Christian Rach

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Christian Rach, 2012

Christian Rach (* 6. Juni 1957 in St. Ingbert, Saarland) ist ein deutscher Koch, Fernsehkoch und Kochbuchautor. Durch die RTL-Sendung Rach, der Restauranttester wurde er überregional bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Rach wuchs in St. Ingbert auf, sein Vater war Elektroingenieur, seine Mutter Hausfrau. Nach dem Abitur studierte er von 1978 bis 1983 Philosophie und Mathematik an der Universität Hamburg. Er verließ die Universität kurz vor dem Examen ohne Abschluss.[1] Während seines Studiums arbeitete Christian Rach zunächst als Kellner, entdeckte jedoch bald seine Leidenschaft für das Kochen und finanzierte das Studium fortan als Koch, so 1982 und 1983 im Strandhof bei Uwe Witzke. Nach Aufgabe des Studiums arbeitete er ab 1983 zunächst bei Philippe Boissou in Grenoble und dann 1984 als Souschef im Korso in Wien, wo er Einblicke in die kreative, klassische Küche erhielt.

Zurück in Hamburg, eröffnete er 1986 in Altona das innerstädtische Restaurant Leopold und 1989 zusammen mit Robert Wullkopf in einer ehemaligen Fernfahrerkneipe das Tafelhaus nahe dem Altonaer Hafen in Hamburg. Das Tafelhaus im Hamburger Stadtteil Ottensen erhielt seit 1991 jährlich einen Michelin-Stern sowie weitere Auszeichnungen. Seit 2001 wurde die Cantina Milano, die dem Tafelhaus angeschlossen war, von Christian Rach geleitet. Das Tafelhaus ist seit dem 30. September 2011 geschlossen.[2][3]

Er betrieb von 1997 bis November 2007 auch das Hamburger Restaurant Engel mit dem Imbiss Luzifer und brachte beide zu ihrem heutigen Bekanntheitsgrad. 2001 eröffnete er das Darling Harbour,[4] das im Jahr 2004 schließen musste, da nach Rachs eigener Einschätzung unter anderem das moderne Konzept nicht angenommen wurde.[5]

2009 übernahm er mit einem Partner das Gourmetrestaurant Das kleine Rote in Hamburg-Bahrenfeld und änderte das Konzept in ein „Luxus-Steakhaus“ mit dem Namen Rach & Ritchy.[6]

Christian Rach ist ehrenamtlich Botschafter des Kinderhospizes Mitteldeutschland und engagiert sich für todkranke Kinder und deren Familien.

Rach lebt in Hamburg.

Fernsehen[Bearbeiten]

2005 war Christian Rach in der RTL-Sendung Teufels Küche vertreten, wo er eine Küchencrew aus Prominenten leitete.[7]

Noch im selben Jahr startete die Fernsehsendung Rach, der Restauranttester, in der er bis 2013 Restaurants Hilfestellung in Küche und Unternehmensführung gab. 2010 hatte er einen Cameo-Auftritt in seiner Rolle als Restauranttester im TV-Film C.I.S. – Chaoten im Sondereinsatz. Vom 30. August bis zum 18. Oktober 2010 sendete RTL die 1. Staffel von Rachs Restaurantschule. Zwischen dem 16. April und 21. Mai 2012 sendete RTL die 2. Staffel dieser Sendereihe. Im Juni 2013 startete bei RTL eine neue Doku-Reihe Rach deckt auf.[8]

Christian Rach wechselte Anfang 2014 zum ZDF. Dort ist seit Februar 2014 die Sendung Rach tischt auf zu sehen.[9][10]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nadine Bös: In einem Anflug von Wahnsinn. F.A.Z., 18. Juli 2011, abgerufen am 22. September 2013.
  2. Rach will nicht mehr am Herd stehen. Hamburger Morgenpost, 1. Oktober 2011, abgerufen am 25. September 2013 (Letzter Satz).
  3. Vielen Dank! tafelhaus.de, 2011, abgerufen am 25. September 2013 (Abschiedsmeldung auf der Homepage des Tafelhauses).
  4. „Darling Harbour“ drittes Standbein für Christian Rach. AHGZ, 3. November 2001, abgerufen am 22. September 2013.
  5. Christian Rach schließt „Darling Harbour“. AHGZ, 31. Januar 2004, abgerufen am 22. September 2013.
  6. Hier brutzelt Rach bald Luxus-Steaks. Hamburger Morgenpost, 5. Juni 2009, abgerufen am 25. September 2013.
  7. Deborah Knür: Auf Quotenjagd in Teufels Küche. Die Welt, 12. März 2005, abgerufen am 25. September 2013.
  8. Alexander Krei: „Rach deckt auf:“ Ein Fernsehkoch auf Weltreise. DWDL.de, 18. Juni 2013, abgerufen am 25. September 2013.
  9. Michael Hanfeld: Der „Überzeugungstäter“ – Christian Rach wechselt zum ZDF. F.A.Z., 15. September 2013, abgerufen am 25. September 2013.
  10. Matthias Kohlmaier: Fad im Abgang. Süddeutsche Zeitung, 21. Februar 2014, abgerufen am 22. Februar 2014.