Christian Wehrschütz

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Christian Ferdinand Wehrschütz (* 9. Oktober 1961 in Graz) ist ein österreichischer Journalist.

Leben[Bearbeiten]

Nach der erfolgten Matura 1980 am BG/BRG Kirchengasse (Graz-Geidorf), hat Wehrschütz von 1981 bis 1985 an der Universität Graz Jus studiert. Außerdem studierte er Slawistik, schloss dieses Studium aber nicht ab.

Wehrschütz ist Milizoffizier und hat den Dienstgrad Major erreicht.

Er war in den Jahren 1987 bis 1990 Chefredakteur der Wochenzeitung der FPÖ und Autor bei verschiedenen Zeitschriften. 1988 volontierte er bei der Neuen Zuercher Zeitung und schrieb in weiterer Folge für dieses Blatt einige Jahre Rezensionen in der Rubrik „Das politische Buch“. Seit 1991 ist er beim ORF, wo er bis 1992 beim Teletext war und danach bis 1999 beim Radio im aktuellen Dienst.[1]

Im Jahr 1999 wurde Wehrschütz als Balkan-Experte vom ORF nach Belgrad entsandt und betreut von dort aus die Berichterstattung über das ehemalige Jugoslawien und Albanien. Zwei Jahre war er auch für Bulgarien zuständig.

Er schreibt regelmäßig für die Kleine Zeitung über den Balkan. Außerdem verfasste er viele Aufsätze für diverse Publikationen. Er ist Autor zweier Bücher, die in der Verlagsgruppe Styria erschienen sind: Im Kreuzfeuer, Am Balkan zwischen Brüssel und Belgrad (2009) und Brennpunkt Balkan, Blutige Vergangenheit – Ungewisse Zukunft (2013).

Im Juni 2011 kandidierte Wehrschütz als unabhängiger Bewerber für das Amt des Generaldirektor des ORF.[2]

Wehrschütz spricht Englisch, Russisch, Ukrainisch, Serbisch, Französisch, Slowenisch, Mazedonisch und Albanisch. Er ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

Für seine journalistischen Leistungen wurde Wehrschütz mit dem Österreichischen Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung (verliehen im Oktober 2000 durch das Bundesministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur) und dem Leopold-Kunschak-Pressepreis (verliehen im März 2007) ausgezeichnet.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Im Kreuzfeuer: am Balkan zwischen Brüssel und Belgrad. Molden, Wien/Graz/Klagenfurt 2009, ISBN 978-3-85485-247-6.
  • Brennpunkt Balkan – Blutige Vergangenheit, ungewisse Zukunft. Styria premium, Wien 2013, ISBN 978-3-222-13427-2.

Auszeichnungen und Preise[Bearbeiten]

  • 2000: Österreichischer Staatspreis für publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen Landesverteidigung
  • 2007: Leopold Kunschak-Pressepreis

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Götz: Porträt der Woche: Ein Kämpfer gegen Windmühlen. In: Kleine Zeitung vom 8. August 2011, S.7.
  2. Der Standard: Wehrschütz bewirbt sich für ORF-Generalswahl