Chrom(VI)-fluorid

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Strukturformel
Keine Zeichnung vorhanden
Allgemeines
Name Chrom(VI)-fluorid
Andere Namen

Chromhexafluorid

Summenformel CrF6
CAS-Nummer 13843-28-2
PubChem 5460740
Kurzbeschreibung

gelber Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 165,99 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Chrom(VI)-fluorid ist eine hypothetische anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Fluoride. Da sich gezeigt hat, dass das IR-Spektrum von matrixisoliertem Chrom(V)-fluorid identisch mit dem aus der Literatur bekannten IR-Spektrum von Chrom(VI)-fluorid ist, wird dessen Existenz als eigenständige Verbindung bezweifelt.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Die erste Synthese der Verbindung wurde 1963 von Oskar Glemser durch Synthese aus den Elementen bei 400 °C und 350 atm berichtet,[4] wobei auch viel Chrom(V)-fluorid entsteht.

\mathrm{Cr + 3 \ F_2 \longrightarrow CrF_6}

Nach einigen erfolglosen Reproduktionsversuchen berichtete Eric G. Hope von der Synthese durch Fluorierung von Chrom(VI)-oxid, wobei das Produkt ein Verhältnis von Chrom zu Fluor von 1 zu 5,7 zeigte.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Chrom(VI)-fluorid ist ein zitronengelbes, zersetzliches Produkt, das bereits oberhalb von -100 °C rasch in Chrom(V)-fluorid und Fluor zerfällt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I, Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 265.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Eberhard Jacob, Helge Willner: Spektroskopische Studien an höheren Chromfluoriden. Zur Frage der Existenz von Chromhexafluorid, CrF6. In: Chemische Berichte. 123, 1990, S. 1319–1321, doi:10.1002/cber.19901230616.
  4. a b Eric G. Hope, William. Levason, J. Steven. Ogden: Is chromium hexafluoride octahedral? Experiment still suggests "yes!". In: Inorganic Chemistry. 30, 1991, S. 4873–4874, doi:10.1021/ic00026a002.