Christoph Matschie
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Christoph Matschie (* 15. Juli 1961 in Mühlhausen) ist ein deutscher Politiker der SPD.
Er war von 2002 bis 2004 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Seit 1999 ist er Landes- und seit 2004 Fraktionsvorsitzender der SPD in Thüringen.
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[Bearbeiten] Leben und Beruf
Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule (POS) in Schwarza absolvierte Matschie eine Berufsausbildung mit Abitur zum Mechaniker in Zella-Mehlis. Später arbeitete er als Krankenpflegehelfer an der Medizinischen Akademie Erfurt. Anfang der 1980er Jahre engagierte er sich in der unabhängigen Friedensbewegung, u. a. im Montagskreis Suhl und in der Friedensgemeinde Jena. 1984 begann er dann ein Studium der Theologie in Rostock und Jena, welches er 1989 als Diplom-Theologe beendete.
[Bearbeiten] Familie
Christoph Matschie ist der Sohn eines Pfarrers und einer Krankenschwester. Seit 1997 ist er mit der Äthiopierin Dr. Mitslal Kifleyesus-Matschie verheiratet und hat drei Kinder.
[Bearbeiten] Partei
Im Oktober 1989 trat Matschie in die SDP der DDR ein. 1989/90 war er Vertreter der SDP (später: SPD) am zentralen Runden Tisch der DDR. Von Januar bis September 1990 war er Mitglied im Vorstand sowie von Februar bis September 1990 auch im Präsidium der SPD der DDR. Seit 1996 ist er Mitglied im Landesvorstand der SPD in Thüringen. Im November 1999 wurde er zum Landesvorsitzenden der SPD Thüringen gewählt, nachdem Richard Dewes von diesem Amt zurückgetreten war. Im November 2001 wurde Matschie in den SPD-Bundesvorstand gewählt. Seit November 2005 gehört er dem Präsidium der Bundes-SPD an.
[Bearbeiten] Abgeordneter
Von 1990 bis zum 1. Juli 2004 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er in der 14. Wahlperiode (1998 bis 2002) Mitglied im Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion. Von November 1998 bis Oktober 2002 war er Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. In der 15. Wahlperiode war er mit 44,4 % der Stimmen direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Jena – Weimar – Weimarer Land.
Seit 2004 ist Matschie Mitglied des Thüringer Landtages und Vorsitzender der SPD-Fraktion.
[Bearbeiten] Öffentliche Ämter
Vom 22. Oktober 2002 an war er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. Am 24. Juni 2004 gab er seinen Rücktritt von diesem Amt bekannt, um sich der thüringischen Landespolitik zu widmen.
Bei der Thüringer Landtagswahl 2004 war er Spitzenkandidat der SPD für das Amt des Ministerpräsidenten. Allerdings erzielte die Partei nur 14,5 Prozent der Zweitstimmen, während die CDU mit Amtsinhaber Dieter Althaus 43 Prozent erreichte.
Am 24. Februar 2008 wählten ihn die Mitglieder der Thüringer SPD mit 71,6 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2009. Sein Gegenkandidat Richard Dewes erhielte 27,0 Prozent.[1][2]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Matschie SPD-Spitzenkandidat in Thüringen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Februar 2008
- ↑ Urwahl in Thüringen - Matschie gewinnt mit überwältigender Mehrheit, SPD Thüringen, 24. Februar 2008
[Bearbeiten] Weblinks
Baden-Württemberg: Ute Vogt | Bayern: Ludwig Stiegler | Berlin: Michael Müller | Brandenburg: Matthias Platzeck | Bremen: Uwe Beckmeyer | Hamburg: Ingo Egloff | Hessen: Thorsten Schäfer-Gümbel | Mecklenburg-Vorpommern: Erwin Sellering | Niedersachsen: Garrelt Duin | Nordrhein-Westfalen: Hannelore Kraft | Rheinland-Pfalz: Kurt Beck | Saarland: Heiko Maas | Sachsen: Thomas Jurk | Sachsen-Anhalt: Holger Hövelmann | Schleswig-Holstein: Ralf Stegner | Thüringen: Christoph Matschie
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Matschie, Christoph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD) |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1961 |
| GEBURTSORT | Mühlhausen/Thüringen |

