Christian Sprenger (Handballspieler)

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Christian Sprenger
Christian Sprenger

Christian Sprenger (2014)

Spielerinformationen
Spitzname „Sprengi“
Geburtstag 6. April 1983
Geburtsort Ludwigsfelde, DDR
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutscher deutsch
Körpergröße 1,90 m
Spielposition Rechtsaußen
Wurfhand links
Vereinsinformationen
Verein THW Kiel.svg THW Kiel
Trikotnummer 11
Vereine in der Jugend
  von – bis Verein
1991–1998 DeutschlandDeutschland Ludwigsfelder HC
1998–2002 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg Gladiators
Vereine als Aktiver
  von – bis Verein
2002–2009 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg Gladiators
2009– DeutschlandDeutschland THW Kiel
Nationalmannschaft
Debüt am 4. Januar 2002
            gegen SchweizSchweiz Schweiz in Balingen
  Spiele (Tore)
DeutschlandDeutschland Deutschland 86 (185)

Stand: 19. August 2014

Christian Sprenger (* 6. April 1983 in Ludwigsfelde) ist ein deutscher Handballspieler und gelernter Sport- und Fitnesskaufmann. Seine Spielposition ist Rechtsaußen, er kann aber auch auf der rechten Rückraumseite eingesetzt werden.

Karriere[Bearbeiten]

Christian Sprenger bei einem Tempogegenstoß

Verein[Bearbeiten]

Im Alter von acht Jahren, nach einem Abstecher in den Judosport, entschied sich Christian Sprenger für die Sportart Handball und durchlief die Jugendabteilungen des Ludwigsfelder HC.

Zur Saison 1998/1999 wechselte er in die B-Jugend des SC Magdeburg. Bereits mit der Jugend des SCM errang Sprenger diverse A- und B-Jugendmeistertitel und wurde 2000 Schülerweltmeister. Über die A-Jugend und die 2. Mannschaft, die damals noch in der Regionalliga spielte, gelangte er schließlich in den Sichtungskader der Bundesligamannschaft. Für diese lief er im Jahre 2002 zum ersten Mal auf. Seit der Saison 2003/2004 kam er, parallel zu den Einsätzen im Team der SC Magdeburg Youngsters in der 2. Handball-Bundesliga, regelmäßig in der Bundesligamannschaft des SC Magdeburg zum Einsatz.

Den Gewinn des EHF-Pokal verpasste Sprenger mit dem SC Magdeburg 2006 nach einem scheinbar sicheren 8-Tore-Vorsprung ganz knapp, um es in der nachfolgenden Saison schließlich besser zu machen. In der Saison 2006/2007 setzte man sich dann aber gegen den CAI Aragón aus Saragossa/Spanien durch und sicherte sich damit den Cup nach 1999 und 2001 zum dritten Mal.

Zwei langwierige Sprunggelenks- bzw. Sehnenverletzungen, die ihren Ursprung im Bundesliga-Spiel gegen den TBV Lemgo vom 28. März 2006 hatten, welche zwei Operationen nötig machten, verhinderten auch weitere Einsätze im Nationalmannschaftstrikot. Erst zur Saison 2006/2007 kehrte er nach einem halben Jahr Verletzungspause im Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen am 10. September 2006 in den Kader des SCM zurück.

Zum Saisonende 2008/2009 verließ Sprenger den SC Magdeburg und wechselte zum THW Kiel. Der Verein erhielt dafür, da Sprenger noch einen gültigen Vertrag bis 2010 hatte, 250.000 € Ablösesumme.[1] Mit dem THW Kiel gewann Christian Sprenger 2010, 2012, 2013 und 2014 die deutsche Meisterschaft, 2010 und 2012 die Champions-League, 2011, 2012 und 2013 den DHB-Pokal, 2011, 2012 und 2014 den DHB-Supercup sowie 2011 den Super Globe.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Im Dress der Nationalmannschaft lief er 86 mal auf und warf dabei 185 Tore. Sein Länderspieldebüt gab er am 4. Januar 2002 gegen die Schweiz in Balingen. Er war Teilnehmer der EM 2006, bei der die deutsche Nationalmannschaft den 5. Platz belegte. Auch für die WM 2007 wurde er nominiert; aufgrund des Trainingsrückstandes durch mehrere Bänderrisse konnte er aber nicht berücksichtigt werden und wurde durch Stefan Schröder ersetzt. Bei der WM 2009 in Kroatien war er zusammen mit Stefan Schröder die erste Wahl auf Rechtsaußen. Er verletzte sich aber schon im ersten Vorrundenspiel gegen Russland so schwer, dass er vorzeitig abreisen musste.

Auch bei der EM 2010 in Österreich war er auf Rechtsaußen als Nr. 1 vor Stefan Schröder gesetzt, wobei letztgenannter bereits nach dem ersten Spiel verletzt ersetzt werden musste. Die Position Stefan Schröders nahm daraufhin Christian Schöne ein, welcher auch schon bei der WM 2009 Sprenger ersetzte, als er sich im Auftaktspiel verletzte und Stefan Schröder grippebedingt passen musste. Die DHB-Auswahl belegte am Ende den 10. Platz.

Bei der Europameisterschaft 2012, als Deutschland den siebten Platz belegte, wurde er als bester Rechtsaußen in das All-Star-Team gewählt. Am 19. März 2012 gab er seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft aufgrund zu hoher Vereinsbelastungen und der verpassten Olympia-Qualifikation bekannt.[2]

Erfolge[Bearbeiten]

Auf Vereinsebene[Bearbeiten]

mit dem THW Kiel

mit den SC Magdeburg Gladiators

Junioren Bereich des SC Magdeburg

  • 4× Deutscher Jugendmeister (A- und B-Jugend)

Mit der Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Bundesligabilanz[Bearbeiten]

Saison Verein Spielklasse Spiele Tore 7-Meter Feldtore
2002/03 SC Magdeburg Bundesliga 6 12 0 12
2003/04 SC Magdeburg Bundesliga 28 68 0 68
2004/05 SC Magdeburg Bundesliga 27 82 0 82
2005/06 SC Magdeburg Bundesliga 22 69 0 69
2006/07 SC Magdeburg Bundesliga 24 69 17 52
2007/08 SC Magdeburg Bundesliga 34 160 42 118
2008/09 SC Magdeburg Bundesliga 29 142 37 105
2009/10 THW Kiel Bundesliga 33 116 4 112
2010/11 THW Kiel Bundesliga 29 65 0 65
2011/12 THW Kiel Bundesliga 32 79 0 79
2012/13 THW Kiel Bundesliga 34 64 0 64
2013/14 THW Kiel Bundesliga 31 38 0 38
2002–2014 gesamt Bundesliga 329 964 100 864

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christian Sprenger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dpa: THW: Karabatic und Kavticnik gehen. In: sueddeutsche.de vom 2. Juni 2009
  2. Christian Sprenger verkündet Abschied aus Nationalteam In: handball-world.com vom 19. März 2012