Christoph Rommel

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Christoph Rommel

Dietrich Christoph von Rommel (* 17. April 1781 in Kassel; † 21. Januar 1859 ebenda) war ein deutscher Historiker und Philologe.

Leben[Bearbeiten]

Christoph Rommel wurde am 17. April 1781 im hessischen Kassel geboren. Sein Vater war der Metropolit und Oberhofprediger zu Kassel Justus Philipp Rommel. Dieser schickte ihn auf das Lyceum Fridericianum, wo er von dem Philologen Karl Ludwig Richter unterrichtet wurde. Schon während der Schulzeit interessierte sich Christoph Rommel für arabische Sprachen, bevor er 1799 in Marburg ein Studium der Theologie begann. Bereits wenige Monate später, im Frühjahr 1800, wechselte er zur klassischen Philologie und Altertumskunde an der Universität Göttingen. Am 14. Mai 1803 wurde Rommel zum Doktor promoviert. Im Alter von 25 Jahren, im März 1804, wurde er außerordentlicher Professor an der philosophischen Fakultät der Philipps-Universität in Marburg, etwa ein Jahr später wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. 1811 folgte er dem Ruf der russischen Universität Charkow, wo er die Tochter eines ukrainischen Majors heiratete. Wegen der sich verschlechternden politischen Verhältnisse ging er 1815 wiederum als ordentlicher Professor der Geschichte an die Philipps-Universität. Seine Frau ließ er dabei in Petersburg. Die Ehe wurde 1816 geschieden. Rommel gehört auch zu den Stiftern des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. Rommel starb am 21. Januar 1859 in seiner Geburtsstadt Kassel.

Leistungen[Bearbeiten]

Als Professor an der Phillips-Universität verfasste er ab 1815 sein größtes Werk, die Darstellung der hessischen Geschichte. Es umfasste zehn Bände und beschäftigte ihn bis an sein Lebensende. Nach der Herausgabe des ersten Bandes 1820 wurde er zum Direktor des hessischen Hof- und Staatsarchivs zu Kassel ernannt und erhielt den Titel eines Historiographen des hessischen Hauses. 1828 wurde er in den erblichen Adelsstand erhoben und durfte sich fortan Dietrich Christoph von Rommel nennen. Ein Jahr später wurde er auch zum Direktor von Landesbibliothek und –Museum in Kassel ernannt. Dieses Amt behielt er zwei Jahre. 1854 erhielt er den Titel Staatsrat.

Schriften[Bearbeiten]

  • Abulfedae Arabiae descriptio commentario perpetuo illustrata. Göttingen 1802
  • Caucasicarum regionum et gentium Straboniana descriptio ex recentioris aevi noitiis commentario perpetuo illustrata. Leipzig 1804
  • De Taciti descriptione Germanorum. Marburger Programm 1805.
  • Ueber Philologie und philologische Erklärung der griechischen und römischen Klassiker. Marburg 1805
  • Ueber Geographie, Ethnographie und Statistik nebst einem Abriss dieser und der politischen Wissenschaften ; zum Behuf akademischer Vorlesungen. Marburg: Krieger, 1810
  • Kurze Geschichte der hessischen Kirchenverbesserung unter dem Landgrafen Philipp dem Großmütigen, Wilhelm dem Weißen und Moritz dem Gelehrten Kassel 1817
  • Geschichte von Hessen. 10 Bände. Marburg und Kassel 1820–1858
  • Philipp der Großmüthige, Landgraf von Hessen : in Beitrag zur genaueren Kunde d. Reformation u. d. sechszehnten Jahrhunderts. / aus d. Urkunden u. and. Quellen bearb. u. hrsg. v. Christoph von Rommel. Gießen: Heyer, 1830
  • Correspondance inédite de Henri IV. roi de France et de Navarre avec Maurice-le-Savant, Landgrave de Hesse. Paris 1840.
  • Leibnitz und Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels. Ein ungedruckter Briefwechsel über religiöse und politische Gegenstände 2 Bände. Frankfurt am Main 1847

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]