Christopher John Koch

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Christopher John Koch, AO (* 16. Juli 1932 in Hobart ; † 22. September 2013 in Richmond (Tasmanien)[1]) war ein australischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Koch wurde in Hobart, Tasmanien, geboren.[2] Von 1946 bis 1950 besuchte er verschiedene Schulen, so das Clemens College, das St. Virgil's Christian Brothers College und die Hobart State High School. Bereits mit 16 Jahren arbeitete er als Fotograf und Cartoonzeichner für den Hobart Mercury[3]. Von 1951 bis 1954 studierte er Literatur an der University of Tasmania[4]. Er lebte einige Zeit in London, kehrte aber nach Australien zurück, um damit dem britischen Wehrdienst zu entgehen. Anschließend arbeitete er fast 10 Jahre als Produzent und Nachrichtensprecher für die Australian Broadcasting Corporation in Sydney.[3][1].

Koch veröffentlicht 1958 seinen ersten Roman, The Boys in the Island. 1965 folgte Across the Sea Wall. Seit 1972 arbeitete Koch ausschließlich als Schriftsteller, er ging dafür zuerst nach Tasmanien zurück, doch er lebte danach noch an vielen anderen Orten im Laufe der Jahre.

Sein bekanntestes Werk ist der Roman Ein Jahr in der Hölle (engl. The Year of Living Dangerously) aus dem Jahr 1978, der 1982 von Peter Weir mit Sigourney Weaver, Mel Gibson und Linda Hunt in den Hauptrollen verfilmt wurde (Ein Jahr in der Hölle). Koch wird dabei auch Koautor des Drehbuch genannt, obwohl er sich mit Weir unter anderem über die Besetzung einer im Roman männlichen Rolle durch Linda Hunt zerstritten hatte.[5][1]. Literarische Anerkennung erhielt Koch für seine Romane The Doubleman (1985) und Highways to a War (1996) für die er den Miles Franklin Award erhielt.[1]

Für seine Verdienste um die australische Literatur erhielt er 1995 den Titel Officer of the Order of Australia.[6]

Im Sommer 2012 wurde eine Krebserkranunkung bei Koch diagnostiziert, die ursprüngliche Progronose lautete, das er nur noch, wenige Wochen zu leben habe, aber er erlebte noch die Veröffentlichung seines hochgelobten letzten Romans Lost Voices im September 2012 und erlag nun ein Jahr nach der Diagnose seiner Erkrankung.

Koch war zweimal verheiratet, aus der Ehe mit seiner ersten Frau hat einen Sohn den klassischen Gitarristen und Musiklehrer Gareth Koch.[1]

Romane[Bearbeiten]

Deutsch[Bearbeiten]

  • Ein Jahr in der Hölle (engl. The Year of Living Dangerously, Stuttgart, Klett-Cotta, 1988, ISBN 3608955615)
  • Das Verschwinden des Michael Langford (engl. Highways to a War, Frankfurt a. M., S. Fischer, 1997, ISBN 3-10-040213-8)

Englisch[Bearbeiten]

  • The Boys in the Island (1958, revised ed, Angus & Robertson, 1974)
  • Across the Sea Wall (Heinemann, 1965)
  • The Year of Living Dangerously (Nelson, 1978)
  • The Doubleman (Chatto and Windus, 1985)
  • Crossing the Gap: a novelist’s essays (Hogarth Press, 1993)
  • Highways to a War (Heinemann, 1995)
  • Out of Ireland (Doubleday, 1999)
  • The Memory Room (2007)
  • Lost Voices (2012)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Year of Living Dangerously author CJ Koch dies at 81 bei BBC News 27. September 2013, abgerufen am 29. September 2013
  2. C.J. Koch. In: Encyclopædia Britannica (englisch).
  3. a b http://www.abc.net.au/tv/firsttuesday/s2101093.htm
  4. a b c d http://biography.jrank.org/pages/4517/Koch-C-hristopher-J-ohn.html
  5. http://www.imdb.de/name/nm0462272
  6. It's an Honour. Australian Government, abgerufen am 23. Juli 2010.