Christina Kubisch

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Christina Kubisch (* 31. Januar 1948 in Bremen) ist eine deutsche Installationskünstlerin im Bereich Klangkunst.

Biografie[Bearbeiten]

Kubisch studierte von 1967 bis 1976 in Stuttgart, Hamburg, Graz, Zürich und Mailand Malerei, Musik, Komposition und Elektronische Musik. Von 1980 bis 1981 studierte sie Elektronik in Mailand. 1980 begann sie Klanginstallationen und Klangskulpturen zu schaffen. 1983 Teilnahme an Aktuell 83. 1987 siedelte sie nach Berlin über und nahm an der documenta 8 teil.

Kubisch ist Preisträgerin des Kulturkreises im BDI von 1988 und erhielt verschiedene Stipendien (Barkenhoff Stipendium, Worpswede 1988, Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds Bonn, 1990, Erste Installationen mit Solarenergie. Arbeitsstipendium des Senats für Kulturelle Angelegenheiten Berlin. 1991, Stipendium des Queen Elizabeth II Arts Council of New Zealand, Neuseeland 1992)

1989 nahm sie eine Gastdozentur an der Jan von Eyck Akademie in Maastricht wahr. 1990 bis 1991 erfüllte sie einen Lehrauftrag an der Kunstakademie Münster. 1991 bis 1994 hatte sie eine Gastprofessur an der Hochschule der Künste in Berlin inne. Seit 1994 ist sie Professur für Plastik/Audiovisuelle Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken.

1994 Atelierstipendium des Senats von Berlin Gastprofessur an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts, Paris DAAD Aufenthaltsstipendium, Paris. Seit 1997 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 1999 erhielt sie den Heidelberger Künstlerinnenpreis. Seit dem 11. März 2005 wird die Licht-Klang-Installation „Licht Himmel“ von Kubisch im Gasometer Oberhausen gezeigt.

2008 wurde Kubisch mit dem Ehrenpreis des Deutschen Klangkunst-Preises des Skulpturenmuseums Glaskasten in Marl ausgezeichnet. Seit 2009 präsentierte sie ihr Werk „Stromzeichnungen“ im Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl. 2013 war sie Stadtklangkünstlerin der Stadt Bonn im Rahmen des Projektes bonn hoeren.

Kubisch lebt in Hoppegarten bei Berlin.

Kritik[Bearbeiten]

Kubisch verknüpft in ihren meist ortsbezogenen Installationen die visuelle und die akustische Wahrnehmung zu einer komplexen Raumerfahrung. Ihre Arbeiten vor Ort orientieren sich stark an den vorgefundenen konkreten Strukturen eines Ortes, gehen aber auch ebenso auf seine Atmosphäre und seine Geschichte ein. Daher sucht die Künstlerin vor allem solche Orte auf, die auf Grund ihrer Dichte des kulturellen Gedächtnisses viele „Resonanzmöglichkeiten“ haben.

Indem der reale Raumbezug aufgehoben, entgrenzt und neu konzipiert wird, wird auch der normale Wahrnehmungsmechanismus des Betrachters in Frage gestellt. Um den sowohl bekannten als auch in seiner Transformation unbekannten Raum identifizieren zu können, muss er in seinem Gedächtnis nach neuen Bezügen und schon vergessenen Erinnerungen suchen.

Es geht in der Arbeit von Kubisch um die Verschränkung von Imagination und Realität. Trotz der einfachen Mittel und der auf das Notwendige reduzierten Technik, die typisch für ihre Arbeitsweise sind, eröffnen ihre Installationen Wege der synästhetischen Wahrnehmung, die die hinter der realen Erscheinung verborgenen „anderen“ Realitäten sichtbar macht.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Claudia Tittel: KLANG/ZEIT/LICHTRaum. Klang als plastisches Material im Spannungsfeld von Musik und bildender Kunst. Untersuchungen zum künstlerischen Werk von Christina Kubisch. Hg. von Anja Ohmer, Aspekte der Avantgarde, Band 11, Berlin 2008.

Weblinks[Bearbeiten]