Chris Sheldon

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Chris Sheldon (* 25. September 1962 in Karatschi, Pakistan) ist ein englischer Musikproduzent, Tontechniker und Mischer, der vornehmlich mit Künstlern aus dem Rock- und Alternative-Bereich arbeitet. Er lebt in London, ist verheiratet und hat zwei Kinder[1].

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

Sheldon wurde in Karatschi, Pakistan geboren, als seine Eltern dort arbeiteten. Er wuchs in Surrey auf. Seine ersten aktiven Schritte im Musikgeschäft machte er Ende der Siebziger, als er als Schlagzeuger in verschiedenen lokalen Punk- und Mainstream-Bands aktiv war[2], die er selbst im Nachhinein als fürchterlich bezeichnete.

Mitte der Achtziger arbeitete er als Tontechniker bei Produktionen von Künstlern wie Dead Or Alive, Prefab Sprout oder des ehemaligen Pink-Floyd-Mitglieds Roger Waters. Eine seiner ersten hauptverantwortlichen Produktionen war 1990 das Album "Carved in sand" der Band The Mission. Zu den erfolgreichsten von Sheldon betreuten Alben[3] gehören "The color and the shape" von den Foo Fighters (Tonmischung) und "Troublegum" von Therapy? (Produktion und Tonmischung)[4]. Die von ihm produzierte EP "Shortsharpshock" von Therapy? erreichte am 20. März 1993 Platz 9 der UK Top 40[5], deren Album "Troublegum" belegte am 19. Februar 1994 Platz 5[5], und die Single "Going For Gold" von Shed Seven stieg am 23. März 1996 auf Platz 8 in die UK-Charts ein[6].

Sheldon arbeitet häufig mit aufstrebenden Rockbands zusammen, die noch am Anfang ihrer Karriere oder kurz vor großen Erfolgen stehen. So produzierte er z.B. die Debüt-EP von Radiohead, das erste Minialbum von Feeder, die Debütalben von Bands wie My Vitriol und Biffy Clyro und das Album "Swagger", mit dem die schottische Band Gun ihren Durchbruch schaffte. Die Single "Word Up" belegte am 9. Juli 1994 Platz 8 der UK Top 40[7], Platz 14 der Nederlandse Top 40, Platz 39 der New Zealand Top 40 und Platz 46 der französischen Charts[8].

Bis heute arbeitet Sheldon dabei häufig mit Tim Palmer und Gil Norton zusammen, die schon in seiner Anfangszeit als Tontechniker oft mit ihm gemeinsam gearbeitet hatten[9]. Er hat den Ruf, sich nicht zu sehr in den Klang einer Platte einzumischen,[10][11] dabei aber trotzdem einen ausgefeilten, geschliffenen Stil[12] sowie insbesondere die Fähigkeit zu haben, E-Gitarren besonders gut klingen zu lassen[13].

[Bearbeiten] Pseudonyme

Sheldons Name wurde in den Mitwirkungsangaben zweier Veröffentlichungen variiert: Auf der Vinylsingle des Foo-Fighters-Hits "Everlong" schrieb man den Namen falsch als Chris Cheldon, bei den Singles von "Daddy oh" der Band The Mighty Roars ergänzte man ihn mit dem Beinamen Pith Helmet.[2]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Chris Sheldons Myspace-Seite (englisch)
  2. a b Chris Sheldon bei discogs.com (englisch)
  3. Minisite auf producermanagement.co.uk (englisch)
  4. Producers: Chris Sheldon auf chartwatch.co.uk (englisch)
  5. a b Therapy? bei chartstats.com (englisch)
  6. Going For Gold bei chartstats.com (englisch)
  7. Word up bei chartstats.com (englisch)
  8. GUN - WORD UP (NUMMER) bei dutchcharts.nl (holländisch)
  9. siehe Credits bei Discogs
  10. Interview with Tommy & Jason from Slaves To Gravity auf rock3music.com (englisch)
  11. Interview with Andy, Michael and Fyfe auf therapyquestionmark.co.uk (englisch)
  12. Oceansize - Interview mit Sänger und Gitarrist Mike Vennart auf burnyourears.de
  13. Interview: Biffy Clyro auf gaesteliste.de
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