Christopher Gunning

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Christopher Gunning in Laibach, Slowenien, 2009

Christopher Gunning, [ˈkrɪsˌtʰəfə ˈɡʌnɪŋ] (* 5. August 1944 in Cheltenham, Gloucestershire, England) ist ein britischer Film- und Fernsehkomponist, der auch für seine Orchester- und Konzertwerke bekannt ist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Christopher Gunning studierte an der Guildhall School of Music and Drama, wo unter anderem Edmund Rubbra und Richard Rodney Bennett[1] zu seinen Tutoren zählten, Musikwissenschaften.

Gunnings Kompositionen für Film und Fernsehen sind in der Vergangenheit häufiger ausgezeichnet worden: So erhielt er 2008 die BAFTA-Auszeichnung für die beste Filmmusik für seine Arbeit am Soundtrack des Films La vie en rose (Originaltitel: La Môme), drei weitere Auszeichnungen für seine Arbeit an der Musik der Fernsehsendungen Agatha Christie's Poirot und Porterhouse Blue und der Verfilmung des gleichnamigen Romans Middlemarch. Zu seinen Preisen zählen ebenfalls drei Ivor-Novello-Awards, die er für seine Musik für die Fernsehminiserie Rebecca, die nach dem gleichnamigen Roman von Daphne du Maurier benannt ist, den Thriller Unter Verdacht (Originaltitel: Under Suspicion) und das Filmdrama Verborgenes Feuer (Originaltitel: Firelight) erhielt.

Darüber hinaus wurden Christopher Gunnings Soundtracks für die britischen Verfilmungen und BBC-Dokumentationen The Big Battalions, Wild Africa, Cold Lazarus und When the Whales Came für weitere BAFTA-Auszeichnungen und Ivor-Novello-Awards nominiert. Seine Musik für die Martiniwerbekampagne, die dreißig Jahre lang rund um die Welt zu hören war, wurde mit drei Clio-Awards ausgezeichnet.

In den 1970ern und 1980ern arbeitete Gunning mit dem britischen Rockmusiker Colin Blunstone zusammen und war unter anderem für das unverkennbare Streicherarrangement in Blunstones Hit Say You Don't Mind aus dem Jahre 1972 verantwortlich. Momentan arbeiten die beiden erneut gemeinsam an einer CD.

Christopher Gunning hat nahezu die Musik aller Poirotverfilmungen, deren Hauptdarsteller David Suchet ist, und den Soundtrack der drei Staffeln der britischen Fernsehsendung Rosemary & Thyme, deren Hauptdarstellerinnen Pamela Ferris und Felicity Kendal sind, komponiert.

Zusätzlich zu den Aufführungen vieler seiner TV- und Filmkompositionen sind Gunnings Konzert für Saxophon und Orchester (Originaltitel: Concerto for Saxophone and Orchestra) und der Hummer (Originaltitel: The Lobster) in einigen Konzerthäusern Europas – darunter auch das Londoner Southbank Centre – aufgeführt worden. Sein Saxophonkonzert (im Original: The Saxophone Concerto) wurde von John Harle und der Academy of St. Martin in the Fields eingespielt und wurde von Sanctuary Classics veröffentlicht. Der Hummer erschien bei dem britischen Plattenlabel Meridian Records, das Klavierkonzert (im Original: Piano Concerto), die Sinfonie Nr. 1 (Originaltitel: Symphony No. 1) und der Sturm (im Original: Storm) werden von den Albany Records vertrieben.

Zu seinen neuesten Werken zählen Konzerte für Oboe und Klarinette, die CD Skylines und die zusammen mit dem Konzert für Oboe und Streichorchester (Originaltitel: Concerto for Oboe and String Orchestra) unter dem Label Chandos Records veröffentlichte 3. und 4. Sinfonie (Originaltitel: Symphony No. 3 und Symphony No. 4), die das Royal Philharmonic Orchestra einspielte. Jüngst wurde Gunnings 5. Sinfonie (im Original: Symphony No. 5) unter seiner musikalischen Leitung vom Royal Philharmonic Orchestra aufgenommen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1970: Goodbye GeminiThriller; Regie: Alan Gibson, Produktion: Joseph Shaftel
  • 1971: Hands of the Ripper
  • 1974: Intimate Strangers
  • 1975: In Celebration – Verfilmung eines Theaterstücks; Regie: Lindsay Anderson
  • 1977: Rogue Male
  • 1977: Three Hostages
  • 1979: Running BlindMiniserie; Regie: William Brayne, Produktion: Bob Mackintosh
  • 1980–2004: Agatha Christie's Poirot
  • 1981: Charlie Was A Rich Man – TV-Drama; Regie: William Brayne, Produktion: Richard Everitt
  • 1981: Stay With Me Till Morning – Miniserie; Regie: David Reynolds, Produktion: Michael Glynn
  • 1981: Wilfried and Eileen
  • 1981: Charlie Muffin oder A Deady Game
  • 1981: The Day of the Triffids
  • 1982: The Brack Report
  • 1982: East Lynne
  • 1983: Chessgame
  • 1985: A Flame to the Phoenix
  • 1987: Porterhouse Blue
  • 1987: Rebel Angel
  • 1987: Knights of God
  • 1988: Mr. Majeika
  • 1989: When the Whales Came
  • 1991: Unter Verdacht (Under Suspicion)
  • 1991: Yorkshire Glory
  • 1992: The Big Battalions
  • 1993: All or Nothing at All
  • 1994: Midnight Movie
  • 1994: Middlemarch
  • 1994: Islands in the African Sky
  • 1995: The Affair
  • 1995: The Glass Virgin
  • 1996: Karaoke & Cold Lazarus
  • 1997: Rebecca
  • 1997: Family Money
  • 1998: Firelight
  • 1998: The Cater Street Hangman
  • 1998: A Life for a Life
  • 1988: The Life and Crimes of William Parker
  • 1999: The Last Train
  • 1999: Hokkaido – Garden of the Gods
  • 2000: Anchor Me
  • 2001: Wild Africa
  • 2001: The Innocent
  • 2003: The Boy David
  • 2003: Pollyanna
  • 2003–2006: Rosemary & Thyme
  • 2004: Tod auf dem Nil (Death on the Nile)
  • 2004: Das unvollendete Bildnis (Five Little Pigs)
  • 2004: Morphium (Sad Cypress)
  • 2004: Das Eulenhaus (The Hollow)
  • 2004: Lighthouse Hill
  • 2007: La vie en rose
  • 2014: Grace of Monaco

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel über Christopher Gunning auf chandos.net

Weblinks[Bearbeiten]