Christian Bauer (Schachspieler)

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Christian Bauer, 2008

Christian Bauer (* 11. Januar 1977 in Forbach) ist ein französischer Schachmeister.

Karriere[Bearbeiten]

Bauer gewann 1996 die Einzelmeisterschaft von Frankreich in Auxerre[1] und wurde 1997 Großmeister. 1999 schaltete er in der ersten Runde der FIDE-Schachweltmeisterschaft den Weltmeister von 2004 Rustam Kasimjanov aus, scheiterte dann aber in der zweiten Runde an Péter Lékó. In den Jahren 2000, 2002 und 2006 vertrat er sein Land bei der Schacholympiade.

Unter tragischen Umständen wurde Christian Bauer im August 2012 erneut Französischer Meister in Pau (gemeinsam mit Étienne Bacrot, Romain Édouard und Maxime Vachier-Lagrave). Vor der letzten Runde starb Christian Bauers vier Monate altes Baby. Das Turnier wurde daraufhin abgebrochen und die Teilnehmer des Turniers einigten sich darauf, den mit jeweils 7 Punkten vier Bestplatzierten den Titel zu verleihen.[2]

Bauer spielte seit 1996 für verschiedene Vereine in der Schachbundesliga, zuletzt in der Saison 2006/07 beim Aufsteiger SC Remagen. In Belgien spielt er für Namur Echecs, in Spanien für Gros Xake Taldea. In Frankreich wechselte er 2007 von Paris Chess 15 zu Montpellier Echecs. In der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft spielt Christian Bauer seit 2008 für die Schachgesellschaft Zürich, nachdem er von 2001 bis 2006 für die Schachgesellschaft Biel im Einsatz gewesen war. In der Schweizerischen Gruppenmeisterschaft spielt Bauer seit 2012 ausserdem für den Schachclub Réti Zürich.

Seine beste Elo-Zahl von 2682 erreichte Bauer im August 2012, womit er auf Rang 69 in der Welt lag.

Spielweise[Bearbeiten]

Bauer ist für seine unkonventionelle Eröffnungsbehandlung bekannt, mit den schwarzen Steinen spielt er auf Großmeisterebene selten anzutreffende Eröffnungen wie die Skandinavische Verteidigung, die Aljechin-Verteidigung oder die Owen-Verteidigung. Über letztgenanntes System hat er 2005 ein Buch geschrieben.

Werke[Bearbeiten]

  • Play 1... b6: A Dynamic and Hypermodern Opening System for Black. Everyman Chess, London 2005, ISBN 1-85744-410-8.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auxerre 1996 - 71ème championnat de France
  2. Tragisches Ende der Französischen Meisterschaft