Christian III. (Oldenburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Graf Christian III. von Oldenburg (urkundlich bezeugt 1269 in Oldenburg; † 1285 in Oldenburg) war Graf von Oldenburg. Seine Eltern waren Johann I. von Oldenburg und Rixa von Hoya.

Leben[Bearbeiten]

Christian III. wurde erstmals urkundlich 1269 als "Dei gratia comes in Aldenborch" erwähnt, ab 1272 erscheint sein Bruder Otto II. als Mitaussteller gräflicher Urkunden.

In die Anfangsphase seiner Herrschaft fällt der Ministerialenaufstand des Ritters Robert von Westerholt. Die Aufständischen drangen im Verlaufe der Kriegshandlungen in die Stadt Oldenburg ein, die aber von Christian, der die Burg Oldenburg verteidigte, in Brand gesteckt wurde, so dass die Angreifer weder Schutz noch Nahrung vorfanden und erfolglos abzogen. In der Schlacht in der Tungeler Marsch errang der sie verfolgende Graf dann einen entscheidenden Sieg, wobei neben anderen Adeligen auch Robert gefangengenommen wurde. Die Rasteder Chronik schildert ausführlich diesen Sieg des Grafen über seine aufständischen Ministerialen.

Christian III. wird in den zeitgenössischen Quellen als friedliebend und kirchenfreundlich geschildert ("... lebten die Bauern in Frieden und völliger Ruhe"), der Frömmigkeit mit fröhlicher Lebensart zu vereinen wusste ("... liebte den Wein").

Aus seiner Ehe mit Jutta von Bentheim sind drei Söhne nachzuweisen: über Christian ist nichts weiter bekannt, Johann II. folgte seinem Vater nach dessen Tod als Graf von Oldenburg, Otto wurde 1344 Erzbischof von Bremen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Friedl, Wolfgang Günther, Hilke Günther-Arndt, Heinrich Schmidt (Hrsg.): Biographisches Handbuch zur Geschichte des Landes Oldenburg, Oldenburg 1992, ISBN 3-89442-135-5
  • Hermann Lübbing, Die Rasteder Chronik 1059-1477, Oldenburg 1976, ISBN 3-87358-087-X