Chris Roberts (Schlagersänger)
Chris Roberts (* 13. März 1944 in München-Schwabing; eigentlich Christian Klusacek) ist ein deutscher Schlagersänger und Schauspieler sudetendeutscher Abstammung.
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Leben [Bearbeiten]
Chris Roberts war einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Schlagersänger in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre. Seine Schlager und seine sonnige Ausstrahlung trafen den Zeitgeist.
Chris Roberts machte ab 1961 eine Berufsausbildung als Elektromechaniker, ab 1963 besucht er das Polytechnikum. Er war 1964 Schlagzeuger der Rock-'n'-Roll-Band „Blue Rockets“, die bekannte Lieder von Buddy Holly, den Everly Brothers oder Fats Domino nachspielten. Im Jahr 1966 wurde Roberts von Hans Bertram entdeckt, der ihm einen Vertrag bei der Plattenfirma Polydor verschaffte. Roberts’ erste Single, die Beatmusik-Nummer Babys Gone, und weitere Titel fanden zwar wenig Aufmerksamkeit, doch landete Roberts 1968 noch unter dem Namen Chris Robert mit dem Schlager Wenn Du mal einsam bist auf Nummer 15 in den Charts. Darauf folgten bis 1972 mit Titeln wie Die Maschen der Mädchen, Ich bin verliebt in die Liebe, Hab ich dir heute schon gesagt, daß ich dich liebe und Hab Sonne im Herzen fünf Platzierungen in den Top 10.
In dieser Zeit hatte er unzählige Auftritte im Fernsehen, auch in der DDR. Anfang der 1970er-Jahre war Roberts auch als Darsteller in mehreren Schlagerfilmen zu sehen.
Als 1973 größere Hits ausblieben, wechselte Roberts zu Jupiter Records und hatte dort mit dem Ralph-Siegel-Titel Du kannst nicht immer siebzehn sein den größten Hit seiner Karriere (12 Wochen in den Top 10 bis auf Rang drei). Ebenfalls versuchte er, diese Erfolge in anderen Ländern zu wiederholen, so entstanden zum Beispiel Barbara (niederländische Version von Wann liegen wir uns wieder in den Armen Barbara) sowie A mí me gusta la vida (spanische Version von Ich bin verliebt in die Liebe). Trotz zahlreicher weiterer Veröffentlichungen bis in die frühen 1980er-Jahre konnte er an diese Erfolge nicht mehr anknüpfen. Bis heute sind ihm aber zahlreiche, vor allem weibliche, Fans treu geblieben.
Beim Eurovision Song Contest 1985 vertrat er als Teil eines Sextetts, zu dem auch Ireen Sheer gehörte, Luxemburg mit dem dreisprachig vorgetragenen Lied Children, Kinder, Enfants. Die Gruppe belegte den 13. Platz.
Seit Mitte der 1970er-Jahre arbeitet Roberts auch als Musikproduzent und Liedtexter und wirkte 1979 in dem Musical Sweet Charity mit.
Privates [Bearbeiten]
Von 1989 bis 2010 war Roberts mit der Schlagersängerin und Schauspielerin Claudia Roberts verheiratet. Er hat zwei Söhne und eine Tochter und lebt heute in Nümbrecht in Nordrhein-Westfalen.
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1970: Goldene Europa
- 1971: Bravo Otto in Gold
- 1972: Bravo Otto in Gold (Jahresanfang)
- 1972: Bravo Otto in Silber (Jahresende)
- 1975: Goldene Europa
- 1981: Goldene Stimmgabel
- 1984: Goldene Stimmgabel
- 1985: Goldene Stimmgabel
Diskografie (Auswahl) [Bearbeiten]
| Chartplatzierungen Erklärung der Daten |
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| Singles | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Singles [Bearbeiten]
- Baby's Gone / Anytime (1966)
- Wenn Du mal einsam bist (1968) (Das ist die Deutsche Version von „Rowbottom Square“); D: #15
- Der große Hit / Unser Geheimnis geht niemand was an (1969)
- Die Maschen der Mädchen / Vorbei, vorbei (1969); D: #8
- Ein Mädchen nach Maß / Du bist nicht mit Gold zu bezahlen (1970); D: #5
- Ich bin verliebt in die Liebe / Dein Teddybär (1970); D: #3 - A: #12 - NL: #17
- Mein Name ist Hase / Deine Schokoladenseite (1971); D: #10
- Hab' ich Dir heute schon gesagt, daß ich Dich liebe / Ich bin so happy (1971); D: #3 - CH: #6
- Hab' Sonne im Herzen / Eine Fuge von Bach (1972); D: #9
- Love me / Genauso wie du (1972); D: #21
- Mein Schatz, Du bist 'ne Wucht / Du ahnst es nicht (1972); D: #12 - A: #20 - NL: #18
- Eine Freude vertreibt 100 Sorgen; D: #29
- Warum (1973); D: #22
- Marlena (1973); D: #16
- Du und ich allein (1974); D: #38
- Du kannst nicht immer 17 sein / Ein Sonntag im Englischen Garten (1974); D: #3 - A: #10
- Ich mach' ein glückliches Mädchen aus Dir (1974); D: #20
- Mit Liebe durch den Winter (1975); D: #40
- Du wirst wieder tanzen gehen (1975); D: #38
- Du, sag einfach du (1975); D: #31
- Do You Speak English (1976); D: #14
- Hier ist ein Zimmer frei (1976); D: #39
- Wann liegen wir uns wieder in den Armen, Barbara (1977); D: #11
- Du bist mein Mädchen (1978); D: #31 - A: #24
- Ich tausch den Sommer gegen 7 Tage Regen (1978); D: #45
- Komm, leg Deinen Kopf an meine Schulter (1979)
- Easy Hours / Ride On A Rainbow (Chris & Friends) (1980)
- Wo warst Du? (1980); D: #30
- Hörst Du, sie spielen unser Lied (1981)
- Mensch Mausi (1982)
- Ich bin an Deiner Seite (1983)
- Ich vermiss' Dich (1990) (& Claudia Roberts)
- Wenn Du fühlst, was ich fühl' (2002)
- Was du jetzt nicht siehst (2012)
Alben [Bearbeiten]
- Die Maschen der Mädchen (1970)
- Zum Verlieben (1971)
- Hautnah (1984)
- Hinter den Wolken (1995)
- Best Of Chris Roberts (1998)
- Meine größten Erfolge (2000)
- Dezember (2000)
- Momente (2002)
- Seine schönsten Lieder (3-CD-Box, digital remastert) (2007)
Filmografie [Bearbeiten]
- 1970: Wenn die tollen Tanten kommen
- 1970: Musik, Musik – da wackelt die Penne
- 1970: Unsere Pauker gehen in die Luft
- 1971: Tante Trude aus Buxtehude
- 1971: Rudi, benimm dich!
- 1971: Hochwürden drückt ein Auge zu (Cameo-Auftritt)
- 1972: Meine Tochter – deine Tochter
- 1972: Immer Ärger mit Hochwürden
- 1972: Mensch ärgere dich nicht
- 1973: Wenn jeder Tag ein Sonntag wär
- 1983: Sunshine Reggae auf Ibiza
- 1992: Almenrausch und Pulverschnee (Fernseh-Mehrteiler)
- 1992: Die Zwillingsschwestern aus Tirol (TV)
Weblinks [Bearbeiten]
-
Commons: Chris Roberts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien - Website von Chris Roberts
- Chris Roberts in der Internet Movie Database (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y Chris Roberts in den deutschen Single-Charts (Abgerufen am 12. August 2010)
1956: Michèle Arnaud | 1957: Danièle Dupré | 1958: Solange Berry | 1960: Camillo Felgen | 1961: Jean-Claude Pascal | 1962: Camillo Felgen | 1963: Nana Mouskouri | 1964: Hugues Aufray | 1965: France Gall | 1966: Michèle Torr | 1967: Vicky Leandros | 1968: Chris Baldo & Sophie Garel | 1969: Romuald | 1970: David Alexandre Winter | 1971: Monique Melsen | 1972: Vicky Leandros | 1973: Anne-Marie David | 1974: Ireen Sheer | 1975: Géraldine | 1976: Jürgen Marcus | 1977: Anne-Marie B. | 1978: Baccara | 1979: Jeane Manson | 1980: Sophie & Magaly | 1981: Jean-Claude Pascal | 1982: Svetlana | 1983: Corinne Hermès | 1984: Sophie Carle | 1985: Margo, Franck Olivier, Diane Solomon, Ireen Sheer, Malcolm Roberts & Chris Roberts | 1986: Sherisse Laurence | 1987: Plastic Bertrand | 1988: Lara Fabian | 1989: Park Café | 1990: Céline Carzo | 1991: Sarah Bray | 1992: Marion Welter & Kontinent | 1993: Modern Times
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Roberts, Chris |
| ALTERNATIVNAMEN | Klusacek, Christian (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schlagersänger und Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 13. März 1944 |
| GEBURTSORT | München-Schwabing |