Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist eine Vereinigung der CDU mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Gesellschaftspolitik“. Eine andere konkurrierende Eigen-Bezeichnung ist auch „CDU-Sozialausschüsse“.

Die CDU Sozialausschüsse sind aus der christlich-sozialen Bewegung hervorgegangen und erheben den Anspruch für die Christlich-Sozialen innerhalb der CDU eine Heimat zu bieten. Die Christlich-Sozialen sind eine der drei großen Parteiflügel innerhalb der CDU neben den Liberalen und den Konservativen.

Der Sitz ist Berlin, vormals Königswinter bei Bonn.

Logo

Daten der Landesverbände[Bearbeiten]

Landesverband Vorsitzender Mitglieder
Baden-Württemberg Christian Bäumler
Bayern Joachim Unterländer, MdL (CSA)
Berlin Dagmar König
Brandenburg Emanuel Duhs
Bremen Peter Rudolph
Hamburg Egbert von Frankenberg
Hessen Matthias Zimmer, MdB
Mecklenburg-Vorpommern Wolfgang Isbarn
Niedersachsen Max Matthiesen, MdL
Nordrhein-Westfalen Ralf Brauksiepe, MdB
Rheinland-Pfalz Adolf Kessel, MdL
Saarland Egbert Ulrich
Sachsen Alexander Krauß, MdL
Sachsen-Anhalt Peter Rotter, MdL
Schleswig-Holstein Werner Kalinka
Thüringen Thadäus König

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung der CDA wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem von ehemaligen christlichen Gewerkschaftern in den Arbeiterhochburgen Nordrhein-Westfalens betrieben. Die offizielle Gründung der CDA fand im Jahr 1946 im Kolpinghaus in Herne statt.[1] In den Anfangsjahren stand für die CDA programmatisch vor allem die Soziale Frage, d.h. die materielle Sicherheit der Arbeitnehmer und deren Stellung in den Betrieben, im Vordergrund. Seit die Vereinigung 1967 mit der Offenburger Erklärung ihr erstes Grundsatzprogramm verabschiedete, wandte sie sich vermehrt auch gesamtgesellschaftlichen Fragen zu. Schwerpunkte in der Arbeit der CDA bilden heute neben der Arbeits- und Sozialpolitik auch die Renten-, Gesundheits- und Familienpolitik.

Innere Struktur[Bearbeiten]

Unterorganisationen der CDU-Sozialausschüsse sind u. a. ihre Jugendorganisation, die Junge CDA, ehemals Junge Arbeitnehmerschaft (JA), sowie die Arbeitsgemeinschaften Frauen in der CDA, Christlich-soziale Betriebsarbeit, AG DGB, AG dbb und AG Deutscher Bundeswehrverband. Die Junge CDA wurde auf der Gründungsversammlung 1947 ebenfalls in Herne ins Leben gerufen. Sie ist in 15 Landesverbänden organisiert. Alle Mitglieder der CDA sind bis zum 35. Lebensjahr automatisch auch Mitglied der Jungen CDA.

Die CDA arbeitet eng mit der Arbeitnehmer-Union der CSU zusammen.

Vorsitzende[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

In CDU-geführten Regierungen auf Bundes- und Landesebene wurde bisher traditionell zumindest der Sozial- oder Arbeitsminister durch ranghohe Mitglieder des CDA gestellt. Allerdings ist Ursula von der Leyen nur einfaches Mitglied, ihr Parlamentarischer Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe dagegen ist der stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende.[2]

Siehe auch[Bearbeiten]

  • Karl-Josef Laumann, der Bundesvorsitzende der CDU Sozialausschüsse
  • Ralf Brauksiepe, der Landesvorsitzende der CDU Sozialausschüsse in Nordrhein-Westfalen und Sprecher für Arbeit und Soziales der CDU/CSU Bundestagsfraktion
  • Conservative Trade Unionists, das Pendant zur CDA bei der britischen Konservativen Partei

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. cda-bund.de: In Köln fing alles an
  2. cda-bund.de: Brauksiepe ist Staatssekretär "...Der stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende Dr. Ralf Brauksiepe ist jetzt Mitglied der Bundesregierung. Am Donnerstagvormittag erhielt er seine Ernennungsurkunde zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus den Händen von Minister Dr. Franz-Josef Jung, der ebenfalls CDA-Mitglied ist..."