Christkindlesmarkt
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Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist ein Weihnachtsmarkt und findet jährlich im Advent in der Altstadt von Nürnberg auf dem Hauptmarkt und den angrenzenden Straßen und Plätzen statt. Mit rund zwei Millionen Besuchern ist er einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland und einer der bekanntesten in der Welt. Er beginnt immer am Freitag vor dem ersten Adventssonntag und endet immer am 24. Dezember, außer dieser fällt auf einen Sonntag.
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[Bearbeiten] Geschichte
Die Ursprünge des Nürnberger Christkindlesmarktes sind – trotz intensiver Nachforschungen durch verschiedene Historiker und Landesforscher – nicht bekannt. Der älteste Nachweis des Markts ist jedoch eine Schachtel aus Nadelholz, auf deren Boden sich folgende Inschrift befindet: „Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin (oder Elbsin) zum Kindles-Marck überschickt 1628“. Im Moment befindet sich die Schachtel im Besitz des Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. In Ratsverlässen ab 1610 werden immer wieder die Worte „Kindleinbescheren“ oder „Weihnachtszeit“ verwendet. Ob diese jedoch etwas mit dem Christkindlesmarkt zu tun haben, ist unklar. Historiker gehen davon aus, dass sich der Markt zwischen 1610 und 1639 aus herkömmlichen Verkäufen auf dem Wochenmarkt entwickelt hat und langsam zum eigenständigen Markt wurde. Ursprünglich wurde der Markt am Thomastag, dem 4. Dezember, eröffnet. Aufgrund zu großer Besuchermassen wurde der Eröffnungstag dann aber 1973 auf den Freitag vor dem ersten Advent verlegt. Von 1939 bis 1948 wurde der Markt nicht veranstaltet. [1]
[Bearbeiten] Orte
Der Christkindlesmarkt findet seit Beginn am Nürnberger Hauptmarkt statt, allerdings wurde der Markt zwischen 1898 und 1933 an andere Orte, wie die Fleischbrücke oder die Insel Schütt verlegt. 1933 kehrte der Markt dann wieder an seinen ursprünglichen Platz zurück.
[Bearbeiten] Der Markt Heute
Heute ist der Nürnberger Christkindlesmarkt mit knapp 2 Millionen Besuchern jährlich und ca. 150 Verkaufsbuden einer der beliebtesten und größten Weihnachtsmärkte in Deutschland.
Insbesondere Japaner besuchen den Markt, das lässt sich an der Zahl von fast 7.000 Übernachtungen von japanischen Touristen jährlich in der Adventszeit ablesen.[2]
[Bearbeiten] Christkind
Seit 1933 gibt es in Nürnberg alljährlich ein Christkind[3], das bis 1968 von Schauspielern gespielt wurde. Seit 1969 können die Nürnberger alle 2 Jahre selbst ein neues Christkind wählen. Die Voraussetzungen, um Christkind zu werden, waren ab 1969 Nürnbergerin, 1,60 Meter groß und schwindelfrei, nebenbei müssen die Teilnehmer zur Wahl 16 bis 19 Jahre alt sein. Außerdem muss das Christkind den Prolog zur Einweihung „seines“ Marktes auswendig können. [4] Aktuell ist das Christkind 2007/08 Rebekka Volland.[5]
[Bearbeiten] Die Wahl
Die Wahl zum Christkind entscheidet sich bei einem Vorsprechen des Prologs vor einer Jury, die 18 Teilnehmerinnen aussucht. In Runde zwei dürfen die Nürnberger dann ca. eineinhalb Monate ihre Favoritin unter den 18 Mädchen über die Internetseite des Christkindlesmarktes oder per Post wählen. Die ersten 6 dieser Vorauswahl kommen weiter und eine Jury entscheidet letztlich, wer das Christkind wird.
[Bearbeiten] Prolog
Der Prolog zur Einweihung des Christkindlesmarktes wurde einst bei der Entscheidung, ein Nürnberger Christkind zu stellen, vom Sohn des Arbeiterdichters Karl Bröger, Friedrich Bröger verfasst. Allerdings gibt es Quellen, die darauf hindeuten, dass der Text schon älter als 1948 ist. [6]
[Bearbeiten] Partnerstädte-Markt
Am Rathausplatz findet seit 1998 auch ein Partnerstädte-Markt statt. Dort sind Stände aufgebaut, die jeweilige Spezialitäten aus den jeweiligen Ländern der Partnerstädte Nürnbergs verkaufen. Die Stände kommen aus den folgenden Städten: Antalya in der Türkei, Atlanta in den USA, Charkiw in der Ukraine, Gera in Thüringen, Glasgow in Schottland, Kavala in Griechenland, Krakau in Polen, Nizza in Frankreich, Prag in Tschechien, San Carlos in Nicaragua, Shenzhen in China, Skopje in Mazedonien, Venedig in Italien und der französischen Region Limousin. Außerdem befinden sich Stände der befreundeten Kommunen Bar in Montenegro, Kalkudah auf Sri Lanka und Verona in Italien auf dem Markt. [7]
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Hauptseite
- Offizielle Hauptseite des Partnerstädte Markt
- Offizielle Hauptseite: Text des Prologs
- Der Prolog des Christkinds und Fotos
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.erlangerhistorikerseite.de/kusska/entstehung.htm
- ↑ http://www.br-online.de/ID671216325004853455.xml
- ↑ http://www.christkindlesmarkt.de/index.php?navi=1&rid=22
- ↑ http://www.br-online.de/ID671216324984936262.xml
- ↑ http://christkindlesmarkt.de/index.php?navi=1&rid=31&artid=335
- ↑ http://www.erlangerhistorikerseite.de/kusska/overview.htm
- ↑ http://www.christkindlesmarkt.de/index.php?navi=1&rid=17
49.45393727444411.077266101389Koordinaten: 49° 27′ 14″ N, 11° 4′ 38″ O

