Christian von Dänemark (1603)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kronprinz Christian von Dänemark

Christian von Dänemark (* 10. April 1603 in Kopenhagen; † 2. Juni 1647 in Gorbitz bei Dresden) war als Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und dessen Frau Anna Katharina von Brandenburg Kronprinz von Dänemark und Norwegen, starb aber noch vor seinem Vater.

Leben[Bearbeiten]

Christian wurde 1608 vom Reichsrat zum Thronerben in Dänemark bestimmt. Er erhielt eine erstklassige Ausbildung und führte die Regentschaft, als sein Vater 1626 in Deutschland eine Armee führte. Er geriet in dieser Zeit wegen seiner Beziehung zur nicht standesgemäßen Adligen Anne Lykke und seines ausschweifenden Lebensstils in Widerspruch zu seinem Vater und wurde bald faktisch von der Regierung ausgeschlossen. Im Jahr 1634 heiratete er Magdalena Sibylle, eine Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen. Die Hochzeit wurde unter Teilnahme von Abgesandten aller europäischen Fürstenhäuser pompös gefeiert, um zu demonstrieren, dass Dänemark-Norwegen trotz seiner erfolglosen Teilnahme im Dreißigjährigen Krieg immer noch eine europäische Großmacht darstellte.

Seine Ehe blieb kinderlos. Infolge seines verderblichen Lebensstils erkrankte der Prinz und starb während einer Kur noch zu Lebzeiten seines Vaters und trat daher nie die Thronfolge an. Er war ein großer Sammler von Antiquitäten und Kunstgegenständen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mara R. Wade: Triumphus Nuptialis Danicus. German Court Culture and Denmark. The Great Wedding of 1634. Harrassowitz, Wiesbaden 1996, ISBN 3-447-03899-3 (Wolfenbütteler Arbeiten zur Barockforschung 27).
  • Eintrag im Dansk biografisk leksikon (dänisch)

Weblinks[Bearbeiten]