Christlich-Demokratische Volkspartei (Ungarn)

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Kereszténydemokrata Néppárt
Christlich-Demokratische Volkspartei
Kdnp logo.png
Semjen Zsolt Portrait.jpg
Partei­vorsitzender Zsolt Semjén
Gründung 1943
1989 (Neugründung)
Gründungs­ort Budapest, Ungarn
Aus­richtung christdemokratisch
Farbe(n) grün, gold
Parlamentsmandate
37/386
Europaabgeordnete
1/22
Europapartei Europäische Volkspartei
Website www.kdnp.hu

Die KDNP (ungarisch Kereszténydemokrata Néppárt, deutsch Christlich-Demokratische Volkspartei) ist eine christdemokratische Partei in Ungarn. In den 1990er Jahren erhielt sie zwischen 5 und 10 % der Stimmen. Die KDNP wurde 1989 offiziell neu gegründet, dies aber unter Bezugnahme auf die alte Demokratische Volkspartei der vorsozialistischen Zeit. So hatten die Neugründer der KDNP, T. Füzessy und J. Ugrin 1945–1948 in der alten Volkspartei gewirkt. Die KDNP gehört mithin zu den neu-alten Parteien in den postsozialistischen Transformationsstaaten Europas. Ein Problem, das die KDNP seit Wiedergründung begleitete, war die Altersstruktur ihrer Wähler: Laut Parteiangaben waren in den 1990er über 50 % ihrer Wähler Rentner. Zur Parlamentswahl in Ungarn 2006 trat die Partei in einem Wahlbündnis mit dem rechtskonservativen Fidesz – Ungarischer Bürgerbund an. Inzwischen ist sie in Fidesz aufgegangen, wobei Fidesz den Namen als Suffix angehängt hat.

Politische Ausrichtung[Bearbeiten]

Die Christlich-Demokratische Volkspartei war nach ihrer Neugründung eine gemäßigte christdemokratische Partei, die verschiedene Facetten von christlich-sozial bis nationalkonservativ vereinbarte. Seit der Übernahme des Parteivorsitzes durch György Giczy 1994 hat sie sich zu einer national-konservativen, rechtspopulistischen und katholisch-fundamentalistischen Partei entwickelt. Der Vorsitzende ist jetzt Zsolt Semjén.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

  • 1947: 16,4 % – 60 Sitze (von 411)
  • 1990: 6,5 % – 21 Sitze (von 386)
  • 1994: 7,0 % – 22 Sitze (von 386)
  • 1998: 2,3 % – 0 Sitze
  • 2002: 3,9 % – 0 Sitze