Christiane Kofler

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Christiane Kofler (2003)

Christiane Kofler (geb. Hansen; auch: Christiane zu Salm, * 2. Oktober 1966 in Mainz) ist eine deutsche Medienunternehmerin und Kunstsammlerin.

Von 1998 bis 2001 war sie Geschäftsführerin von MTV Central Europe, danach bis 2005 Geschäftsführerin und Anteilseignerin des Privatsenders tm3, den sie später in den Gewinnspielsender 9Live umwandelte.[1] 9Live stellte am 9. August 2011 den Sendebetrieb ein.

Von April 2008 bis November 2008 leitete sie als Vorstand von Hubert Burda Media das Ressort Cross Media.[1] Seit 2007 hält Christiane Kofler einen Sitz im Verwaltungsrat der Schweizer Mediengruppe Ringier AG. Von 2008 bis 2012 war sie außerdem Mitglied der Monopolkommission.[2]

Von November 2007 bis 2010 zeigte sie im neuen Chipperfield-Bau am Kupfergraben in Berlin ausgewählte Werke aus ihrer Kunstsammlung von Kurt Schwitters, Isa Genzken, Pae White und anderen.[3]

Leben[Bearbeiten]

Die Tochter des Verlegers Volker Hansen besuchte das christliche Mädchengymnasium Maria Ward-Schule in Mainz. 1985 bis 1988 machte sie eine Lehre zur Verlagsbuchhändlerin beim S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main. Im selben Jahr begann sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, das sie 1992 mit den Studienschwerpunkten Strategische Unternehmensführung und Marketing abschloss.

1993 wurde sie Referentin der Geschäftsführung der UFA Film- und Fernseh GmbH unter Bernd Schiphorst in Hamburg. 1994 wurde sie Abteilungsleiterin Merchandising & Musikproduktionen der Grundy UFA TV Produktions GmbH in Berlin, gründete einen Musikverlag und ein Musiklabel. 1995 bis 1997 war sie Leiterin des Kinderprogramms der UFA Fernsehproduktion GmbH.

1997 machte sie sich als geschäftsführende Gesellschafterin des Musikverlags Media Branding GmbH selbstständig. 1998 wurde sie Geschäftsführerin von MTV für die Länder Deutschland, Österreich und Schweiz. Im März 2001 verließ sie den Sender, um Vorstandsvorsitzende der Euvia Media AG zu werden. 2001 bis 2005 war sie Geschäftsführerin und Anteilseignerin des Privatsenders tm3, den sie später in 9Live umbenannte. Sie wurde zugleich Geschäftsführerin der Euvia Travel GmbH, der Einkaufs- und Betreibergesellschaft von sonnenklar TV und Vorsitzende der Geschäftsführung der 9Live Fernsehen GmbH & Co. KG. Der Sender finanzierte sich hauptsächlich durch umstrittene telefonische Gewinnspiele. Nach dem Verkauf ihrer Geschäftsanteile an sonnenklar TV und 9Live an die ProSiebenSat.1 Media AG gab sie diese Tätigkeit im September 2005 auf. Anschließend war sie bis 2008 Mitglied im Advisory Board des Auktionshauses Phillips de Pury & Company.

Von Februar 2006 bis März 2008 saß sie im deutschen Beirat des spanischen Hotspot-Netzwerks FON. Im Frühjahr 2007 legte sie den Medien-Fond About Change Ventures auf, der in digitale Medienunternehmen im In- und Ausland investiert.[4]

Von April 2008 bis November 2008 leitete sie als Mitglied des Vorstands von Hubert Burda Media das eigens für sie geschaffene Ressort Cross Media.[1] Damit zählten Internet-TV, Handy-TV sowie crossmediale Formate für verschiedene Medien zu ihren Aufgabenbereichen.[5] Bereits im November 2008 verließ sie allerdings den Konzern wieder, nachdem sie aus persönlichen Gründen um eine vorzeitige Auflösung ihres Vertrages gebeten hatte, blieb allerdings noch bis Ende 2009 Beraterin des Konzerns.[6]

Als Senior Advisor war sie bei der Investmentbank JPMorgan mit den Bereichen M&A und Investment Banking betraut. An der Universität der Künste in Berlin lehrte sie als Gastprofessorin Medienmanagement. Kofler ist Mitglied der Expertenkommission für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Bertelsmann Stiftung..[7]

Privates[Bearbeiten]

Die Managerin heiratete 1995 Ludwig Prinz zu Salm-Salm. Die Ehe wurde 2002 geschieden.

Später lebte sie mit dem früheren Vorstandsvorsitzenden des TV-Senders Premiere, Georg Kofler zusammen, mit dem sie inzwischen verheiratet ist.

Werke[Bearbeiten]

  • Christiane zu Salm: Zaubermaschine interaktives Fernsehen? TV-Zukunft zwischen Blütenträumen und Businessmodellen. Gabler, Wiesbaden 2004, ISBN 3-409-12637-6.
  • Christiane zu Salm: Manifesto Collage: Über den Begriff der Collage im 21. Jahrhundert. Defining Collage in the Twenty-First Century. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-86984-340-7.
  • Christiane zu Salm: Dieser Mensch war ich. Nachrufe auf das eigene Leben. Goldmann, München 2013, ISBN 978-3-442-31350-1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Christiane zu Salm verstärkt Vorstand. In: Focus, 11. Dezember 2007.
  2. Monopolkommission: Mitglieder
  3. About Change, Collection
  4. Christiane zu Salm investiert in digitale Medien. In: Heise online, 14. April 2007.
  5. Neuer Job bei Burda. In: Manager Magazin, 11. Dezember 2007.
  6. Isabell Hülsen: Hubert Burdas Kronprinzessin geht. In: Spiegel Online, 10. November 2008.
  7. Die Mitglieder der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung. In: Bertelsmann Stiftung (PDF; 50 kB).