Christian Friedrich Wilhelm von Ompteda

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christian Friedrich Wilhelm Freiherr von Ompteda (* 26. November 1765 in Ahlden an der Aller; † 18. Juni 1815 in La Haye Sainte) war ein hannoverscher Offizier.

Leben[Bearbeiten]

Gedenkplatte

Im Alter von sechs Jahren (1771) wurde er zur Erziehung zu seinem Onkel Dietrich Heinrich Ludwig von Ompteda (1746-1803) gesandt, 1777 trat er in das königliche Pagenkorps zu Hannover ein und wurde 1781 Fähnrich im Garderegiment zu Fuß.

Im Jahr 1793 wurde er Chef einer Grenadierkompanie im Krieg gegen die Französische Republik, wo er bei Mont Cassel schwer verwundet wurde. 1794 war er mit dem Feldmarschall Wilhelm von Freytag in England und wurde 1803 Major im hannoverschen Garderegiment. Als die hannoversche Armee gemäß der Konvention von Artlenburg vom 5. Juli 1803 aufgelöst wurde, war er einer der ersten in der King’s German Legion in England.

1805 leitete er eine erfolglose Expedition ins nördliche Deutschland und im Jahr darauf zog er mit seinem Bataillon nach Gibraltar. Ein weiteres Jahr später (1807) zogen sie weiter nach Seeland und nahmen dort teil am Kampf gegen Dänemark. Auf der Rückreise kenterte sein Schiff an der holländischen Küste und er war auf Borkum in Gefangenschaft, bis er im folgenden Jahr durch einen Gefangenenaustausch freikam. Im Jahr 1812 wurde er zum Oberstleutnant ernannt und 1813 war er Kommandant des 1. leichten Bataillons. Zwei Jahre später (1815) war er Oberst und Kommandant einer Brigade in der Division des Generals Carl von Alten im Wellingtonschen Heer. Ompteda fiel in der Schlacht bei Waterloo, als er seine Truppen auf Befehl des Prinzen von Oranien in Kolonnen-Formation auf das umkämpfte Gehöft La Haye Sainte führen sollte.

Literatur[Bearbeiten]