Chromalveolata

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Für die systematische Einteilung der Lebewesen existieren neben- und nacheinander verschiedene Vorschläge. Das hier behandelte Taxon ist veraltet oder entspricht nicht der gegenwärtig in der deutschsprachigen Wikipedia verwendeten Systematik.

Gephyrocapsa oceanica

Die Chromalveolata waren eine von sechs Gruppen von Eukaryoten, also Lebewesen mit Zellkernen, die es nach der Systematik der Eukaryoten von Adl u. a. 2005 gab. Zu ihnen gehören vor allem verschiedene photosynthetisch aktive Gruppen, die allgemein als Algen bezeichnet werden.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Chromalveolata besitzen Plastiden, die aus einer sekundären Endosymbiose mit einem Vertreter der Archaeplastida stammen. Das heißt, sie haben einen eukaryontischen Einzeller mit Plastiden als Endosymbionten aufgenommen und den primären Wirt so weit reduziert, dass nur mehr der Plastid übrig blieb. Die Plastiden können bei manchen Gruppen sekundär wieder verloren gehen oder reduziert werden. Einige dieser Arten können Plastiden wiederum tertiär wiedererlangen.

Systematik[Bearbeiten]

Die Chromalveolata wurden 2005 durch eine Arbeitsgruppe um Sina Adl erstbeschrieben. Sie gliederte die Chromalveolata in vier Gruppen ohne klassische Rangstufen:

Im Jahr 2012 wurden im Rahmen einer Revision derselben Arbeitsgruppe Stramenopile und Alveolata zusammen mit den Rhizaria in das Taxon Sar gestellt, die Chromalveolata wurden dabei zerschlagen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Sina M. Adl, Alastair G. B. Simpson, Mark A. Farmer, Robert A. Andersen, O. Roger Anderson, John A. Barta, Samual S. Bowser, Guy Bragerolle, Robert A. Fensome, Suzanne Fredericq, Timothy Y. James, Sergei Karpov, Paul Kugrens, John Krug, Christopher E. Lane, Louise A. Lewis, Jean Lodge, Denis H. Lynn, David G. Mann, Richard M. McCourt, Leonel Mendoza, Øjvind Moestrup, Sharon E. Mozley-Standridge, Thomas A. Nerad, Carol A. Shearer, Alexey V. Smirnov, Frederick W. Spiegel, Max F. J. R. Taylor: The New Higher Level Classification of Eukaryotes with Emphasis on the Taxonomy of Protists. The Journal of Eukaryotic Microbiology 52 (5), 2005; Seiten 399-451 (Abstract und Volltext)