Christian Gottlob Gmelin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian Gottlob Gmelin

Christian Gottlob Gmelin (* 12. Oktober 1792 in Tübingen; † 13. Mai 1860 ebenda) war Professor für Chemie und Pharmazie an der Universität Tübingen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Sein Vater war Christian Gottlob Gmelin, sen. (* 1749), seine Mutter Friederike Charlotte, geborene Haas (* 1765).[1] Er war ein Vetter von Leopold Gmelin, Johann Gottlieb Friedrich von Bohnenberger war sein Schwiegervater. Wie sein Vater studierte Gmelin Medizin und erhielt 1785 den Dr. med. nach seiner Promotion an der Universität Erlangen. 1817 war er Professor für Chemie und Pharmazie an der Universität Tübingen. Am 30. April 1818 heiratete er Luise Friederike Philippine Bohnenberger (1800–1884); sie hatten sechs Töchter und drei Söhne[2]. Christian Gottlob Gmelin war unter anderem in Frankreich, England, Norwegen und Schweden (wo er zusammen mit Berzelius arbeitete) unterwegs.

Er arbeitete u. a. auf dem Gebiet der Spektroskopie und entdeckte die rote Flammenfärbung des Lithiums. Weitere Arbeiten über die Synthese von Ultramarin folgten. Gmelin erwähnte einen Nachweis für Borsäure mithilfe von Kurkumapapier. Die ersten drei Bände von Berzelius' „Jahresbericht“ übersetzte Gmelin ins Deutsche.

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert LadenburgGmelin, Christian Gottlob. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 9, Duncker & Humblot, Leipzig 1879, S. 266.
  • J. R. Partington: A History of Chemistry Volume Four. London Macmillan & Co Ltd. New York, St. Martin's press 1964, S. 180
  • Wolfgang-Hagen Hein und Holm-Dietmar Schwarz: Deutsche Apotheker-Biographie Band 1 A-L. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 1975, S. 209
  • Dr. Otto-Albrecht Neumüller: Römpp Chemie Lexikon; Achte, neubearbeitete und erweiterte Auflage, Franckh'sche Verlagshandlung Stuttgart 1973 Band 2 Cm-G

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogie der Eltern
  2. Genealogie von Christian Gottlob Gmelin jnr.