Christoph Ernst Luthardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christoph Ernst Luthardt

Christoph Ernst Luthardt (* 22. März 1823 in Maroldsweisach, Unterfranken, Bayern; † 21. September 1902 in Leipzig) war ein deutscher lutherischer Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Luthardt lehrte ab 1854 als außerordentlicher Professor für Dogmatik und Exegese in Marburg, von 1856 bis zu seiner Emeritierung 1896 als ordentlicher Professor in Leipzig. Seit 1875 war er Domherr des Hochstiftes Meißen. Einer seiner Schüler war Ernst von Dobschütz (1870-1934), später Professor in Halle (Saale). Während seines Studiums trat er zum Sommersemester 1841 der Uttenruthia Erlangen im Schwarzburgbund bei.

Luthardt war ein Vertreter des strengen Luthertums und Mitglied der neulutherischen Erweckungsbewegung. In den theologischen Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts war er einer der Wortführer. Im Jahr 1868 war er maßgeblich involviert in die Gründung der Allgemeinen evangelisch-lutherischen Konferenz, aus der sich 1947 der Lutherische Weltbund, eine freie Vereinigung aller lutherischen Weltkirchen, entwickelte. Von 1868 bis 1880 war er Herausgeber der Allgemeinen lutherischen Kirchenzeitung, 1880 bis 1900 des Theologischen Literaturblatts.

Werke[Bearbeiten]

  • Der Entwicklungsgang der religiösen Malerei. Leipzig 1863. (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)
  • Ueber die Darstellung des Schmerzes in der bildenden Kunst. Leipzig 1864. (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern)
  • Apologie des Christentums. 4 Bände, 1864-1880
  • Kompendium der Dogmatik. 1865, 10. Auflage 1900
  • Apologetische Vorträge. Verlag Dörfling und Franke, Leipzig 1880.
  • Geschichte der christlichen Ethik. 2 Bände, 1888-1893
  • Erinnerungen aus vergangenen Tagen. 1889, 2. Auflage 1891
  • Die christliche Glaubenslehre. 1898

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]