Christian Stangl

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Christian Stangl

Christian Stangl (* 10. Juli 1966 in Landl)[1] ist ein österreichischer Alpinist und Bergführer. Er wurde als "Skyrunner" durch zahlreiche besonders schnelle Besteigungen hoher Berge bekannt. Sein wichtigster Erfolg war 2013 die erste Besteigung der drei höchsten Berge auf allen sieben Kontinenten, die sogenannten Triple Seven Summits.[2]

Am 15. Jänner 2013 stand Stangl als erster Mensch auf den Seven Second Summits, den zweithöchsten Bergen aller sieben Kontinente.[3]

Am 23. August 2013 stand er mit dem Berg Shkhara 5.193 m auch als erster Mensch erfolgreich auf den sieben dritthöchsten Gipfeln, den sogenannten Seven Third Summits. Stangl hatte nun neben den klassischen Seven Summits die drei höchsten Gipfel aller sieben Kontinente bestiegen.[4]

Für die einundzwanzig Gipfel der Triple Seven Summits bestieg Stangl, wegen einiger Mess- und Definitionsfragen, insgesamt dreißig Gipfel und konnte damit jegliche Fehler ausschließen.[5] Am 17. September 2013 wurden seine Leistungen vom Guinness-Buch der Rekorde in London zertifiziert.[6]

Im Jahr 2010 wurde Stangl einem breiten Publikum bekannt, als er einräumen musste, den Gipfel des K2 (8611 m) nicht wie zuvor behauptet erreicht zu haben. Im Jahr 2012 konnte er dann zweifelsfrei den höchsten Punkt des K2 erreichen. Seitdem belegt er seine Gipfelbesteigungen mehrfach. Alle einundzwanzig Gipfel seines Triple Seven Summits Projekts sind mehrfach verifiziert worden.[7]

Leben und Unternehmungen[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Christian Stangl wurde 1966 in Landl im Osten des alpinen Nationalparks Gesäuse geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er eine fünfjährige Ausbildung zum Elektrotechniker (HTL). Wenig später begann er mit dem Klettern und unternahm erste Hochtouren in den Westalpen. Schon bald folgten erste Solo- und Speedbegehungen, Enchaînements und Winterbegehungen, hauptsächlich im Gesäuse.[8] 1989 begann er die Ausbildung zum Bergführer.[9]

Höhenbergsteigen[Bearbeiten]

Mit dem Höhenbergsteigen begann Christian Stangl Anfang der 1990er-Jahre; in den südamerikanischen Anden bestieg er mehrere Sechstausender unter anderem den 6962 Meter hohen Aconcagua (1990). Beim Versuch, seinen ersten Siebentausender, den 7285 m hohen Ogre zu besteigen, wurde er 1991 von einer Lawine schwer verletzt.[10] Es folgten ein Versuch am Latok II (7108 m) 1993 und weitere hohe Andengipfel. 1998 erreichte Stangl mit dem Shisha Pangma seinen ersten Achttausender, die Besteigung erfolgte über die „Britenroute“ in der Südwand. In den nächsten Jahren versuchte Stangl Erstbegehungen am Gasherbrum I und konnte 2001 eine Solobesteigung des Cho Oyu verzeichnen, seine dabei begangene Neuroute vereinigt sich auf 7000m mit der Tichy-Route von 1954.[9][11]

Beginn des „Skyrunning“[Bearbeiten]

Ab 1995 entwickelte Stangl anlässlich schneller Besteigungen hoher Andengipfel die Idee, Höhenbergsteigen „auf Zeit“ auszuprobieren und sich den geringeren Materialbedarf bei schnellen, eintägigen Begehungen zunutze zu machen.[12] 2002 bestieg er den Aconcagua in 4h 25min vom Basislager zum Gipfel, was er als seinen ersten Skyrun bezeichnet. 2003 unternahm er mit seinem „Jogging-High-Projekt“ einen ersten Serienskyrun, der Neun Sechstausender in 18 Tagen umfasste. Im darauffolgenden Jahr versuchte er am Broad Peak eine erste Besteigung eines Achttausenders an einem Tag und erreichte den Kibo in 5 h 36min.[9] 2005 bestieg Stangl in den Anden zehn Sechstausender in sieben Tagen, 2006 folgten drei Sechstausender an einem Tag und 2008 vier Sechstausender an einem Tag (Prinacota, Pomerape, Acotango, Guallatiri).[13]

In seiner theoretischen Konzeption des Skyrunnings orientierte sich Stangl am Alpinstil und bezeichnete seinen Begehungsstil selbst als „Superalpinstil“.[14] Dies bezieht sich auf den Verzicht auf feste Hochlager, Träger und künstlichen Sauerstoff. Stangl benutzte jedoch, wenn vorhanden, die von anderen Teams gelegten Fixseile und hinterlassenen Spuren, sodass sein Begehungsstil oft in entscheidenden Punkten vom Alpinstil abweicht.[14][15]

Seven-Summits-Speed-Project[Bearbeiten]

Mit der ersten Besteigung des Mount Everest innerhalb von einem Tag 2006 begann Stangl seinen Versuch, alle Seven Summits, die höchsten Gipfel der Kontinente, im Skyrunning-Stil zu besteigen. Dieses Projekt schloss er am 7. Dezember 2007 mit einem neuen Rekord am Mount Vinson erfolgreich ab. Die Gesamtzeit für die Besteigung aller sieben Gipfel gibt er mit 58 Stunden und 45 Minuten an, sie beträgt damit etwa ein Achtel der sonst üblichen Zeit.[9][16]

Die Einzelzeiten bei dieser Unternehmung waren:

Seven Second Summits[Bearbeiten]

Als Fortsetzung seines Seven Summits Speed Projekts verfolgte Stangl das Ziel auch die zweithöchsten Kontinentalgipfel, die sogenannten Seven Second Summits, im Skyrunning-Stil zu besteigen und somit als Erster sowohl die Seven Summits als auch die Seven Second Summits zu vollenden. Bereits im Jahr 2007 hatte er einige Gipfel für dieses Projekt ins Visier genommen, er bestieg den Ojos del Salado (6893 m) in den Anden und den Ngga Pulu (4862 m) auf der zu Ozeanien gehörenden Insel Neuguinea.[13]

Im Jahr 2008 bestieg Stangl bei einer längeren Expedition mehrere der höchsten Berge der Antarktis. Den Gipfel des Mount Shinn (4.660 m) erreichte Stangl auf einer neuen direkten Route durch die Südwand.[17] Auch der Mount Gardner (4.587 m) konnte bestiegen werden, aber beim zweithöchsten Berg des Kontinents, dem 4.852 Meter hohen Mount Tyree gelang bei dieser Expedition kein Gipfelerfolg.[13]

Im Sommer des Jahres 2008 unternahm Stangl seine erste Expedition zum K2, mit 8611 Metern der zweithöchste Berg Asiens. Der Berg gilt als gefährlich und sehr schwer zu besteigen. Nachdem in Folge einer Eislawine am "Flaschenhals" (ca. 8200 m) elf Bergsteiger ums Leben gekommen waren, brachen Stangl und die meisten anderen Bergsteiger ihre Expeditionen ab (siehe K2-Tragödie 2008). Stangl hatte zuvor auf dem Abruzzi-Sporn eine Höhe von 8100 Metern erreicht.[13][18]

Zu Beginn des Jahres 2009 gelang Stangl die Besteigung des 5199 Meter hohen Batian in Afrika und im September eine Besteigung des 5224 Meter hohen Dychtau im Kaukasus, außerdem unternahm er einen weiteren Versuch den K2 zu besteigen. Beim Gipfelversuch erreichte ein internationales Team dem auch Stangl angehörte eine Höhe von etwa 8300 Metern; hüfthoher Schnee verhinderte einen Gipfelerfolg. Seit dem Jahr 2009 verfolgte Stangl sein Projekt öffentlich unter dem Titel "14 Seven Summits".[18]

Im Jahr 2010 bestieg Stangl zunächst den Puncak Trikora (4730m) in Ozeanien, anschließend den zweithöchsten Berg Nordamerikas, den 5959 Meter hohen Mount Logan in Kanada und begab sich im Sommer zum dritten Mal ins pakistanische Karakorum um den K2 zu besteigen.[13]

Kontroverse um den K2 2010[Bearbeiten]

Eine besondere bergsteigerische Leistung wollte Stangl am 12. August 2010 im Zuge seines „14 seven summits“-Projektes für sich verbuchen. Er gab an, um 10 Uhr vormittags den Gipfel des K2 (8611 m), des zweithöchsten Berges der Erde erreicht zu haben. Stangl sei bei dieser Tour insgesamt 70 Stunden unterwegs gewesen, das wäre Rekordzeit gewesen. Er wäre zudem der erste Bergsteiger seit 2008 gewesen, der den Gipfel des K2 erreicht hätte. Für das von ihm „14 Seven Summits“ getaufte Projekt, was die Besteigung der Seven Summits und der Seven Second Summits meint, fehle dem Steirer somit noch der Mount Tyree, den Stangl noch im Dezember 2010 besteigen wollte.

Allerdings gab es sehr schnell Zweifel an dieser Besteigung. So sollen laut den Bergsteigern, die mit Stangl zur gleichen Zeit am K2 waren, wie Zsolt Török, George Dijmarescu und Maxut Zhumayev, keine Spuren von Stangl auf dem von ihm selber beschriebenen Weg vorhanden gewesen sein. Die von Stangl beschriebene Route konnte er also ihrer Meinung nach nicht genommen haben.

Auch das Wetter auf den Bildern der Gipfelbesteigung passte nicht zu den am Tag der Beschreibung vorherrschenden Bedingungen. So zeigen die Bilder einen sonnigen Tag, im Gegensatz zu den Beobachtungen der Bergsteiger am K2.

Weiterhin war Stangl nach der Rückkehr vom K2 bei bester Gesundheit, kein Anzeichen einer Erschöpfung war zu erkennen. Noch am gleichen Tag trat Stangl den Heimweg an. So blieben zwei ungenaue Fotos der einzige Beweis des Gipfelerfolges, da er weder Handy noch GPS-Gerät bei sich trug.

Stangl selber gab auf Nachfrage an, sich zu diesem Thema nicht äußern zu wollen,[19] nahm jedoch kurz darauf in einer E-Mail Stellung zu den Vorwürfen und begründete das ungenaue Gipfelfoto mit der Tatsache, allein auf dem Gipfel gestanden zu haben, sowie beim Abstieg teilweise einen anderen Weg genommen zu haben und so den anderen Bergsteigern nicht begegnet zu sein.[20]

Am 7. September 2010 gab Stangl zu, dass er den Gipfel des K2 nicht erreicht hatte. Das vermeintliche Gipfelfoto sei etwa 1.000 Höhenmeter unter dem Gipfel aufgenommen worden. Stangl gab an, so sehr unter Druck gestanden zu sein, dass er sich die Gipfelbesteigung nur eingebildet habe.[21] Laut Medienberichten vom 8. September 2010 hatte Stangl das Basislager in 5.300 m Höhe gar nicht verlassen. Da das Wetter am betreffenden Tag nicht zum Himmel am „Gipfelfoto“ passt und das Foto nach einem Vergleich mit früheren Bildern in der Nähe von Lager 3 aufgenommen wurde, geht man davon aus, dass es von einem früheren Versuch stammt.[22][23]

Triple Seven Summits[Bearbeiten]

Der K2-Skandal hatte Stangl zu einem radikalen Umdenken bewogen, er zog sich zeitweise aus der Öffentlichkeit zurück, setzte aber nach einer längeren Unterbrechung seine Besteigungen auf den sieben Kontinenten fort. Das Seven Second Summits Projekt hatte er erweitert, fortan ging es ihm darum als erster Mensch die drei höchsten Berge aller sieben Kontinente zu besteigen, die sogenannten Triple Seven Summits ("21 Weltberge im 21. Jahrhundert"). Das beinhaltete für Stangl auch eine Abkehr vom Speed-Bergsteigen, er legte nun erheblich größeren Wert auf die exakte Dokumentation seiner Erfolge (Fotos, Videos, GPS-Tracks).

Noch Ende 2010 gelang ihm die Besteigung des Pico de Orizaba (5.636m, Mexiko), der dritthöchste Berg von Nordamerika. Im Frühjahr 2011 fuhr Stangl mit einem einfachen Militärfahrrad vom indischen Ozean in den Himalaja, wanderte dann 11 Tage ins Basislager des Kangchendzönga (8.586 m), und konnte nach insgesamt 76 Tagen den Gipfel des dritthöchsten Berges von Asien erreichen. In der Fachwelt erntete er für diese Achttausendertour by fair means einige Anerkennung. Im Sommer 2011 ging es erneut zum K2, aber wie schon seit 2008 konnte auch in dieser Saison kein Bergsteiger den Gipfel von der pakistanischen Seite aus erreichen.[24][25][26][27]

Für Ende 2011 plante Stangl eine Expedition um den Mount Tyree (4.852 m), den zweithöchsten Berg der Antarktis zu besteigen. Da für Stangl die Seven Second Summits nur noch ein Zwischenziel für sein 21 Weltgipfel Projekt waren lud er seinen Mitbewerber Hans Kammerlander ein, die Mount Tyree Besteigung gemeinsam zu machen. Am 3. Januar 2012 gelangten alle drei Expeditionsteilnehmer, Stangl, Kammerlander und der Österreicher Robert Miller über die Ostwand und den Nordostgrat auf den Gipfel des Mount Tyree.[28]

Im Februar 2012 stand für Stangl eine erneute Reise nach Neuguinea auf dem Programm, zuvor hatten ungenaue und teils veraltete Messungen erhebliche Unsicherheiten für die Rangfolge der höchsten Berge Ozeaniens bewirkt. Der deutsche Alpin-Chronist Eberhard Jurgalski hatte darauf hingewiesen, daß umfassende NASA-Messungen aus dem Jahr 2000 (Shuttle Radar Topography Mission, SRTM) zeigen, daß der Puncak Mandala höher als der Puncak Trikora ist. Die Besteigung des Puncak Mandala (4.758m) erfolgte am 28. Februar 2012 über die Nordseite. Dabei setzte Stangl, wie bereits bei früheren Besteigungen, GPS-Technik ein um zusätzliche Sicherheit zu erlangen, er bestätigte die US-amerikanischen Radarmessungen. (siehe Seven Second Summits)[29][30][31][32]

Im Sommer 2012 folgte eine neue K2-Expedition, die Bedingungen waren dieses mal deutlich besser in den Jahren davor. Am späten Abend des 30. Juli begannen Stangl und der polnische Bergsteiger Adam Bielecki ihren entscheidenden Aufstieg direkt von Lager III (7.400 m) und gelangten am nächsten Tag gegen 16 Uhr auf den Gipfel des mit 8611 Metern zweithöchsten Berges der Welt. Die Bergsteiger hatten die Besteigung ohne zusätzlichen Sauerstoff absolviert und erreichten nach insgesamt 23 Stunden wieder das Lager III.[18][33][34][35]

Nach dem Erfolg am K2 konnte Stangl sich den letzten noch fehlenden Bergen seines Projekts widmen. Im Dezember 2012 bestieg er den Rwenzori (5.109 m) an der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Uganda. Die GPS-Messungen bestätigten das der Margherita Peak (höchster Gipfel des Rwenzori-Massivs) nur der viert-höchste Berg Afrikas ist.[36][37]

Neue geografische Erkenntnisse veranlassten Stangl im Januar 2013 zu einer weiteren Neuguinea-Expedition. Die Mitarbeiter der US-amerikanischen Internetplattform Peakbagger.com hatten 2012 eine Aufstellung der Seven Second Summits veröffentlicht, bei der erstmals der Sumantri mit 4870 Metern Höhe und 350 Metern topografischer Prominenz als zweithöchster Berg Ozeaniens aufgeführt wurde. Stangl hatte im Laufe der Jahre bereits mehrere andere Gipfel auf Neuguinea bestiegen, konnte aber diese Informationen nicht ignorieren, da er eine umfassende internationale Anerkennung seiner Erfolge anstrebte. Stangl bestieg am 13. Januar 2013 den Sumantri und machte Vermessungen mit GPS. Anschließend bestätigte er die neuen Erkenntnisse und musste seine eigene Aufstellung der Triple Seven Summits entsprechend korrigieren.[38][39][40][41]

Ende Januar 2013 bestieg Stangl auch die drei höchsten Berge des australischen Festlandes, den Mount Kosciuszko (2.228 m), den Mount Townsend (2.209 m) und den Mount Twynam (2.195 m) in den Snowy Mountains von New South Wales (Bass-Kriterien).[13]

Für den Abschluss des Projekts reiste Stangl in den Kaukasus und bestieg am 23. August 2013 zusammen mit dem Georgier Archil Badriashvili und dem Österreicher Michael Haidn den 5193 Meter hohen Shkhara über die Südwand. Der dritthöchste Berg Europas war der letzte Berg für die Triple Seven Summits.[42][43]

Anschließend wurden Stangls Erfolge vom Chronisten Eberhard Jurgalski, der Fachkommission von Guinness World Records und zahlreichen internationalen Alpin-Journalisten bestätigt.[44][45][46][47][48][49][50][51][52][53][54][55][56][57]

Von Guinness World Records wurden Stangl insgesamt drei Alpinismus-Rekorde zuerkannt:

  • Erster Bergsteiger auf den Triple Seven Summits, erreicht in einem Zeitraum von sieben Jahren (Mount Everest 2006 - Shkhara 2013).[58]
  • Erster Bergsteiger auf den Seven Second Summits, erreicht in einem Zeitraum von sechs Jahren (Ojos del Salado 2007 - Sumantri 2013).[59]
  • Erster Bergsteiger auf den Seven Third Summits'', erreicht in einem Zeitraum von fünf Jahren (Mount Shinn 2008 - Shkhara 2013).[60]

Tabelle der Triple Seven Summits[Bearbeiten]

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Daten von Christian Stangls Besteigungen für das Triple Seven Summits Projekt. Sie basiert im Wesentlichen auf einer im Jahr 2013 von Eberhard Jurgalski erstellten Auflistung. Bei der Nummerierung wurde berücksichtigt das es sich eigentlich um 21 Berge handelt wobei die alpinistische Tradition zwei leicht unterschiedliche Varianten anerkennt, die Bass-Version (B) und die anspruchsvollere Messner-Version (M).[45][43]

Nr. Datum Berg Höhe Kontinent Besteigungsserie M B Anmerkungen
1 25. Mai 2006 Mount Everest 000000000008848.00000000008.848 m Asien Seven Summits Nordroute, Skyrun 16:42h, ohne zusätzlichen Sauerstoff
2 23. November 2007 Aconcagua 000000000006962.00000000006.962 m Südamerika Seven Summits 1990, 2002, 2007. Skyrun 4:25h (2002, Rekord)
3 26. Mai 2007 Denali 000000000006194.00000000006.194 m Nordamerika Seven Summits West Buttress Route, Skyrun 16:45h
4 13. Februar 2009 Kibo 000000000005895.00000000005.895 m Afrika Seven Summits Rongai Route, Skyrun 5:36h (2004)
5 3. Juni 2012 Elbrus 000000000005642.00000000005.642 m Europa Seven Summits 2004, 2006, 2012. Skyrun 5:18h (2006, Rekord)
6 07. Dezember 2007 Mount Vinson 000000000004892.00000000004.892 m Antarktis Seven Summits 2007, 2009. Skyrun 9:10h (2007, Rekord)
7a 08. April 2007 Carstensz Pyramide 000000000004884.00000000004.884 m Ozeanien / Australien Seven Summits Nordwand, Harrer-Route, Skyrun 0:49h (Rekord)
7b 27. Januar 2013 Mount Kosciuszko 000000000002228.00000000002.228 m Ozeanien / Australien Seven Summits
8 31. Juli 2012 K2 000000000008611.00000000008.611 m Asien Seven Second Summits Südostgrat (Abruzzi), ohne zusätzlichen Sauerstoff
9 24. Februar 2007 Ojos del Salado 000000000006893.00000000006.893 m Südamerika Seven Second Summits Gipfel: 1996, 2007. Skyrun 3:44h (2007)
10 22. Mai 2010 Mount Logan 000000000005959.00000000005.959 m Nordamerika Seven Second Summits King Trench Route
11 06. September 2009 Dychtau 000000000005205.00000000005.205 m Europa Seven Second Summits Nordwestgrat
12 06. Februar 2009 Batian 000000000005199.00000000005.199 m Afrika Seven Second Summits Nelion-Ostwand und Gratübergang zum Batian
13 03. Januar 2012 Mount Tyree 000000000004852.00000000004.852 m Antarktis Seven Second Summits Route über NO-Grat und Ostwand
14a 15. Januar 2013 Sumantri 000000000004870.00000000004.870 m Ozeanien / Australien Seven Second Summits Südflanke, Traverse von Ngga Pulu und Sumantri
14b 28. Januar 2013 Mount Townsend 000000000002209.00000000002.209 m Ozeanien / Australien Seven Second Summits
15 20. Mai 2011 Kangchendzönga 000000000008586.00000000008.586 m Asien Seven Third Summits Südwestflanke, ohne zusätzlichen Sauerstoff
16 21. Dezember 2008 Monte Pissis 000000000006795.00000000006.795 m Südamerika Seven Third Summits Route über die Nordflanke
17 16. Dezember 2010 Pico de Orizaba 000000000005636.00000000005.636 m Nordamerika Seven Third Summits Route via Refugio Piedra Grande
18 23. August 2013 Shkhara 000000000005193.00000000005.193 m Europa Seven Third Summits Südostwand
19 12. Februar 2009 Mawenzi 000000000005148.00000000005.148 m Afrika Seven Third Summits Öhler Route Variation
20 25. November 2008 Mount Shinn 000000000004660.00000000004.660 m Antarktis Seven Third Summits Erstbegehung direkte Südwand, solo
21a 28. Februar 2012 Puncak Mandala 000000000004758.00000000004.758 m Ozeanien / Australien Seven Third Summits Neuroute über die NW-Flanke
21b 28. Januar 2013 Mount Twynam 000000000002195.00000000002.195 m Ozeanien / Australien Seven Third Summits

Neben den oben aufgeführten 21 Bergen der Messner-Version, die Stangl als die eigentlichen "21 Weltberge" ansieht, bestieg er, um allen Definitionen zu genügen und einige Unklarheiten zu beseitigen, noch neun weitere Gipfel auf drei Kontinenten. Die Besteigung der drei höchsten Berge des australischen Festlandes, Mount Kosciuszko, Mount Townsend und Mount Twynam erfolgte um auch der Bass-Version zu genügen. Im Jahr 2013 bestieg er im Rahmen des Projekts nochmals die drei höchsten Berge der Alpen, Mont Blanc, Dufourspitze und Dom. In der Geografie ist es eine von mehreren üblichen Lehrmeinungen die Grenze zwischen Europa und Asien nördlich des Kaukasus entlang der Manytschniederung zu ziehen. Damit wären die Alpen das höchste Gebirge Europas und Mont Blanc (4.810 m), Dufourspitze (4.634 m) und Dom (4.545 m) die drei höchsten Berge des Kontinents. Drei weitere Gipfel wurden aufgrund von zeitweiligen Unklarheiten bezüglich der Höhenangaben bestiegen, das waren Ngga Pulu (2007) und Puncak Trikora (2010) in Ozeanien sowie der Rwenzori (Margherita Peak) in Afrika (2012).[37][13]

Andere Unternehmungen und Privates[Bearbeiten]

Christian Stangl unternahm bereits in seiner Jugend lange Fahrradtouren. So fuhr er 1985 in 28 Tagen quer durch die Alpen, wobei er Matterhorn, Mont Blanc, Eiger, Piz Palü, Cevedale, Königsspitze und Ortler bestieg.[9] 2005 durchquerte Stangl die Atacamawüste in Nord-Süd Richtung allein in 34 Tagen, wobei er eine Strecke von 900 Kilometern zurücklegte.[9] Als Training unternimmt er lange Fahrradtouren, so fuhr er etwa 2001 in 21 Tagen von Admont nach Gibraltar.[61] Im Rahmen der Triple Seven Summits fuhr Stangl 2013 mit dem kompletten Expeditionsgepäck von Österreich in den Kaukasus und zurück.[13]

Christian Stangl lebt Hall bei Admont (Steiermark) und arbeitet als staatlich geprüfter Berg- und Skiführer und als Projektmanager. Er hält Multimediavorträge über seine Besteigungen und leitet Seminare für Führungskräfte.[62][63]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Christian Stangl und Ernst Kren: Skyrunner. Unglaubliche Aufstiege eines alpinen Protagonisten. Leykam, Oktober 2009, ISBN 3701176426.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel über Christian Stangl auf www.alpin.de. Abgerufen am 2. August 2010.
  2. Tiroler Tageszeitung (tt.com): Alpiner Rekord - Christian Stangl hat die „Triple Seven Summits“ bezwungen (27. August 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  3. 2nd/3rd Facts http://www.8000ers.com/cms/en/news-mainmenu-176/1-latest/304-kammerlanderstangl-second-and-third-seven-facts.html
  4. Nachrichten.at: Stangl hat Puzzle komplett: „Triple Seven Summits“ (27. August 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  5. Spiegel.de: Höchste Berge der Kontinente: Stangl schafft den "Triple Seven Summits" (28. August 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  6. Alpin.de: Druckfrisch: Christian Stangl steht im Guiness Buch (10. September 2014), abgerufen am 12. Dezember 2014
  7. Bergsteigen.com: Christian Stangl im Guinness Book of World Records (18. September 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  8. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 15-17
  9. a b c d e f Stangl, Kren, Skyrunner, S. 184-190
  10. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 24-29
  11. Richard Sale, Eberhard Jurgalski, George Rodway: Herausforderung 8000er: die höchsten Berge der Welt im 21. Jahrhundert. Tyrolia, Innsbruck/Wien 2013. S. 108f.
  12. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 65-67
  13. a b c d e f g h Christian Stangl: Curriculum Vitae - Activities since 1985, abgerufen am 23. November 2014
  14. a b Stangl, Kren, Skyrunner, S. 66
  15. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 158
  16. Slideshow mit Zeitangaben auf sueddeutsche.de. Abgerufen am 1. Februar 2010.
  17. Climb Magazine, Mountain INFO March 2010, Issue 61, S. 74, abgerufen 18. November 2014.
  18. a b c Christian Stangl: K2 - GIPFEL am 31.Juli 2012 - 8.611m – ohne Flaschensauerstoff, abgerufen am 23. November 2014
  19. Stangls Statement auf 8000ers.com. Abgerufen am 31. August 2010.
  20. Streit um Gipfelsiege von Stangl auf bergsteigen.com. Abgerufen am 1. September 2010.
  21. Besteigung „nur eingebildet“ auf ORF.at. Abgerufen am 8. September 2010.
  22. Stangl: Ich war doch nicht auf dem K2 auf bergsteigen.com. Abgerufen am 14. September 2010.
  23. Doppelte Gipfellüge: Stangl war nur im 5.300-Meter-Lager auf krone.at. Abgerufen am 14. September 2010.
  24. Steve Auch (uptothetop.de): Interview mit Hans Kammerlander (19. März 2012), abgerufen am 23. November 2014
  25. Thomas Rottenberg (derStandard.at): Die Wandlung des Skyrunners (28. November 2011), abgerufen am 23. November 2014
  26. Alpin.de - Christian Stangl - Mit dem Rad zum Kanchenjunga (18. August 2011), abgerufen am 23. November 2014
  27. Bergsteigen.com - Christian Stangl - Sieg am Kanchenjunga, Rückkehr am K2 (15. August 2011), abgerufen am 23. November 2014
  28. Alpin.de - Bericht über die erfolgreiche Mount Tyree Expedition, abgerufen am 20. Oktober 2014
  29. Tagesanzeiger.ch - Eberhard Jurgalski: Fakten, Zweifel und "Arschlöcher", abgerufen am 23. November 2014
  30. Andreas Lesti: Hans Kammerlanders scharfer Grat. In: FAZ.NET. 3. April 2012, abgerufen am 4. April 2012.
  31. Christian Stangl: Puncak Mandala, abgerufen am 23. November 2014
  32. Eberhard Jurgalski (8000ers.com): Kammerlander/Stangl: "Seven Second" and "Third" Facts, abgerufen am 23. November 2014
  33. Spiegel.de - Extrembergsteigen: Stangl bezwingt den K2 (03. August 2012), abgerufen am 23. November 2014
  34. Alpin.de - Video: Stangl war auf dem Gipfel des K2 (13. August 2012), abgerufen am 23. November 2014
  35. Nachrichten.at - Christian Stangl stellte Video von K2-Gipfel ins Internet (9. August 2012), abgerufen am 23. November 2014
  36. Bergsteigen.com - Triple Seven Summits (29. August 2013), abgerufen am 23. November 2014
  37. a b Christian Stangl: Mawenzi, abgerufen am 23. November 2014
  38. Christian Stangl: Sumantri – der Zweithöchste von Ozeanien, abgerufen am 23. Oktober 2014
  39. Eberhard Jurgalski (8000ers.com): Tabelle der höchsten, zweithöchsten und dritthöchsten Berge der Kontinente, abgerufen bei skyrunning.at am 20. Dezember 2013
  40. Chris Myagar: Peakbagger.com – Ngga Pulu (englisch), abgerufen am 20. Dezember 2013
  41. NZZ.ch: Triple Seven Summits – Ein Wettlauf um 21 Gipfel abgerufen am 20. Dezember 2013
  42. Spiegel.de - Christian Stangl schafft als Erster Triple Seven Summits (28. August 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  43. a b Christian Stangl: Curriculum Vitae - Activities since 1985 und Besteigungsdaten der Triple Seven Summits zusätzliche Details (Routen usw.) entstammen den jeweiligen Seiten zu den 21 Bergen auf Stangls Webseite (skyrunning.at), abgerufen am 23. November 2014
  44. Eberhard Jurgalski (8000ers.com): Alpine History - Triple Seven Summits finished (27. August 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  45. a b Eberhard Jurgalski: Tabelle der Triple Seven Summits mit Besteigungsdaten von Stangl und weiteren Bergsteigern download als PDF, ca. 7 kB, abgerufen am 20. Dezember 2013
  46. Alpin.de: Christian Stangl schafft's ins Guiness Buch (20. September 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  47. Bergsteigen.com: Christian Stangl im Guinness Book of World Records (18. September 2013), abgerufen am 12. Dezember 2014
  48. FAZ.net: Drei Weltrekorde – Die 21 Gipfel und eine Kuriosität des Christian Stangl abgerufen am 12. Dezember 2014
  49. SpiegelOnline.de: Höchste Berge der Kontinente: Stangl schafft den „Triple Seven Summits“ abgerufen am 12. Dezember 2014
  50. NZZ.ch: Triple Seven Summits – Ein Wettlauf um 21 Gipfel abgerufen am 12. Dezember 2014
  51. Desnivel.com: Segundas 7 cimas – Cual es la segunda cumbre mas alta de Oceania (spanisch) abgerufen am 12. Dezember 2014
  52. Desnivel.com: Christian Stangl: “Me siento como un alpinista del siglo XIX” (spanisch) abgerufen am 12. Dezember 2014
  53. Climbing.com: Stangl Completes Triple Seven Summits (englisch) abgerufen am 12. Dezember 2014
  54. Montagna.tv: Christian Stangl in vetta allo Shkhara: è il primo sulle “triple seven summits” (italienisch) abgerufen am 12. Dezember 2014
  55. Bergsteiger.de: Weltrekord: Triple Seven Summits bestiegen abgerufen am 20. Dezember 2013
  56. British Mountaineering Council: Christian Stangl completes the Triple Seven Summits (englisch) abgerufen am 12. Dezember 2014
  57. American Alpine Journal - Lindsay Griffin: Completion of Triple Seven Summits (in: AAJ 2014, Volume 56, Issue 88, Page 365), abgerufen am 12. Dezember 2014
  58. Guinness World Records: First person to climb the Triple Seven Summits, abgerufen am 12. Dezember 2014
  59. Guinness World Records: First person to climb the Second Seven Summits, abgerufen am 12. Dezember 2014
  60. Guinness World Records: First person to climb the Third Seven Summits, abgerufen am 12. Dezember 2014
  61. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 144
  62. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 9, 238
  63. Stangl, Kren, Skyrunner, S. 222