Christine (1983)

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Filmdaten
Deutscher Titel Christine
Originaltitel John Carpenter’s Christine
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1983
Länge 110 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie John Carpenter
Drehbuch Bill Phillips
Produktion Richard Kobritz
Musik John Carpenter
Alan Howarth
Kamera Donald M. Morgan
Schnitt Marion Rothman
Besetzung

Christine ist ein Horrorfilm nach dem gleichnamigen Roman von Stephen King aus dem Jahre 1983. Regie führte John Carpenter, der auch die Filmmusik komponierte.

Handlung[Bearbeiten]

High School-Schüler Arnie Cunningham ist ein schwacher Typ und der Prügelknabe einer vierköpfigen Schülergang mit Buddy Repperton als Anführer.

Eines Tages entdeckt er einen stark renovierungsbedürftigen 1958er Plymouth Fury in rot/weißer Speziallackierung und verliebt sich in den Oldtimer. Er kauft ihn sofort vom finsteren Bruder des verstorbenen Erstbesitzers und erfährt dabei, dass der Wagen auf den Namen Christine hört. Er restauriert das Auto in mühevoller Handarbeit. Man erfährt, dass einst in diesem Auto schon mehrere Menschen auf mysteriöse Weise zu Tode gekommen sind.

Während der Arbeit verändert sich Arnies Charakter, er wird selbstbewusster, aber auch arroganter. Der Wagen ergreift Besitz von Arnie, der sich immer mehr von seinen Eltern und seinem besten Freund Dennis absondert, und allmählich den Mittelpunkt in seinem Leben darstellt.

Als Buddy Repperton mit seinen Freunden eines Nachts mutwillig den inzwischen komplett restaurierten Wagen völlig demoliert, jagt Arnie, nachdem er die Tat entdeckt, in seiner Wut und Aufregung sogar seine neue Freundin Leigh weg. Der Wagen erwacht zum Leben, repariert sich selbst und macht mörderische Jagd auf die Mitglieder der Schülergang, was zuerst einen und unwesentlich später auch die restlichen drei Mitglieder das Leben kostet. Außerdem macht sich das Auto während seiner Selbstständigkeit für einen weiteren Toten verantwortlich, nämlich den alten Besitzer der Werkstatt, in der das Auto untergestellt ist, weil diesem der Wagen ohne Fahrer bei der Rückkehr auffällt.

Um das Morden zu beenden und Arnie wieder zur Vernunft zu bringen, beschließen Leigh und Dennis, Christine zu zerstören. Mit einer Planierraupe stellen sie sich einer brutalen Auseinandersetzung, die für Arnie als blindwütigen Angreifer (hinter dem Steuer) tödlich endet. Jedoch versucht Christine anschließend den Kampf eigenständig weiter zu führen. Es gelingt Leigh und Dennis jedoch mit dem schweren Raupenfahrzeug Christine vollständig zu zerstören.

Ein begleitendes Motiv ist die Musik der 50er Jahre, welche immer dann aus dem Radio des Fahrzeugs kommt, wenn das Auto zu einer Gefahr wird. Dies findet seinen Ausdruck in den letzten Worten des Films (Leigh): "Ich hasse Rock ’n’ Roll." Und erst in dieser letzten Szene des Films kommen an der endgültigen Vernichtung von Christine Zweifel auf.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  • Stephen King war zur Zeit der Dreharbeiten so populär, dass mit der Produktion des Films begonnen wurde, bevor der Roman erschien.

Wie oft üblich wurden auch bei dem Drehbuch zu diesem Film einige Teile aus der Romanvorlage weggelassen oder verändert:

  • Während im Film der Bruder des toten Roland D. LeBay dessen Wagen an Arnie verkauft, tut dies im Roman der noch lebende LeBay selbst, verstirbt aber kurze Zeit später. Sowohl im Film als auch im Roman besitzt der Wagen von Anfang an offenbar ein Eigenleben, jedoch ist im Roman der tote Erstbesitzer in der Lage, als Geist in seinem ehemaligen Wagen fortzuleben und ihn auch zu steuern. Im Film kommt dieser Aspekt allerdings nicht vor. Auch findet der Wagen im Film bereits in der Werkhalle des Herstellers sein erstes Todesopfer.
  • Die Handlung wurde im Film von Pennsylvania nach Kalifornien verlegt.
  • Im Roman spielt ein Plymouth Fury, Modell 1958, die „Hauptrolle“. In der Verfilmung sollte es zwar auch um einen Fury gehen, es wurden jedoch aus Beschaffungsgründen ausschließlich die Modelle Plymouth Savoy und Plymouth Belvedere verwendet, die jedoch die gleiche Karosserie haben. Für die Dreharbeiten wurden 24 58-er Plymouth auf sämtlichen Schrottplätzen der USA zusammengesucht und bis auf zwei Exemplare zerstört.
  • Der Film hat einige logische Fehler bezüglich des Wagens, so wird beispielsweise gezeigt, wie sich die Türen von selbst verriegeln, jedoch weder der Fury noch die anderen Modelle des besagten Baujahres hatten Verriegelungsknöpfe, sondern wurden mit Hilfe der Griffe von innen verriegelt.
  • Die Szene mit der Explosion einer Tankstelle und der Fahrt des brennenden Wagens musste beim ersten Anlauf klappen, da sie komplett echt realisiert wurde. Der Stuntfahrer hierfür war Terry Leonard.
  • Für die Regenerationsszenen des Plymouth wurden Karosserieteile von innen mit Zugdrähten versehen. Im Film laufen die entsprechenden Szenen dann rückwärts, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
  • In der Schlusssequenz am Schrottplatz hat der Sänger George Thorogood einen kurzen Auftritt als Schrottplatzarbeiter. Von ihm stammt auch die Vorspannmusik Bad to the Bone.

Kritiken[Bearbeiten]

Lexikon des internationalen Films: John Carpenter, Spezialist für unheimliche Stoffe, spielt ironisch auch diesmal mit Angst und Schrecken, aber trotz aller Trickeffekte und manchen Feuerwerks ohne besonderen Erfolg.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  •  John Kenneth Muir: Horror Films of the 1980s. McFarland & Company, Jefferson, North Carolina 2007, ISBN 9780786455010, Christine, S. 304–306.
  • Frank Schnelle: Suspense, Schock, Terror. John Carpenter und seine Filme. Verlag Robert Fischer, Stuttgart 1991, ISBN 3-924098-04-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christine im Lexikon des Internationalen Films