Chrom(IV)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Chrom(IV)-oxid
__ Cr4+      __ O2−
Allgemeines
Name Chrom(IV)-oxid
Andere Namen

Chromdioxid

Verhältnisformel CrO2
CAS-Nummer 12018-01-8
Kurzbeschreibung

brauner bis schwarzer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 83,99 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,89 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

Zersetzung oberhalb 250 °C[2]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Brandfördernd
Brand-
fördernd
(O)
R- und S-Sätze R: 8
S: 8​‐​22
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Chrom(IV)-oxid (chemische Formel CrO2) ist das Oxid des vierwertigen Chroms.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Erstmals synthetisiert wurde es durch Norman L. Cox, einen Chemiker bei DuPont, durch Zersetzung von Chrom(VI)-oxid in der Gegenwart von Wasser bei Temperaturen um 500 °C und einem Druck von 200 MPa.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Chrom(IV)-oxid ist ein brauner bis schwarzer Feststoff. Er kristallisiert in einer tetragonalen Rutil-Struktur.

Verwendung[Bearbeiten]

Die ferromagnetischen und elektrisch leitfähigen Kristalle sind von nadeliger Gestalt, was sie für ihre Anwendung als Magnetpigment in Magnetbändern geeignet macht. Kommerziell wurde es von DuPont in den späten 1960er-Jahren als Aufzeichnungsmaterial unter dem Markennamen Crolyn auf den Markt gebracht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chromoxide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 13. Juni 2014.
  2. a b c d Eintrag zu Chrom(IV)-oxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 29. November 2007 (JavaScript erforderlich)
  3. a b Datenblatt Magtrieve™ bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. März 2011 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.