Christes

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde in Thüringen. Zum deutschen Altphilologen siehe Johannes Christes.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Christes
Christes
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Christes hervorgehoben
50.66666666666710.483333333333450Koordinaten: 50° 40′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 450 m ü. NN
Fläche: 15,46 km²
Einwohner:

620 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98547
Vorwahl: 036844
Kfz-Kennzeichen: SM
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Zella-Meininger-Str. 6
98547 Schwarza
Bürgermeister: Uwe Heimrich
Lage der Gemeinde Christes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Altersbach Aschenhausen Belrieth Benshausen Bermbach Birx Breitungen Brotterode-Trusetal Christes Dillstädt Einhausen (Thüringen) Ellingshausen Erbenhausen Fambach Floh-Seligenthal Frankenheim/Rhön Friedelshausen Grabfeld (Gemeinde) Grabfeld Henneberg (Thüringen) Hümpfershausen Kaltensundheim Kaltenwestheim Kühndorf Leutersdorf Mehmels Meiningen Meiningen Melpers Metzels Neubrunn Oberhof Oberkatz Obermaßfeld-Grimmenthal Oberschönau Oberweid Oepfershausen Rhönblick Rippershausen Ritschenhausen Rohr Rosa Roßdorf (Thüringen) Rotterode Schmalkalden Schwallungen Schwarza Springstille Steinbach-Hallenberg Stepfershausen Sülzfeld Unterkatz Untermaßfeld Unterschönau Unterweid Utendorf Vachdorf Viernau Wahns Wallbach Walldorf (Werra) Wasungen Wölfershausen Zella-Mehlis ThüringenKarte
Über dieses Bild
Gotische Kirche in Christes

Christes ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Christes liegt im südlichen Thüringer Wald südöstlich von Schmalkalden und nördlich des 739,5 Meter hohen Dolmar.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Im Südwesten liegt Metzels, im Süden hinter dem Dolmar die Gemeinde Kühndorf, im Südosten Schwarza, im Osten Viernau und im Norden Schmalkalden mit dem Ortsteil Breitenbach.

[Bearbeiten] Geschichte

833 wurde in einer Schenkungsurkunde des Gaugrafen Christian I. und seiner Gattin Heilwich an König Ludwig den Deutschen erstmals von 'Christaneshusun' gesprochen. Christian I. war der Vater des Gründers des Klosters Rohr. Urkundlich erwähnt wurde Christes dann als Villa Christens. Dem Ortsbrunnen (Christus-Born) wurden Heilkräfte zugesprochen, sodass von 1425 bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts Wallfahrten stattfanden, die dem Ort Wohlstand und Bedeutung brachten. Ab 1686 wurde in der Förstergrube am 566 m hohen Kleinen Dolmar nach Kupfer und Silber gegraben, die Erze wurden in einer Schmelzhütte bei Schwarza verhüttet. 1695 kam der Bergbau durch einen Unglücksfall zum Erliegen.

Christes gehörte zunächst zur Grafschaft Henneberg, seit 1660 zu Sachsen-Zeitz, von 1718 an zu Kursachsen (im sächsischen Amt Kühndorf). Von 1816 bis 1944 gehörte Christes zum Regierungsbezirk Erfurt der preußischen Provinz Sachsen. In der DDR kam Christes 1952 in den Bezirk Suhl.

Christes war von 1657 bis 1681 von Hexenverfolgungen betroffen: Zwei Personen wurden in den Hexenprozessen angeklagt, mindestens eine hingerichtet. Erstes Opfer 1657 war Anna, Valentin Machentanz Frau.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 699
  • 1995: 698
  • 1996: 690
  • 1997: 687
  • 1998: 692
  • 1999: 718
  • 2000: 716
  • 2001: 713
  • 2002: 707
  • 2003: 705
  • 2004: 689
  • 2005: 690
  • 2006: 681
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik


[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • In Christes befindet sich seit 1443 die kleinste spätgotische dreischiffige Basilika Europas, die Kirche Unserer Lieben Frauen. In der Marienkapelle sind Reste doppelter Wandmalereien erhalten sowie ein Taufstein aus dem Jahre 1572.
  • Der historische Ortskern mit der Basilika auf dem Lindenhügel ist seit 1992 denkmalgeschützt.
  • Deutschlandweit bekannt ist das Bildungscamp Christes am Schwimmbad, dessen Speziallager für Schach, Mathematik etc. sowie Ferienlager viele jugendliche Besucher anlocken.
  • Außerdem gibt es im und um den Ort alte Grenzsteine, Kreuzsteine und ein Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bildungscamp Christes

  • Deutschlands einziges Begabtencamp für Grundschüler

[Bearbeiten] Unternehmen

  • Gebr. Recknagel Präzisionsstahl GmbH, Werkzeugstahl und Halbzeuge für den Werkzeugbau
  • Metallbau Reumschüssel
  • Metallbau Vierling

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung nach Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften (Hilfe dazu)

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Christes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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