Christliche Wissenschaftler im Orient

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Geschichte[Bearbeiten]

Viele Christen wirkten schon vor der islamischen Expansion als Wissenschaftler in Nahost und Nordafrika. So wurden von ihnen viele philosophische und wissenschaftliche Werke in griechischer Sprache zunächst in das Aramäische übersetzt. Die Vielsprachigkeit der Absolventen der christlichen Institutionen (Aramäisch, Griechisch, Latein, Arabisch, bzw. verschiedene Liturgiesprachen), bedeutete einen großen Vorteil.

In der Akademie von Gundischapur waren vor allem christliche Wissenschaftler als Mediziner tätig. Gabriel ibn Bukhtishu war ein Mitglied einer Familie die über acht Generationen Mediziner hervorbrachte. Für das Haus der Weisheit wurden von Christen, unter anderem Hunayn ibn Ishaq, viele antike hellenistische Werke aus dem Aramäischen oder Griechischen in die Arabische Sprache übersetzt.

Die Forschung über den Einfluss der griechischen Antike auf die arabische Wissenschaft und Kultur bildet unter dem Namen Graeco-Arabistik einen Schwerpunkt. Dabei nehmen orientalische Christen (unter anderem als Wissenschaftler und Kulturschaffende) einen wichtigen Platz ein.

Liste von christlichen Wissenschaftlern in der Geschichte[Bearbeiten]

Arabische Wissenschaft und Wissenschaftler[Bearbeiten]

Mediziner

  • Ibn Tufail, Mediziner von Ahmad Ibn Tulun (835 bis 884)
  • Said Ibn Batriq, Mediziner des Kalifen al Qahir (932 bis 934), Batriq wurde auch zum Leiter der christlichen Gemeinschaft in Ägypten ernannt
  • Abu Bishr († 940 Bagdad) Jakobitischer Christ, Philosoph
  • Ibrahim al-Marwazi (9. Jahrhundert aus Marw, Merv oder Mary, Turkmenistan) nestorianischer Christ, Mediziner und Philosoph

Armenische Wissenschaft und Wissenschaftler[Bearbeiten]

Byzantinische Wissenschaft und Wissenschaftler[Bearbeiten]

Mathematiker, Physiker

Chemiker

Mediziner

Universalgelehrte

Institutionen (siehe auch Kategorie Historische Universität)

Georgische Wissenschaft und Wissenschaftler[Bearbeiten]

  • Ioann Petricci, (12. Jahrhundert)
  • Arsen Ikaltoeli, (12. Jahrhundert)

Institutionen (siehe auch Kategorie Historische Universität)

andere:

Persische Wissenschaft und Wissenschaftler[Bearbeiten]

Mediziner

Institutionen (siehe auch Kategorie Historische Universität)

Neuzeit[Bearbeiten]

Über christliche Ausbildungsinstitutionen im Nahen Osten gelangten nicht wenige, etwa nach weiterführenden Studien (Promotion und Post-Doc), nach Europa und Nordamerika. Davon sind einige Wissenschaftler wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt, die Bedingungen sind jedoch sehr unterschiedlich. Die wissenschaftliche Arbeit im Nahost und Nordafrika erlaubt meist nur angewandte Forschung.

Viele orientalische Christen aus der Neuzeit wurden durch Vertreibung, Verfolgung und durch Kriege zur Emigration gezwungen. Heute ist ein großer Teil von ihnen in Europa und Nordamerika an Universitäten, in Forschungszentren und Kliniken zu finden. Speziell im Westen ist ihnen (im Gegensatz zu ihrer Heimat) vermehrt Grundlagenforschung möglich.

Liste von christlichen Wissenschaftlern im Nahost[Bearbeiten]

  • Michel Sabbah (* 1933), Theologe, Universitätspräsident und Patriarch

Liste von christlichen Wissenschaftlern im Ausland[Bearbeiten]

  • George Hatem (1910–1988), Arzt und Gesundheitsbeauftrager in China
  • Michael Ellis DeBakey (1908-2008) eigentlicher Name Dabaghi, US-amerikanischer Herzchirurg libanesischer Abstammung
  • Boris Artashesovich Babaian (*1933), Informatiker
  • Robert Nalbandyan (*1937), Chemiker

Literatur[Bearbeiten]

  • Ferdinand Wüstenfeld: Arabische Ärzte. l840, S. 15–16.
  • L. Leclere: Medecine arabe. Vol. 1, 1876, S. 99–102.
  • M. Meyerhof: New Light on Hunain. Isls, VIII, 1926, S. 717.
  • D. Sourdel: Bukhtishu. In: Encyclopaedia of Islam I, 1960, Nachdruck: Leiden 1986, S. 1298
  • Samir Khalil Samir: Rôle culturel des chrétiens dans le monde arabe. coll. Cahiers de l’Orient chrétien 1, CEDRAC, Beyrouth 2003, ISSN 2-1682-6574, 60 pages

Weblinks[Bearbeiten]