Christian Weber (Bremen)

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Christian Weber (* 1. Juli 1946 in Krobsdorf in Schlesien) ist Präsident der Bürgerschaft der Freien Hansestadt Bremen und Mitglied der SPD.

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Biografie [Bearbeiten]

Ausbildung und Beruf [Bearbeiten]

Nach Abschluss der Höheren Handelsschule machte Weber zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann, bevor er über den Zweiten Bildungsweg das Abitur nachmachte. Von 1973 bis 1979 studierte er in Göttingen und Bremen Lehramt für die Sekundarstufe II mit der Fächerkombination Geographie und Sozialkunde. 1984 übernahm er im Verein Jugendwerkstätten Bremen die Geschäftsführung, die er bis Mitte der 1990er Jahre innehatte.

Politik [Bearbeiten]

Weber ist seit 1972 Mitglied der SPD. 1977 wurde er in den Vorstand des SPD-Ortsvereins Hastedt gewählt und von 1986 bis 1990 führte er dort den Vorsitz. Von 1978 bis 1990 gehörte er dem Beirat Hemelingen an. Von 1979 bis 1990 war er Sprecher des Beirats. Von 1983 bis 1990 war er zudem Sprecher des Gesamtbeirats für Bremen.

Seit dem 10. September 1990 ist er Abgeordneter der Bremischen Bürgerschaft. Von 1995 bis 1999 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion. Am 7. Juli 1999 übernahm er als Nachfolger von Reinhard Metz (CDU) das Amt des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft.

In dieser Funktion geriet Weber im Juli 2007 in die öffentliche Kritik, weil er das Amt des Direktors der Bremischen Bürgerschaft an die ehemalige Sozialsenatorin Karin Röpke (SPD) vergeben wollte, die im Zusammenhang mit dem „Fall Kevin“ zurückgetreten war.[1][2][3] Zuvor hatte er den bisherigen Direktor Rainer Oellerich vorzeitig in den Ruhestand versetzen lassen. Wegen einer Konkurrentenklage blieb die Funktion zunächst unbesetzt, bevor 2009 Karl-Heinz Hage neuer Direktor wurde. Nach gut zwei Jahren wurde Karl-Heinz Hage wiederum vorzeitig entlassen.[4][5]

Er ist vertreten im Vorstand der Bremischen Bürgerschaft, Ausschuss für Integration, Bundes- und Europaangelegenheiten, internationale Kontakte und Entwicklungszusammenarbeit, Haushalts- und Finanzausschuss (Land und Stadt), Landesbeirat für Sport, nichtständigen Ausschuss zur Änderung der Landesverfassung, Rechnungsprüfungsausschuss (Land und Stadt) und im Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss.

Weitere Ämter und Mitgliedschaften [Bearbeiten]

Weber ist Vorsitzender der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe. Er ist seit 2007 Präsident des Bremer Turnverbandes. Er ist Mitglied im Vorstand der Günter-Grass-Stiftung, Ehrenmitglied im Landesverband der Gartenfreunde Bremen e. V., Landesvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Mitglied im Bürgerhaus Hemelingen, Mitglied beim Arbeiter-Samariter-Bund, Mitglied beim Deutschen Roten Kreuz, Mitglied in der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und Mitglied der Arbeiterwohlfahrt.

Quellen [Bearbeiten]

  1. Meldung im „Weser-Kurier“ vom 24. Juli 2007
  2. Kommentar im „Weser-Kurier“ vom 24. Juli 2007
  3. Meldung im „Weser-Kurier“ vom 26. Juli 2007
  4. Klaus Wolschner: Streit um Bürgerschaftsdirektor - Grüne werfen SPD Klüngelei vor - taz vom 27. Juni 2012
  5. Klaus Wolschner: "Privilegien feudaler Art" - taz vom 16. April 2012

Weblinks [Bearbeiten]