Christa Wolf

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Christa Wolf (Oktober 1989)

Christa Wolf (* 18. März 1929 in Landsberg an der Warthe als Christa Ihlenfeld; † 1. Dezember 2011 in Berlin) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie zählte zu den bedeutendsten Schriftstellerpersönlichkeiten in der DDR und darüber hinaus. Ihr Werk wurde in viele Sprachen übersetzt.

Leben[Bearbeiten]

Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]

Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe als Tochter der Kaufleute Otto und Herta Ihlenfeld geboren. Sie besuchte dort bis kurz vor Kriegsende die Schule. Nach der Flucht vor den anrückenden Truppen der Roten Armee fand die Familie 1945 vorerst in Mecklenburg eine neue Heimat. Wolf arbeitete als Schreibhilfe beim Bürgermeister des Dorfes Gammelin bei Schwerin. Sie beendete die Oberschule 1949 mit dem Abitur in Bad Frankenhausen und trat im selben Jahr in die SED ein, deren Mitglied sie bis zu ihrem Austritt im Juni 1989 blieb. Von 1949 bis 1953 studierte sie Germanistik in Jena und Leipzig. Ihre Diplomarbeit schrieb sie bei Hans Mayer zum Thema: Probleme des Realismus im Werk Hans Falladas.[1]

Berufliche und Autorentätigkeit[Bearbeiten]

Christa Wolf (1963)

Christa Wolf arbeitete von 1953 bis 1957 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband, im Anschluss Cheflektorin des Verlags Neues Leben und von 1958 bis 1959 als Redakteurin bei der Zeitschrift neue deutsche literatur. Von 1955 bis zu ihrem Ausschluss 1977 war sie Mitglied im Vorstand des Schriftstellerverbands der DDR.

Von 1959 bis 1962 lebte Wolf mit ihrer Familie in Halle und arbeitete dort als freie Lektorin beim Mitteldeutschen Verlag. In dieser Zeit arbeitete sie gemäß den Leitlinien des Bitterfelder Weges zeitweise in einer Brigade im Waggonbauwerk Ammendorf, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann auch einen „Zirkel Schreibender Arbeiter“ leitete. Ihre dort gemachten Erfahrungen verarbeitete sie im 1963 erschienenen Roman Der geteilte Himmel.[2]

1961 debütierte Christa Wolf mit ihrer Moskauer Novelle über die Liebesbeziehung einer Ostberliner Ärztin zu einem russischen Dolmetscher und erhielt dafür den Kunstpreis der Stadt Halle. Seit 1962 arbeitete Christa Wolf als freie Schriftstellerin. Sie lebte von 1962 bis 1976 in Kleinmachnow und danach in Berlin. Von 1963 bis 1967 war sie Kandidatin des ZK der SED. 1974 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste der DDR. Bereits 1972 unternahm sie eine Reise nach Paris und seit 1975 hat sie mehrfach die USA zu Studien- und Lehraufenthalten besucht. 1979 wurde sie in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen und 1980 als erste in der DDR lebende Autorin mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.[3]

1981 wurde sie Mitglied der Akademie der Künste in Berlin (West) und 1984 Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Paris. Zwei Jahre später trat sie der Freien Akademie der Künste in Hamburg bei.

Da sie zu den Unterzeichnern des „offenen Briefes gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns“ gehörte[4], wurde sie 1977 aus dem Vorstand der Berliner Sektion des Schriftstellerverbandes der DDR ausgeschlossen und erhielt in einem SED-Parteiverfahren eine „strenge Rüge“. Wolf unternahm viele Lesereisen, unter anderem nach Schweden, Finnland, Frankreich und in die USA, wo sie das Ehrendoktorat der Ohio State University erhielt.

2002 wurde Christa Wolf für ihr Lebenswerk mit dem erstmals verliehenen Deutschen Bücherpreis geehrt, weil sie sich, so die Jury, »mutig in die großen Debatten der DDR und des wiedervereinigten Deutschland eingemischt« habe.[5]

Politisches Leben und Literaturstreit[Bearbeiten]

Christa Wolf auf der Abschlusskundgebung der Berliner Großdemonstration am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz

Christa Wolf sprach sich Ende Dezember 1965 auf dem 11. Plenum des ZK der SED (auch „Kahlschlagplenum“) als einzige Rednerin gegen eine neue restriktive Kulturpolitik aus[6]. Daneben verteidigte sie entschieden den später verbotenen Wismut-Roman Rummelplatz von Werner Bräunig, dessen auszugsweiser Vorabdruck in der neuen deutschen literatur Empörung innerhalb der Parteispitze ausgelöst hatte: „Meiner Ansicht nach zeugen diese Auszüge in der NDL nicht von antisozialistischer Haltung, wie ihm vorgeworfen wird. In diesem Punkt kann ich mich nicht einverstanden erklären. Das kann ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.“ [6]In Folge begann für sie die Zeit schwieriger Konflikte mit dem SED-Machtapparat.

„Man sagt mir, die Sicht, unter der ich in meinem Buch die Gegenwart sehe, sei unserer Republik schädlich, und wenn die Leser, mit denen ich diskutiere oder die mir schreiben, das nicht finden, seien es die falschen Leser oder eben von meiner überzeugenden Persönlichkeit verführt.“

Christa Wolf an Brigitte Reimann, 19. November 1969, aus Sei gegrüsst und lebe. Eine Freundschaft in Briefen, 1964-1973, S. 64-65 zu ihrem nur unter großen Schwierigkeiten und kleiner Auflage erschienenen Roman Nachdenken über Christa T.

Christa Wolf war eine der Rednerinnen bei der Demonstration gegen die Politik in der DDR am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz.[7][8] An die Auflösung oder Zerstörung des Staates DDR glaubte sie im November/Dezember 1989, wie auch viele ihrer Schriftstellerkollegen und -kolleginnen, nicht. Sie hielt wie etliche DDR-Intellektuelle noch einige Zeit eine Reform des Sozialismus unter anderer Führung für möglich. Am 26. November 1989 traten sie im Aufruf Für unser Land [9] für die DDR und gegen den „Ausverkauf unserer materiellen und moralischen Werte“ ein. Christa Wolf ließ in dieser Zeit keinen Zweifel daran, dass die Veränderungen in der DDR nicht der Stabilisierung des Staatswesens gelten dürften, sondern der „Fortentwicklung des Sozialismus“. Deshalb lehnte sie die Bezeichnung Wende, die Egon Krenz zum Amtsantritt eingebracht hatte, entschieden ab; diese könne zu Missverständnissen im Sinne einer Kehrtwende führen, einer Restauration oder einer Wendung zum Westen hin.[10] Christa Wolf sprach vielmehr von einer „Epochenwende“.[11]

Am 21. Januar 1993 gab Christa Wolf in dem Artikel Auskunft der Berliner Zeitung selbst bekannt, dass sie von 1959 bis 1962 als „IM Margarete“ beim Ministerium für Staatssicherheit der DDR geführt worden war. Sie hatte drei Berichte verfasst, die allerdings ein ausschließlich positives Bild der betroffenen Personen zeichneten. Entsprechend beklagte die Stasi in internen Aufzeichnungen von 1962 Wolfs „Zurückhaltung“ und beendete die Zusammenarbeit. In Folge wurde die Autorin mit ihrem Ehemann – auch im Kontext ihrer von der offiziellen Linie abweichenden Meinungen – als Operativer Vorgang „Doppelzüngler“ minutiös observiert[12]; ein Zustand, der bis zum Ende der DDR 1989 anhielt.[13] Auf die Frage, warum sie trotzdem in der DDR geblieben sei, antwortete sie 2010, dass sie das Gefühl gehabt hätte, dass ihre Leser sie dort gebraucht hätten.[14]

Die Veröffentlichung dieser Fakten über Wolf und die Kritik an ihrer Erzählung Was bleibt löste den sogenannten Literaturstreit aus. In vielen Medien wurde sie wegen ihrer Stasiverpflichtung, die ihr ungeachtet des gesellschaftlichen Kontextes, der Geringfügigkeit und langjähriger Selbstüberwachung – dokumentiert in 42 Aktenordnern – zum Vorwurf gemacht wurde, hart kritisiert. Für Irritationen sorgte in diesem Zusammenhang die Forderung der Münchner CSU, der Stadtrat möge der Autorin den 1987 für ihr Buch Störfall verliehenen Geschwister-Scholl-Preis wieder aberkennen[15]. Dies wurde – nicht zuletzt durch den engagierten Einsatz Inge Aicher-Scholls, der älteren Schwester von Hans und Sophie Scholl – abgewehrt.

Dies empfand sie als Hexenjagd und als ungerechtfertigte Abrechnung mit ihrem Wunsch nach einem demokratischen Sozialismus und ihrer DDR-Biographie. Sie verglich ihre Situation mit ihrer Unterdrückung in der DDR. In den Jahren 1992/93 ging Christa Wolf für längere Zeit in die USA. Sie zog sich aus der politischen Öffentlichkeit zurück und erkrankte schwer – dokumentiert unter anderem in der Erzählung Leibhaftig. Um die Vorwürfe der Medien zu widerlegen, veröffentlichte sie 1993 ihre vollständige IM-Akte unter dem Titel Akteneinsicht Christa Wolf. Zerrspiegel und Dialog. Eine Dokumentation..[14][16] Ihre bekannten literarischen Werke hat Wolf erst nach der Kooperation mit der Stasi geschrieben.

Ihren USA-Aufenthalt verarbeitete Wolf in dem 2010 erschienenen Werk Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud. Sie reflektierte ihr Erleben der Nachwendezeit, ihre prinzipielle Treue zu der Idee eines Sozialismus und ihr Erschrecken vor Auswirkungen des Kapitalismus wie dem Elend der Schwarzen und dem Ersten Irakkrieg, zudem erfolgt vor dem Hintergrund dieser historischen und persönlichen Umbruchserfahrungen eine grundlegende Auseinandersetzung mit dem für ihr Werk zentralen utopischen Schreiben. [17] Lange beschäftigte sie sich mit der Veröffentlichung ihrer Stasitätigkeit. Hatte sie ursprünglich die heftige Kritik mit den Denunziationen anlässlich von Nachdenken über Christa T. verglichen, änderte sie diese Haltung später. Sie überschätze „weder ihr Leiden noch das Gewicht ihrer Spitzeltätigkeit“.[18]

Privatleben[Bearbeiten]

Die Grabstätte von Christa Wolf auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin.

Wolf heiratete 1951 ihren Studienfreund, den späteren Schriftsteller Gerhard Wolf, mit dem sie bis zu ihrem Tod zusammenlebte. 1952 wurde ihre erste Tochter Annette geboren, die spätere Annette Simon, welche heute mit Jan Faktor verheiratet ist.[19] Die Journalistin Jana Simon ist Wolfs Enkelin. 1956 wurde eine zweite Tochter geboren.

Christa Wolf starb am 1. Dezember 2011 nach schwerer Krankheit[20][21] und wurde am 13. Dezember auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte beerdigt.[22] Die Gedenkrede hielt der Schriftsteller und Poet Volker Braun.

Rezeption[Bearbeiten]

Christa und Gerhard Wolf bei einer Autogrammstunde in Berlin (1973)

Die Werke Christa Wolfs wurden in der Literaturkritik kontrovers diskutiert, besonders nach der Deutschen Wiedervereinigung. Nachdem der Text Was bleibt veröffentlicht worden war, argumentierten westdeutsche Kritiker wie Frank Schirrmacher, dass Christa Wolf es versäumt habe, den Autoritarismus der ostdeutschen kommunistischen Regierung zu kritisieren. Andere Kritiker bezeichneten Wolfs Werke als „moralistisch“. Verteidiger der Schriftstellerin erkannten dagegen die Bedeutung Christa Wolfs als wichtige Repräsentantin der ostdeutschen Literatur an.[23] Fausto Cercignanis Studie von Wolfs Frühromanen und darauf folgende Aufsätze über ihre späteren Werke trugen dazu bei, ein Bewusstsein der Essenz des Erzählwerks der ostdeutschen Schriftstellerin zu fördern, und zwar unabhängig von ihren politischen und persönlichen Wechselfällen. Die Hervorhebung Cercignanis auf Christa Wolfs Heldentum machte den Weg frei für folgende Beiträge in dieser Richtung.[24]

Ab dem Jahr 1994 betreut das Literaturarchiv der Akademie der Künste (Berlin) das Archiv Wolfs mit ca. 175.000 Blatt Werkmanuskripten, Tagebüchern, Dokumenten, Korrespondenz und an die 10.000 Leserzuschriften. Durch eine Schenkung des Luchterhand Literaturverlags 2011 wurde es durch das komplette Rezensionsarchiv des Verlags zu allen dort zwischen 1969 und 2004 erschienenen Werken der Autorin ergänzt.[25]

Ende 2013 wurde in Berlin die Christa Wolf-Gesellschaft gegründet. Der Verein unter dem Vorsitz der Literaturwissenschaftlerin Therese Hörnigk setzt sich gemäß Satzung zum Ziel, das Studium und die Verbreitung des Werkes von Christa Wolf, die Pflege ihres Nachlasses und die Erinnerung an ihr Leben zu fördern. Stellvertretender Vorsitzender ist Gerhard Wolf, dem Vorstand gehören unter anderem auch Daniela Dahn, Günter Grass und Volker Braun an.[26]

Literarische Rezeption[Bearbeiten]

Sowohl Christa Wolfs Sommerstück[27] als auch Sarah Kirschs Chronik Allerlei-Rauh[28] erzählen von einem gemeinsam mit Freunden erlebten Mecklenburger Sommer in den 1970er Jahren. Die unterhaltsamen Feste und Unternehmungen der Künstlerkolonie sowie die Gespräche über private Freuden und Sorgen können die angespannte, in Kirschs Chronik nur angedeutete, politische Atmosphäre vor der Ausbürgerung Wolf Biermanns nicht verdecken. Die unterschiedliche Einschätzung der Situation formulieren die beiden Autorinnen bzw. ihre Erzählerinnen einerseits im selbstkritischen Rückblick: „Etwas würde sich verändern, heute sagen wir alle, wir hätten gewusst, dass es so nicht bleiben konnte. […] Der Schrei, der uns in der Kehle saß, ist nicht ausgestoßen worden. Aus unserer Haut sind wir nicht herausgekommen“ [29] und andererseits: „Doch es schien mir unfassbar, dass die Einwohner wieder bereit waren, vom Kleister der Hoffnung zu zehren, an ein Wunder zu glauben, das ausgerechnet von dort kommen sollte, wo Heinrich Vogeler einstmals in einem Lager [Deportation nach Kasachstan] verscholl“.[30]

Wolf[31] und Kirsch[32] weisen zwar auf den fiktiven Charakter der Texte hin, die Vorbilder der Hauptfiguren sind jedoch gut erkennbar. Die Allerlei-Rauh-Erzählerin spricht die Problematik der Identifizierung an, indem sie den Vorspruch „Alles ist frei/erfunden und jeder Name/wurde verwechselt“ in Verbindung mit einem Kommentar zur verzögerten Editionsgeschichte der Wolfschen Erzählung wieder aufgreift.[33] Sie vermutet persönliche Rücksichtnahmen und mahnt: „[M]it Mystifizierungen falscher Namen ist nichts gewonnen, wir müssen für uns selbst gerade stehen, aus Christa kann ebenso wenig Kitty werden wie aus Carola eine Cordula oder aus mir eine Bernhardine.“[34]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Überreichung des Nationalpreises der DDR durch Walter Ulbricht (1964)

Werke[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

Sammelbände[Bearbeiten]

  •  Wir, unsere Zeit. Gedichte aus 10 Jahren. Mit Gerhard Wolf. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin 1959, DNB 455741336.
  •  Wir, unsere Zeit. Prosa aus 10 Jahren. Mit Gerhard Wolf. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin 1959, DNB 455741344.
  •  Lesen und Schreiben. Aufsätze und Betrachtungen. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1972, DNB 576942170.
  •  Unter den Linden. 3 unwahrscheinliche Geschichten. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1974, DNB 750197668 (neueste Ausgabe von Insel, Berlin 2012, ISBN 978-3-458-19355-5).
  •  Fortgesetzter Versuch. Aufsätze, Gespräche, Essays. Reclam-Verlag, Leipzig 1979, DNB 800287312.
  •  Lesen und Schreiben, neue Sammlung. Essays, Aufsätze, Reden. Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1980, ISBN 3-472-61295-9.
  •  Geschlechtertausch. 3 Geschichten über die Umwandlung der Verhältnisse. Mit Sarah Kirsch und Irmtraud Morgner. Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1980, ISBN 3-472-61315-7.
  •  Erzählungen. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1985, DNB 850885078.
  •  Ins Ungebundene gehet eine Sehnsucht. Gesprächsraum Romantik, Prosa, Essays. Mit Gerhard Wolf. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1985, DNB 860483428 (neueste Ausgabe von Insel, Frankfurt/Leipzig 2008, ISBN 978-3-458-35080-4).
  •  Die Dimension des Autors. Essays und Aufsätze, Reden und Gespräche 1959-1985. Auswahl von Angela Drescher. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin Weimar 1986, ISBN 3-351-00315-3.
  •  Ansprachen. Luchterhand-Literaturverlag, Darmstadt 1988, ISBN 3-630-86684-0.
  •  Gesammelte Erzählungen. Aufbau-Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1989, ISBN 3-351-01373-6.
  •  Christa Wolf, Im Dialog. Aktuelle Texte. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1990 (neueste Ausgabe von dtv, München 1994, ISBN 3-423-11932-2).
  •  Reden im Herbst. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1990, ISBN 3-351-01784-7.
  •  Auf dem Weg nach Tabou. Texte 1990-1994. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02349-7.
  •  Sei gegrüsst und lebe. Eine Freundschaft in Briefen, 1964-1973. Mit Brigitte Reimann. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1995, ISBN 3-351-02226-3.
  •  Unsere Freunde, die Maler. Bilder, Essays, Dolumente. Mit Gerhard Wolf. Janus Press, Berlin 1995, ISBN 3-928942-24-7.
  •  Hierzulande andernorts. Erzählungen und andere Texte 1994-1998. Luchterhand, München 1999, ISBN 3-630-86998-X.
  •  Monsieur - wir finden uns wieder. Briefe 1968-1984. Mit Franz Fühmann. Aufbau-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-351-02330-8.
  •  Nuancen von Grün. Ausgewählte Texte zu Landschaft und Natur. Aufbau-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-351-02955-1.
  •  Das dicht besetzte Leben. Briefe, Gespräche und Essays. Mit Anna Seghers. Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-7466-1424-4.
  •  Ein Tag im Jahr. 1960-2000. Luchterhand, München 2003, ISBN 3-630-87149-6.
  •  Ja, unsere Kreise berühren sich. Briefe. Mit Charlotte Wolff. Luchterhand, München 2004, ISBN 3-630-87182-8.
  •  Mit anderem Blick. Erzählungen. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-41720-7.
  •  Der Worte Adernetz. Essays und Reden. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-518-12475-8.
  •  Die Lust, gekannt zu sein. Erzählungen 1960-1980. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-518-45942-3.
  •  Rede, daß ich dich sehe: Essays, Reden, Gespräche. Suhrkamp, Berlin 2012, ISBN 978-3-5184-2313-4.
  • Hrsg. Gerhard Wolf:  Ein Tag im Jahr im neuen Jahrhundert. 2001-2011. Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-42360-8.

Hörspiele[Bearbeiten]

  • Kein Ort. Nirgends, Hörspielfassung zusammen mit Gerhard Wolf, Regie: Ernst Wendt, WDR/SDR 1982
  • Kassandra, Regie: Ernst Wendt, WDR 1985
  • Kassandra, Hörspielbearbeitung: Jean-Pierre Vuilleumier und Barbara Magdalena Ahren, Regie: Mario Hindermann, DRS 1987
  • Störfall, Hörspielfassung und Regie: Götz Fritsch, ORF/hr/SWF/SFB 1988
  • Medea Stimmen, Hörspielfassung, Regie: Jörg Jannings, NDR 1997
  • Im Stein, Hörspielfassung, Regie: Jörg Jannings, DLR 1999

Filme[Bearbeiten]

Tonträger[Bearbeiten]

  • Christa Wolf liest ihre Erzählung: Blickwechsel, Langspielplatte (zus. mit Gabriele Wohmann), Deutsche Grammophon Literatur Hamburg 1980
  • Christa Wolf liest aus: Kein Ort. Nirgends, Langspielplatte, Litera/ VEB Deutsche Schallplatten Berlin DDR, 1983
  • Käthe Reichel liest aus: Kassandra von Christa Wolf, Langspielplatte, Litera / VEB Deutsche Schallplatten Berlin DDR, 1988
  • Christa Wolf liest aus Kassandra, Magnetkassette, Cottas-Hörbühne Stuttgart 1989, ISBN 3-12-810590-1
  • Christa Wolf: Medea - Stimmen, Hörspiel mit Christa Wolf, Corinna Harfouch, Werner Wölbern, Peter Roggisch u.a., Bearbeitung und Regie: Jörg Jannings, 3 CDs, 214 min., NDR 1997/ der hörverlag 2000, ISBN 978-3895843945
  • Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends Hörspiel mit Barbara Freier, Markus Boysen, Felix von Manteuffel u.a., Bearbeitung: Gerhard Wolf, Regie: Ernst Wendt, WDR/ SDR 1982/ Der Audio Verlag 2000, ISBN 978-3898131094
  • Christa Wolf liest: Leihaftig, 5 CDs, 324 min., Deutschlandradio/ Der Audio Verlag 2002, ISBN 978-3898131926
  • Christa Wolf liest ihre Erzählung: Blickwechsel, CD (zus. mit Gabriele Wohmann), Deutschen Grammophon Literatur 2004, ISBN 9783829114622
  • Corinna Harfouch liest: Kassandra, 4 CDs, Random House Audio 2005 und 2007, ISBN 978-3898309752
  • Christa Wolf liest aus: Ein Tag im Jahr - 1960-2000, 5 CDs, 350 min., Deutschlandradio/ Random House Audio 2008, ISBN 9783898306812
  • Christa Wolf liest: Kassandra (ungekürzt), 5 CDs, 399 min., SR 1992/ Der Audio Verlag 2012, ISBN 978-3862312078
  • Christa Wolf liest: Kindheitsmuster, 8 CDs, 600 min., MDR 2009/ Random House Audio 2009, ISBN 978-3837100709
  • Christa Wolf liest: Stadt der Engel, 9 CDs, 765 min., RBB/ Der Audio Verlag 2010, ISBN 978-3862310081
  • Dagmar Manzel liest: August von Christa Wolf (ungekürzt), mit einem Nachwort von Gerhard Wolf, 1 CD, 71 min., Der Audio Verlag 2012, ISBN 978-3862312221
  • Dagmar Manzel liest: Nachruf auf Lebende. Die Flucht von Christa Wolf (ungekürzt), mit eine Nachwort von Gerhard Wolf, 3 CDs, 214 min., MDR 2014/ Der Audio Verlag 2014, ISBN 978-3862313907

Interview[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Katharina von Ankum: Die Rezeption von Christa Wolf in Ost und West, von „Moskauer Novelle“ bis „Selbstversuch“, Rodopi, Amsterdam 1992, ISBN 90-5183-276-1 online bei googlebooks
  • Peter Böthig (Hrsg.): Christa Wolf – Eine Biographie in Bildern und Texten. Luchterhand, München 2004, ISBN 3-630-87169-0.
  • Fausto Cercignani: Existenz und Heldentum bei Christa Wolf. «Der geteilte Himmel» und «Kassandra». Königshausen & Neumann, Würzburg 1988, ISBN 3-88479-370-5.
  • Clemens Götze: Nichts vergessen – Autobiographisches Schreiben als Selbsterfahrung in Christa Wolfs Roman Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud. In: Ders.: Ich werde weiterleben, und richtig gut. Moderne Mythen in der Literatur des 20. Jahrhunderts. wvb, Berlin 2011, ISBN 978-3-86573-591-1, S. 57–78.
  • Sonja Hilzinger: Christa Wolf. Leben, Werk, Wirkung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2007, ISBN 3-518-18224-2.
  • Jörg Magenau: Christa Wolf – Eine Biographie. Überarb. und erw. Neuausg., Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2013, ISBN 978-3-499-61085-1
  • Giulio Schiavoni (Hrsg.): Prospettive su Christa Wolf – Dalle sponde del mito. Franco Angeli, Mailand 1998, ISBN 88-464-0829-2.
  • Gisela Stockmann: Christa Wolf. Amselweg. In: Dies.: Schritte aus dem Schatten. Frauen in Sachsen-Anhalt. Dingsda, Querfurt 1993, ISBN 3-928498-12-6.
  • Hermann Vinke (Hrsg.): Akteneinsicht Christa Wolf. Zerrspiegel und Dialog. Eine Dokumentation. Luchterhand Literaturverlag, Hamburg 1993, ISBN 3-630-86814-2. (Veröffentlichung auf Veranlassung von Christa Wolf)
  • Therese Hörnigk: Wolf, Christa. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Carsten Gansel (Hrsg.): Christa Wolf - Im Strom der Erinnerung. V&R Unipress, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8471-0249-6, S. 231-245.

Film[Bearbeiten]

  • Ein Tag, ein Jahr, ein Leben. Die Schriftstellerin Christa Wolf. Kulturdokumentation, 50 Min., ein Film von Gabriele Conrad und Gabriele Denecke, Produktion: RBB, arte, Sendung: 29. Juli 2005 bei arte, u.a. mit Günter Grass, Friedrich Schorlemmer[35]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christa Wolf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Porträt Christa Wolfs auf munzinger.de, abgerufen am 16. November 2013
  2. Klaus Ludwig Hohn: Christa Wolf: "Der geteilte Himmel" im Kontext von Sozialistischem Realismus und Bitterfelder Weg. Grin Verlag, 2012, S. 4, online bei Google Books
  3. „Lebensmuster – Wege zu Christa Wolf“, von Rüdiger Thomas, auf das-parlament.de
  4. Proteste von mehr als 90 DDR-Künstlern gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, auf gegen-diktatur.de
  5. Biographie zu Christa Wolf, auf fembio.org
  6. a b  Günter Agde (Hrsg.): Christa Wolf, Diskussionsbeitrag. In: Kahlschlag. Das 11. Plenum des ZK der SED 1965. Studien und Dokumente. Aufbau Taschenbuch, Berlin 1991, S. 52–63; vollständig überarbeitete Fassung in: Kahlschlag, 2., erw. Auflage. Aufbau Taschenbuch, Berlin 2000, ISBN 3-7466-8045-X..
  7. Reden auf der Alexanderplatz-Demonstration
  8. Die wiedergefundene Sprache, der Freitag, 25. Oktober 2009
  9. Aufruf: Für unser Land
  10. vgl. Paul Gerhard Klussmann: „Die Geschichte ist offen“. Utopie und Utopieverlust am Ende des Jahres 1989, in: ders. und Frank Hoffmann (Hrsg.): Das Epochejahr 1989 in Deutschland, Kleine Schriften aus dem Institut für Deutschlandforschung, Bochum 2000
  11. vgl. Christa Wolf: Auf dem Weg nach Tabou, 1994
  12. Der Streit um Christa Wolf und die Intellektuellen im vereinten Deutschland, Ein Rückblick aus dem Jahr 1996, von Thomas Anz auf literaturkritik.de
  13. Die ängstliche Margarete; in: Der Spiegel 4/1993 vom 25. Januar 1993.
  14. a b Wolfgang Thierse: Fremd zieh ich wieder aus, 23. Juni 2010
  15. Geschichte des Geschwister-Scholl-Preises, auf geschwister-scholl-preis.de
  16. Hermann Vinke (Hrsg.): Akteneinsicht Christa Wolf. Zerrspiegel und Dialog. Eine Dokumentation. Luchterhand Literaturverlag, Hamburg 1993, ISBN 3-630-86814-2.
  17. Peter Paul Schwarz, Sebastian Wilde: „Und doch, und doch ...“ – Transformation des Utopischen in Christa Wolfs „Stadt der Engel oder The Overcoat von Dr. Freud“. In: Carsten Gansel (Hrsg.): Christa Wolf – Im Strom der Erinnerung. V&R Unipress, Göttingen 2014, S. 231-244, hier S. 231-232 u. 243-244
  18. Reise ans Ende der Tugend ZEIT online, abgerufen am 17. November 2013
  19. Autorenportrait Jan Faktor
  20. Zum Tod von Christa Wolf auf suhrkamp.de vom 1. Dezember 2011, abgerufen am 16. November 2013
  21. Zum Tod von Christa Wolf: Eine Sozialistin, die im Sozialismus aneckte auf sueddeutsche.de; Abgerufen am 16. November 2013
  22. Ein Schutzengelgeschwader Volker Braun: Totenrede für Christa Wolf, gehalten am 13. Dezember 2011 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, Zeit Online, 15. Dezember 2011
  23. Dolores L. Augustine: The Impact of Two Reunification-Era Debates on the East German Sense of Identity; German Studies Review (German Studies Association) 27 (2004), S. 569–571 (Abstract, englisch)
  24. Fausto Cercignani: Existenz und Heldentum bei Christa Wolf. «Der geteilte Himmel» und «Kassandra», Würzburg, Königshausen & Neumann, 1988. Für die darauf folgenden Aufsätze siehe FAUSTO CERCIGNANI Publication (Memento vom 28. Dezember 2012 im Webarchiv Archive.today).
  25. Christa Wolf - Rezensionsarchiv an die Akademie der Künste, Berlin, Pressemitteilung Akademie der Künste, Berlin, vom 4. Februar 2011
  26. Website der Christa-Wolf-Gesellschaft
  27. Christa Wolf: Sommerstück; Frankfurt a. M. 1989.
  28. Sarah Kirsch: Allerlei-Rauh; Stuttgart 1988.
  29. Christa Wolf, 1989, S. 124.
  30. Sarah Kirsch, 1988, S. 88.
  31. Christa Wolf, 1989, abschließende Bemerkung.
  32. Sarah Kirsch, 1988, Vorspruch.
  33. Sarah Kirsch, 1988, S. 61.
  34. Sarah Kirsch, 1988, S. 61.
  35. Interview mit der Regisseurin Conrad, abgerufen am 14. November 2010