Christian Quadflieg

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Christian Quadflieg, 2004
Christian Quadflieg auf dem roten Teppich zum Studio Hamburg Nachwuchspreis. 2012

Christian Quadflieg (* 11. April 1945 in Växjö, Schweden) ist ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Rezitator. Einem breiten Publikum wurde er durch die Serie Der Landarzt bekannt, in der er jahrelang die Hauptrolle innehatte.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Christian Quadfliegs Eltern waren der Schauspieler Will Quadflieg (1914–2003) und Benita von Vegesack (1917–2011). Seine Schwester Roswitha Quadflieg ist Schriftstellerin und Buchkünstlerin.

Quadflieg verbrachte seine Schulzeit im Hamburg. Anschließend absolvierte er eine dreijährige Ausbildung an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum (heute Schauspielschule Bochum). Zwischen 1969 und 1973 war er an den Bühnen von Oberhausen, Wuppertal und Basel engagiert. Es folgten Auftritte an den Theatern in Berlin (Volksbühne), Hamburg (Thalia-Theater, Staatsoper), München (Staatsoper), Wien (Theater in der Josefstadt) und Zürich (Schauspielhaus), wie auch bei den Salzburger Festspielen.

Im Fernsehen hatte Quadflieg Auftritte in zahlreichen Filmen und Serien (zum Beispiel Der Alte, Derrick, Das Traumschiff, Siska). 1977 spielte er die männliche Hauptrolle in der in London und in englischer Sprache produzierten Science-Fiction-Fernsehserie Die Mädchen aus dem Weltraum.

Ab 1986 spielte er in 41 Folgen in der Serie Der Landarzt die Titelrolle. In 16 Episoden lag auch die Regie in seinen Händen. In der zweiten bis vierten Staffel der Serie spielte Quadfliegs Ehefrau Renate Reger die Ina Eckholm. In der ARD-Serie Vater wider Willen spielte Quadflieg die männliche Hauptrolle, den Dirigenten Max Oldendorf.

In den letzten Jahren ist er hauptsächlich mit Dichterlesungen im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs, darunter im Wiener Burgtheater, im Zürcher Schauspielhaus und der Komödie in Berlin sowie beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival. Seine inzwischen geringe Präsenz auf den Fernsehbildschirmen erklärt er damit, dass er in der Auswahl seiner Filmrollen ein bisschen wählerisch geworden sei.

2008 gründete er sein eigenes CD-Label „c.q.orheus“. Von den zahlreichen CD-Einspielungen gewann der Titel: „Väter und Söhne – Briefwechsel Thomas Mann und Klaus Mann“ den Preis der deutschen Schallplattenkritik. Christian Quadflieg ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Als Synchronsprecher lieh er unter anderem Dean Stockwell (Paris, Texas) und Jon Finch (Dr. Faustus) seine Stimme.

Er lebt seit 1991 wieder in Hamburg.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1987: INTHEGA Preis für die beste Tournee-Inszenierung der Spielzeit
  • 1996: Preis der deutschen Schallplattenkritik für die CD-Einspielung von “Väter und Söhne” mit Will Quadflieg

Literatur[Bearbeiten]

  • Deutsches Bühnenjahrbuch (jährlich)
  • Curt Riess: Das Zürcher Schauspielhaus

Weblinks[Bearbeiten]