Christian Carstensen

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Christian Carstensen im Wahlkampf

Christian Carstensen (* 11. März 1973 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und ehemaliger Bundestagsabgeordneter.

Leben und Beruf[Bearbeiten]

Nach der Mittleren Reife 1989 absolvierte Christian Carstensen eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank in Hamburg, die er Anfang 1992 beendete. Im Anschluss daran arbeitete er in der Kreditabteilung der Dresdner Bank.

Zu Beginn seiner Ausbildung am 1. August 1989 wurde Christian Carstensen Mitglied der Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV; heute Teil von ver.di). Dort engagierte er sich u.a. als Mitglied der bundesweiten Tarifkommission für das Bankgewerbe, als Mitglied im Bundesjugendvorstand, als Delegierter auf Bundesjugendkonferenzen der HBV und des DGB sowie als Jugendvertreter in der Dresdner Bank.

Von 1993 bis 1994 leistete er seinen Zivildienst bei der Arbeiterwohlfahrt in Hamburg ab und begann im Wintersemester 1994 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP), das er 1997 als Dipl. Volkswirt beendete. 1998 trat er als persönlicher Mitarbeiter und Pressesprecher des Hamburger Bausenators Eugen Wagner (SPD) in die Hamburger Baubehörde ein. Nach dem Regierungswechsel in Hamburg wurde er 2001 wissenschaftlicher Angestellter im Amt für Verkehr und Straßenwesen und übernahm 2004 die Leitung des Sachgebiets Verkehrsangelegenheiten auf Bundesebene. Seit 2010 ist Carstensen als wissenschaftlicher Angestellter in der Beteiligungsverwaltung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt tätig.

Im Mai 2010 verlor er als Kandidat der SPD die Wahl zum Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg gegen Torsten Thormählen (parteilos)[1] und am 15. Juni 2014 unterlag er als Spitzenkandidat einer SPD/CDU/Grüne/FDP-Koalition bei der Bürgermeisterwahl in Schwarzenbek gegen die parteilose Bewerberin Ute Borchers-Seelig.[2]

Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Partei[Bearbeiten]

Carstensen ist seit 1989 Mitglied der SPD. Er engagierte sich zunächst bei den Jusos, deren Kreisvorsitzender in Hamburg-Nord er von 1994 bis 1996 war. Von 2000 bis 2008 und von 2012 bis 2013 war er Vorsitzender der SPD Langenhorn-Süd.

Abgeordneter[Bearbeiten]

Christian Carstensen gehörte von 2001 bis 2005 der Bezirksversammlung von Hamburg-Nord an. Dort engagierte er sich hauptsächlich im Jugendhilfeausschuss, im Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie im Ortsausschuss (heute Regionalausschuss) Langenhorn-Fuhlsbüttel. Außerdem war er Mitglied der Fluglärmschutzkommission am Hamburger Flughafen.

Bei der Bundestagswahl 2005 zog er mit 43,3 % der Erststimmen als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Hamburg-Nord in den Bundestag ein.

Als Mitglied des Deutschen Bundestages war er Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Christian Carstensen war luftverkehrspolitischer Sprecher und Vorsitzender der Landesgruppe Hamburg in der SPD-Bundestagsfraktion.

Bei der Bundestagswahl 2009 verlor Carstensen sein Direktmandat an Dirk Fischer von der CDU. Auch sein Landeslistenplatz 6 reichte nicht für ein Bundestagsmandat.

Im Dezember 2012 wurde Carstensen erneut zum Direktkandidaten im Wahlkreis Hamburg-Nord gewählt. Seine Mitbewerber waren der ehemalige ver.di-Landesbezirksleiter Wolfgang Rose, der im November 2012 seine Kandidatur zurückzog, und die stellvertretende Landesvorsitzende Inka Damerau.[3][4] Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt er erneut weniger Stimmen als Dirk Fischer.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. abendblatt.de: Christian Carstensen will Bürgermeister werden
  2. bergedorfer-zeitung.de: Borchers-Seelig wird Schwarzenbeks Bürgermeisterin
  3. taz.de: Genossen für Metin
  4. abendblatt.de: SPD: Rose zieht Bewerbung für Bundestagskandidatur zurück

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christian Carstensen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien