Christina Gyllenstierna

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Denkmal am Stockholmer Königsschloss

Christina Gyllenstierna (* 1494/95; † Januar 1559) war die Ehefrau des schwedischen Reichsverwesers Sten Sture der Jüngere und setzte nach dessen Tod den Widerstand gegen Christian II. fort.

Familie[Bearbeiten]

Christina Nilsdotter von Fogelvik hatte dänische und schwedische Wurzeln. Sten Sture war ab 16. November 1511 mit ihr verheiratet. Sie hatten drei Söhne und Töchter:

  • Nils Sture (1512–1527)
  • Iliana Sture (Stensdotter) (1514–)
  • Magdalena Sture (Stensdotter) (1516–1521)
  • Svante Sture d.J. (Stensson) (1517–1567)
  • Anna Sture (Stensdotter) (1518–)
  • Gustav Sture (1519–1520)

Später war sie noch auf Drängen von Gustav Vasa mit Johan Turesson Tre Rosor verheiratet[1].

Geschichte[Bearbeiten]

Im Machtkampf um Erhalt der Kalmarer Union kam es nach einem erfolglosen Versuch, 1518–1520 die Unabhängigkeit Schwedens durchzusetzen, zum Einmarsch der Dänen in Schweden. Am 19. Januar 1520 wurde Sten Sture bei der Schlacht bei Bogesund schwer verletzt und starb am 3. Februar. Seine Frau versuchte die schwedischen Stände gegen den Einmarsch der Dänen zu einen, konnte aber nur Stockholm halten und willigte nach vier Monaten Belagerung in den Waffenstillstand und einer damit versprochene Amnestie ein. Nach der Krönung von Christian II. zum schwedischen König ließ dieser jedoch einen Großteil des schwedischen Hochadels beim Stockholmer Blutbad ermorden.

Ein erfolgreicher Bauernaufstand unter dem Halbneffen Gustav Vasa führte zur Vertreibung des dänischen Königs aus Schweden und 1523 zur Bildung eines selbständigen Königreichs Schweden, was aufgrund der Gegenpolitik von Erzbischof Gustav Trolle auch die Lösung von der Römisch Katholischen Kirche zur Folge hatte.

Christina Gyllenstierna war nach dem Stockholmer Blutbad ebenso wie andere weibliche Mitglieder der Familie Sture nicht direkt dem Vorwurf der Ketzerei zum Opfer gefallen, musste aber vier Jahre in Gefangenschaft[2] im Blauen Turm in Kopenhagen verbringen, bis sie auf Fürbitte von Søren Norby freikam.[1] Nach der Begnadigung durch König Fredrik I. reiste sie zu Norby nach Gotland in der Hoffnung, dieser würde aus Liebe zu ihr ihren Sohn Nils Sture unterstützen, König von Schweden zu werden. Da Norbys Königstreue größer war, zerbrach die Beziehung aber bald.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://www.schwedenoutback.com/nibelungen1.htm
  2. http://schweden-forum.blogspot.de/2011/09/die-eroberung-stockholms-durch-kristian.html