Christoph Meyer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt den Politiker Christoph Meyer. Für den Intendanten Christoph Meyer siehe Christoph Meyer (Intendant).

Christoph Meyer (* 30. August 1975 in Berlin) ist ein deutscher Politiker der FDP aus dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Er war von 2010 bis 2012 Landesvorsitzender der FDP Berlin. Von 2009 bis 2011 war er Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf [Bearbeiten]

Meyer besuchte die Walther-Rathenau-Oberschule in Berlin-Grunewald und erwarb 1994 die Allgemeine Hochschulreife. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Dresdner Bank AG in Berlin. Ab 1996 studierte Meyer Rechtswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) sowie an der Freien Universität Berlin und legte 2004 sein 1. juristisches Staatsexamen ab. 2007 absolvierte er das 2. juristische Staatsexamen und ist seit 2008 als Rechtsanwalt in Berlin zugelassen.

Politik [Bearbeiten]

Meyer ist seit 1993 Mitglied der FDP. Von 2000 bis 2001 war Meyer Bürgerdeputierter der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Januar 2002 rückte er für den zuvor ausgeschiedenen Abgeordneten Günter Rexrodt in das Berliner Abgeordnetenhaus nach. In der 15. Wahlperiode des Berliner Parlaments war Christoph Meyer rechtspolitischer Sprecher und vertrat die FDP-Fraktion im Hauptausschuss und im Untersuchungsausschuss Tempodrom. 2006 zog Meyer als Spitzenkandidat der FDP Charlottenburg-Wilmersdorf erneut in das Berliner Abgeordnetenhaus ein. Bis zum Frühjahr 2009 war er stellv. Vorsitzender der Fraktion sowie Sprecher für kulturelle Angelegenheiten und Vertreter im Sonderausschuss Restitution. Im April 2009 übernahm Meyer von dem langjährigen Fraktionsvorsitzenden Martin Lindner den Vorsitz der Abgeordnetenhausfraktion, nachdem jener erfolgreich für den Deutschen Bundestag kandidiert hatte.

Im März 2010 wurde Meyer auf einem Landesparteitag der Berliner FDP zum Landesvorsitzenden gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Markus Löning an, der für das Amt nicht erneut kandidierte.[1][2] Im Mai 2011 wurde er als Beisitzer in den Bundesvorstand der FDP gewählt, dem er bis März 2013 angehörte.

Als Spitzenkandidat und Landesvorsitzender erzielte er am 18. September 2011 das mit 1,8 Prozent schlechteste Berliner FDP-Ergebnis aller Zeiten. Bei dieser Wahl schied die FDP nicht nur aus dem Abgeordnetenhaus aus, sondern verlor auch alle ihre Mandate auf Bezirksebene, bei welcher lediglich eine Drei-Prozent-Hürde gilt.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Christoph Meyer zum FDP-Fraktionschef gewählt. In: Berliner Morgenpost. vom 31. März 2009.
  2. Werner van Bebber: Christoph Meyer ist neuer Chef der Berliner FDP. In: Der Tagesspiegel vom 19. März 2010 (online).

Weblinks [Bearbeiten]