Christoph Schneider

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Christoph Schneider

Christoph „Doom“ Schneider (* 11. Mai 1966 in Pankow, Ost-Berlin) ist ein deutscher Musiker. Bekannt wurde er als Schlagzeuger der Band Rammstein.

Leben[Bearbeiten]

Schneiders zwei Jahre jüngere Schwester Constanze ist die Designerin der Bühnenkostüme von Rammstein. Sein Vater ist der Opernregisseur und Hochschullehrer Martin Schneider.[1] Seine Eltern unterrichteten ihn bereits im Klavierspiel. Auf einer Musikschule lernte er Trompete spielen. Er spielte lange Zeit in einem Orchester. Später zog seine Familie um, so trat er aus dem Orchester aus. Sein erstes Schlagzeug baute er sich aus Eimern und Metallbaukästen. Auch wenn es Schneiders Eltern missfiel, dass er Schlagzeug lernen wollte, schenkten sie ihm dennoch ein Schlagzeug, als er 14 Jahre alt war.[2] Seine ersten Banderfahrungen machte er in Schülerbands und spielte früh in zahlreichen kleinen Independent-Bands, unter anderem bei „Die Firma“, bei der er auch den Rammstein-Gitarristen Paul H. Landers traf.

Mit 16 Jahren verließ er die weiterführende Schule und arbeitete als Telekommunikationsassistent. 1984 trat er seinen Wehrdienst an, womit er das einzige Rammstein-Mitglied mit Armeeerfahrung ist.

1994 lebte Christoph Schneider zusammen mit Oliver „Ollie“ Riedel in Schwerin. Richard Z. Kruspe, der während der Wendezeit über Ungarn in den Westen geflohen war und danach über Berlin zurück in seine Heimatstadt Schwerin gezogen war, wohnte dort ab 1994 mit Schneider und Riedel zusammen. Gemeinsam mit Till Lindemann nahmen sie in jenem Jahr an einem Wettbewerb für junge Bands teil und gewannen. Zusammen mit Christian „Flake“ Lorenz und Paul H. Landers gründeten sie Rammstein und veröffentlichten 1995 ihr erstes Album. Sein Spitzname „Doom“ rührt von der gleichnamigen Computerspielreihe her: Als Schneider einen Namen für die GEMA brauchte, schlug Paul Landers „Doom“ vor, weil sie dieses Spiel gerne spielten. Heute bereut er seine Namenswahl. Häufig wird er auch einfach „Schneider“ genannt.[3] Schneider war textlich nur an einem Song beteiligt: Alter Mann des Albums Sehnsucht von 1997 stammt zumindest zum Teil aus seiner Feder.

1999 spielte er zusammen mit Rammstein-Sänger Till Lindemann im Film Pierre oder Der Kampf mit der Sphinx (französischer Originaltitel: Pola X) mit.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christoph Schneider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung Magazin vom 6. Juli 2012 - „Wer zu Lebzeiten gut auf Erden“: „Rammstein - Mit Deutschlands größtem Kulturexport auf Tour in Amerika“. Seite 12.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatManuela Müller: Christoph Schneider (Rammstein). Neuer Stil neues Glück. DrumHeads!!, Oktober 2012, abgerufen am 20. Mai 2014 (deutsch).
  3. Interview von 2010 mit Metal Hammer