Christine Buci-Glucksmann

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Christine Buci-Glucksmann ist eine französische Philosophin und emeritierte Professorin der Universität Paris VIII. Ihre Schwerpunkte in der Lehre und Forschung lagen zuletzt bei der Ästhetik sowie zeitgenössischen Kunst.

Der britische Staatstheoretiker Bob Jessop urteilt, dass Buci-Glucksmann in ihren Werk über die Staatstheorie von Antonio Gramsci eine detaillierte Rekonstruktion dieser liefere.[1] Ebenso wie die marxistischen Theoretiker Louis Althusser und Nicos Poulantzas habe sie so die Theorien Gramscis entscheidend kritisiert und auch fortentwickelt.[2] Buci-Glucksmann habe im Bezug auf Gramsci wichtige philologische Arbeit geleistet.[3]

Zusammen mit dem schwedischen Soziologen Göran Therborn verfasste sie auch ein gemeinsames Werk über den Keynesianismus und dessen Auswirkungen auf Staat sowie den Gesellschaften.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Gramsci und der Staat. Für eine materialistische Theorie der Philosophie, Köln 1981
  • zusammen mit Göran Therborn: Der sozialdemokratische Staat. Die Keynesianisierung der Gesellschaft, Hamburg 1982
  • Walter Benjamin und die Utopie des Weiblichen, Hamburg 1986
  • Der kartographische Blick in der Kunst, Berlin 1997

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bob Jessop: Althusser, Poulantzas, Buci-Glucksmann. Weiterentwicklungen von Gramscis Konzept des integralen Staates, in: Hegemonie gepanzert mit Zwang. Zivilgesellschaft und Politik im Staatsverständnis von Antonio Gramsci, hrsg. v. Sonja Buckel und Andreas Fischer-Lescano, Baden-Baden 2007, S. 57.
  2. Bob Jessop: Althusser, Poulantzas, Buci-Glucksmann, S. 43.
  3. Bob Jessop: Althusser, Poulantzas, Buci-Glucksmann, S. 59.