte, wodurch Moneymaker ein Full House hatte.[1] Farha gewann jedoch einen Monat später einen Revanchekampf auf PokerStars. Bei der World Series of Poker 2011 besiegte er Sam Farha erneut.[2]

Moneymaker hat seitdem auch auf der World Poker Tour gespielt und dort beim Shooting Stars den zweiten Platz belegt, der ihm ein Preisgeld von 200.000 US-Dollar einbrachte.

Nachdem er die World Series of Poker gewonnen hatte, kündigte er seine Arbeit, um als Sprecher für Harrah's Entertainment und PokerStars zu arbeiten und um in größeren Turnieren spielen zu können.

Sein Nachname ist kein Künstlername, wie er u.a. bei Stefan Raabs Fernsehsendung TV total verriet. Er ist vielmehr eine Abwandlung eines deutschen Nachnamens, der ungefähr „Nurmacher“ lautet.

In der Filmkomödie All in – Alles oder nichts aus dem Jahr 2008 hatte er einen Cameo-Auftritt als Pokerspieler.

Autor[Bearbeiten]

Seine Autobiografie, Moneymaker: How an Amateur Poker Player Turned $40 into $2.5 Million at the World Series of Poker (zu deutsch etwa Moneymaker: Wie ein Pokeramateur aus 40 Dollar bei der World Series of Poker zweieinhalb Millionen machte) wurde im März 2005 veröffentlicht (ISBN 006076001X).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufnahme der letzten Hand vom WSOP Main Event 2003: YouTube
  2. WSOP News: Moneymaker says, 'Play it again, Sam' von 2. Juni 2011. Abgerufen am 16. Juni 2011.