Christian Carl Magnussen

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Lorenz Frølich (1820–1908), Porträt von C.C. Magnussen, Zeichnung auf Papier, 1853

Christian Carl Magnussen (* 31. August 1821 in Bredstedt; † 18. Juli 1896 in Schleswig) war ein deutscher Kunstmaler. Er war der Vater des Bildhauers Harro Magnussen.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Das Geburtshaus von Christian Carl Magnussen (C. C. Magnussen), der auch den Beinamen „Maler der Friesen” oder „Friesenmaler” trug, steht in der Norderstraße 28 in Bredstedt. An der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen war er Schüler von Herman Wilhelm (Vilhelm) Bissen. Nach Studienaufenthalten von 1846 bis 1848 in Rom und von 1851 bis 1852 bei Thomas Couture in Paris, verbrachte Magnussen mehrere Jahre als Porträtmaler in Hamburg. 1875 zog er nach Schleswig und eröffnete eine Holzschnitzschule, die Techniken der „Alten Meister” wiederbeleben sollte. Dabei restaurierte er sakrale Schnitzereien aus Kirchen des norddeutschen Raums, wobei manche Stücke Opfer seiner rigiden Restaurierung wurden, die den Kunstwerken ihren Quellenwert raubte.[1]

Magnussen galt als Sammler von Möbelstücken und Kircheninventarien seiner schleswigschen Heimat aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Er soll 500 Stücke zusammengetragen haben. Da seine Schnitzschule wenig erfolgreich war, bot er die Sammlung 1894 im neuen Museum für Angewandte Kunst in Kopenhagen auf einer Ausstellung zum Kauf an. Die Sammlung wurde von Herzog Ernst August von Cumberland angekauft und wird heute im Rahmen der Sammlung Cumberland in Schloss Sønderborg ausgestellt. [2] Einen weiteren Teil erwarb Justus Brinckmann bereits 1887 für das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Von Magnussen stammt das Monumentalgemälde einer historischen Senatorensitzung im Phoenixsaal des Hamburger Rathauses, das kurz vor seinem Tod eingeweiht wurde.

Er war in erster Ehe mit der Hamburger Senatorentochter Meta Meyer (1829–1865) verheiratet und hatte aus zwei Ehen fünfzehn Kinder. Zu seinen Kindern gehörten neben Harro Magnussen (1861-1908), der Keramiker Walter Magnussen (1869–1946) und die Malerin und Schriftstellerin Ingeborg Magnussen (1856–1946).[3]

Werke in öffentlichen Sammlungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Dieter Loose: Christian Carl Magnussen und sein Gruppenporträt des Hamburger Senats. In: Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte. Heft 18, 1973, S. 25ff.
  • Ernst Schlee: Christian Carl Magnussen: ein Künstlerschicksal aus der Kaiserzeit. Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 1991, ISBN 978-3-88042-577-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rudolf Jaworski, Witold Molik: Denkmäler in Kiel und Posen: Parallelen und Kontraste, Verlag Ludwig, 2002, ISBN 3-933598-41-9. S. 99 (online auf: books.google.de)
  2. Internetseite des Sonderjylland-Museums
  3. Peter Sieve: Magnussen, Ingeborg. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 20, Bautz, Nordhausen 2002, ISBN 3-88309-091-3, Sp. 967–970.