Christian Gottlob Steinmüller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian Gottlob Steinmüller
Westempore der Kirche in Wolkenstein mit Steinmüller-Orgel von 1817/18

Christian Gottlob Steinmüller (* 25. September 1792 in Arnoldsgrün; † 8. Mai 1864 in Grünhain) war ein deutscher Orgelbauer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Der Sohn des Pfarrers Johann Gottlob Steinmüller aus dem vogtländischen Arnoldsgrün begann am 15. Januar 1806 eine sechsjährige Lehre bei seinem Onkel, dem berühmten Orgelbaumeister Johann Gottlob Trampeli. Zeugnisse beweisen, dass er sich „wißbegierig und fleißig gezeiget“, sodass er 1812 nach dem Tod seines Lehrmeisters die Fertigstellung der Orgel für die Grünhainer Nikolaikirche übertragen bekam. Dieses Meisterstück machte ihn über das Erzgebirge hinaus bekannt, sodass weitere Aufträge folgten.

Steinmüller ließ sich in der Grünhainer Hospitalgasse nieder und gründete dort seine eigene Orgelbauwerkstatt. Seit 1818 war er mit Wilhelmine Friedericke Hilliger verheiratet.

Werke[Bearbeiten]

Nach eigenen Aufzeichnungen erbaute er in seiner 52-jährigen Schaffenszeit mindestens 27 Orgeln an den folgenden Orten:

Neben Orgeln baute Steinmüller auch ca. 50 Klaviere und Aeolsharfen in unterschiedlichen Größen. Daneben führte er auch zahlreiche Reparaturen und Stimmungen durch.

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl-Heinz Melzer: Christian Gottlob Steinmüller - Orgelbaumeister aus Grünhain. In: Erzgebirgische Heimatblätter 22(2000)2, S. 16-18
  • Hartmut Schumann: Der Grünhainer Orgelbaumeister Christian Gottlob Steinmüller. In: Sächsische Heimat, 1994, S. 16–22