Christoph Nonn

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Christoph Nonn, 2008

Christoph Nonn (* 11. Dezember 1964 in Leverkusen) ist ein deutscher Historiker.

Nonn studierte von 1984 bis 1989 Geschichte, Anglistik und Politikwissenschaft an den Universitäten Trier und Warwick, Großbritannien. Nach dem Ersten Staatsexamen 1990 promovierte er 1993. Von 1994 bis 2000 war er als Hochschulassistent an der Universität Köln tätig, wo er sich 1999/2000 in Neuerer und Neuester Geschichte habilitierte (Die Ruhrbergbaukrise. Entindustrialisierung und Politik 1958–1969). Anschließend beteiligte er sich als Projektleiter des Zwangsarbeiterfonds der Jewish Claims Conference an der Organisation und Koordination der Auswertung von Wiedergutmachungsakten. Seit dem Wintersemester 2002/2003 ist er Professor für Neueste Geschichte und Landesgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Nonn ist Vorsitzender des Brauweiler Kreises für Landes- und Zeitgeschichte, geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift Geschichte im Westen, Mitherausgeber der Düsseldorfer Schriften zur Landesgeschichte und der Kabinettsprotokolle der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen.

Christoph Nonn lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Saarburg. 1987 begannen er und seine spätere Ehefrau als Laienschauspieler in einer Theatergruppe von Anglistik-Studierenden der Universität Trier. Beide leiten seit etwa 1995 die heute Trier English Drama genannte Truppe. Christoph Nonn spielt selbst und führt Regie. Im Durchschnitt werden pro Jahr ein bis zwei Stücke aufgeführt, seit einigen Jahren im Kulturzentrum TuFa in Trier.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Verbraucherprotest und Parteiensystem im wilhelminischen Deutschland (= Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Bd. 107). Düsseldorf 1996.
  • Die Ruhrbergbaukrise. Entindustrialisierung und Politik 1958–1969 (= Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft. Bd. 149). Göttingen 2001.
  • Eine Stadt sucht einen Mörder. Gerücht, Gewalt und Antisemitismus im Kaiserreich. Göttingen 2002.
  • Das 19. und 20. Jahrhundert (Orientierung Geschichte). Paderborn 2007.
  • Antisemitismus. Darmstadt 2008.
  • Geschichte Nordrhein-Westfalens. München 2009.
  • Kleine Migrationsgeschichte Nordrhein-Westfalens. Köln 2011.
  • Theodor Schieder. Ein bürgerlicher Historiker im 20. Jahrhundert. Düsseldorf 2013. (Rezension von Peter Schöttler und Erwiderung von Christoph Nonn darauf bei H-Soz-u-Kult)

Weblinks[Bearbeiten]