Liste von Flugunfällen 1976 bis 1990

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Dies ist eine Teilliste der Flugunfälle der Jahre 1976 bis 1990. Für übrige Zeitspannen siehe Liste von Katastrophen der Luftfahrt.

1976[Bearbeiten]

  • 8. Februar – Los Angeles, Kalifornien, USA. Eine Douglas DC-6 stürzte auf einen Golfplatz in der Nähe des Flughafens Van Nuys. Bei der Rettungsaktion wurden 10 Feuerwehrmänner verletzt. Die 3 Mitglieder des Flugpersonals starben, während die 3 Mitglieder des Bordpersonals nur leichte Verletzungen davontrugen.
  • 23. Mai – Mindanao, Philippinen. Eine BAC 1-11 der Philippine Airlines wurde entführt. Die Entführer hielten die Maschine am Boden auf dem Flughafen Zamboanga City fest. Nach dem Eingreifen der Rettungstruppen eskalierte die Situation und es kam zu einem Schusswechsel und zur Explosion mehrerer Handgranaten. 13 Menschen starben.
  • 13. Oktober - Eine Frachtmaschine vom Typ Boeing 707 stürzte kurz nach dem Start auf eine belebte Straße in Santa Cruz, Bolivien. Drei Besatzungsmitglieder und 88 Zivilisten starben, unter anderem Kinder in einer Grundschule und einige Fußballspieler, die die abstürzende Maschine erfasste.[1] Es war das bis dahin schwerste Flugunglück in Bolivien.
  • 25. Dezember – Bangkok, Thailand. Absturz einer Boeing 707 der Egypt Air beim Landeanflug etwa 2 km vor der Landebahn in ein Industriegebiet. Alle 53 Menschen an Bord starben, außerdem 19 Personen aus dem Industriegebiet.

1977[Bearbeiten]

  • 13. Januar – Alma-Ata, UdSSR. Absturz einer Tupolew Tu-104 der Aeroflot durch einen Triebwerksbrand etwa 3 km vor Erreichen des Flughafens. Alle 96 Menschen starben.
  • 4. April – Hope (Georgia), USA. Eine Douglas DC-9 der Southern Airways hatte einen Ausfall beider Triebwerke. Daraufhin versuchte der Pilot eine Notlandung auf einer doppelspurigen Autobahn. 62 der 85 Menschen an Bord starben, ebenfalls 8 Menschen, die sich auf der Autobahn befanden.
  • 19. November – Funchal (Madeira). Bei starkem Regen und schlechter Sicht kam auf dem Flughafen Madeira eine Boeing 727-200 der TAP Portugal nach der Landung auf der damals noch kurzen Bahn nicht zum Stehen und stürzte 40 Meter tief auf die Klippen. 131 der 164 Menschen an Bord fanden den Tod.
  • 18. Dezember – Funchal (Madeira). Eine Caravelle der SATA stürzte während des Landeanflugs ins Meer. 36 Menschen starben.

1978[Bearbeiten]

  • 1. Januar – Bombay, Indien. Eine Boeing 747 der Air India explodierte und stürzte ins Meer, Minuten nach dem Start. Alle 213 Menschen an Bord starben.
  • 20. April – Russland. Eine Boeing 707 der Korean Air war durch russische Kampf-Jets beschossen und zur Notlandung auf einem zugefrorenen See gezwungen worden. 2 Menschen starben, 107 überlebten.
  • 15. November – Colombo, Sri Lanka. Eine Douglas DC-8 auf dem Rückflug von Mekka geriet in einen Wirbelsturm während des Landeanflugs auf den Flughafen Bandaranaike, etwa 1 km entfernt. 183 Menschen starben, 66 wurden gerettet.
  • 23. Dezember – Palermo, Sizilien, Italien. Eine Douglas DC-9 der Alitalia stürzte beim Landeanflug etwa 6 km vor dem Flughafen ins Mittelmeer. 21 Menschen wurden durch Besatzungen von Fischerbooten gerettet, 108 Menschen starben.

1979[Bearbeiten]

  • 30. Januar – Eine Boeing 707-323C Frachtmaschine der VARIG verschwand auf dem Flug 967 von Tokio nach Los Angeles aus ungeklärtem Grund über dem Pazifik, nachdem sie den Radarbereich der Flugsicherung ca. 200 km vor der japanischen Küste verließ. Weder die sechs Besatzungsmitglieder noch Wrackteile wurden je gefunden (siehe auch Hauptartikel: VARIG-Flug 967).

1980[Bearbeiten]

  • 21. Januar – Teheran, Iran. Eine Boeing 727-86 geriet in einen Schneesturm und stürzte bei Teheran ab. Alle 120 Passagiere und acht Crew-Mitglieder starben.
  • 27. Juni – Ustica, Italien. Absturz einer Douglas DC-9 der Itavia ins Mittelmeer. Es wurde ermittelt, dass die Maschine in einen Luftkampf zwischen libyschen und NATO-Kampfflugzeugen geriet und dabei irrtümlich abgeschossen wurde. Alle 81 Insassen kamen ums Leben. siehe: Itavia-Flug 870
  • 19. August – Riad, Saudi-Arabien. Trotz Notlandung einer saudischen Lockheed L-1011 TriStar nach einem Feuer an Bord konnten die 301 Passagiere nur noch tot geborgen werden. Sie erstickten aufgrund falscher Reaktionen von Crew und Bodenmannschaften nach der Landung.[2]

1981[Bearbeiten]

  • 24. August - Luftraum Südöstliches Sibirien. Ein Bomber vom Typ Tupolew Tu-116 kollidierte mit einer Antonow An-24. Zahl der Toten: unbekannt. Eine Passagierin überlebte den Sturz aus ca. 5220 m Höhe.

1982[Bearbeiten]

  • 11. September – Mannheim. Ein US-Militärhubschrauber stürzte bei einer Flugschau über dem Mannheimer Flughafen in Mannheim-Neuostheim auf die Autobahn A 656. Bei dieser Katastrophe kamen 38 Fallschirmspringer aus Mannheim und den Mannheimer Partnerstädten Toulon, Frankreich, und Swansea, Wales, sowie 3 US-Soldaten und 5 US-Besatzungsmitglieder ums Leben.
  • 29. September - Luxemburg. Eine Iljuschin IL-62 verunglückte kurz nach der Landung auf der Landebahn 06 des Flughafens Findel. Die Aeroflot-Maschine kam aus Moskau und sollte nach Lima weiterfliegen. Beim Aufsetzen klemmte die Schubumkehr auf einer Seite, die Maschine verließ unkontrolliert die Landebahn, streifte mit der Tragfläche eine Hütte, rutschte in einen Wassergraben, verlor dabei das Fahrwerk, hob wieder kurzzeitig ab, und zerschellte in einem angrenzenden Waldgebiet. Hierbei kamen 7 Passagiere ums Leben.

1983[Bearbeiten]

  • 22. Mai – Frankfurt am Main, Hessen, Deutschland. Bei einer Flugschau auf der US Air Base stürzte eine kanadische Maschine vom Typ F-104 Starfighter auf ein auf der B44 fahrendes, mit sechs Personen besetztes Auto. Der Pilot der Maschine konnte sich mit dem Schleudersitz retten. Fünf der Insassen des Autos starben sofort, die sechste, eine junge Frau, erlag nach 81 Tagen ihren schwersten Verbrennungen im Krankenhaus. An der Absturzstelle50.0667148.650795 erinnerte bis 2005 ein Kreuz am Straßenrand an die Opfer des Unglücks. Dieses Kreuz befindet sich heute in den Räumen der Frankfurter Hoffnungsgemeinde. Ein neues weißes Kreuz wurde in der Nähe aufgestellt.
  • 23. Juli – Dem Air Canada Flug 143 (C-GAUN), einer Boeing 767-200 ging während des Fluges von Montreal nach Edmonton auf halbem Weg in 40.000 Fuß der Treibstoff aus. Anfangs hoffte man noch, bis Winnipeg gleiten zu können, was sich dann als nicht machbar erwies. Den Piloten gelang eine sichere Notlandung im Gleitflug (1:12; 5.000 Fuß Sinken auf 10 NM) auf dem Gimli Industrial Park Airport (ehemals: Gimli, Manitoba – Airbase). Die Umrechnung der Treibstoffmenge von Liter in Pfund war fehlerhaft gewesen. Alle 69 Passagiere und Besatzungsmitglieder haben diesen Notfall unverletzt überlebt. In Fliegerkreisen ist das Flugzeug als „Gimli Glider“ (Gimli Segelflugzeug) bekannt.
  • 7. Dezember – Madrid, Spanien. Kollision einer Douglas DC-9 der spanischen Fluggesellschaft Aviaco und einer Boeing 727 der spanischen Iberia bei dichtem Nebel. Alle 42 Personen an Bord der DC-9 und 51 Personen in der 727 starben dabei. 42 Personen konnten gerettet werden, 30 von ihnen mit schweren Verletzungen.

1984[Bearbeiten]

  • 10. Januar – Eine Tupolew Tu-134A (Kennzeichen: LZ-TUR) der Balkan Bulgarian Airlines kam aus Berlin-Schönefeld und machte während eines Schneesturmes am späten Abend wenige Kilometer vor der Landebahn in Sofia/Bulgarien (Flughafen Sofia) eine Bruchlandung auf einem Acker. Die Besatzung war beim Versuch, die Landebahn zu erkennen, unter die Entscheidungshöhe gesunken. Dabei kamen alle Insassen um – 50 Personen. Der Flugzeugrumpf war intakt geblieben. Die Menschen konnten aber nicht die Maschine verlassen und verbrannten darin bzw. erstickten im Rauch.
  • 27. Juni − Eine Pilatus PC-6 „Turbo Porter“ des österreichischen Bundesheeres stürzte im Rahmen einer Luftlandeausbildung des Jägerbataillon 25, oberhalb von Goritschach (Gemeinde Ebenthal in Kärnten), ab und zerschellte auf einem Felsen. Alle 7 Soldaten an Bord kamen ums Leben. Während der Bergungsarbeiten verunglückte noch ein Feuerwehrmann tödlich. Die Maschine war vom Truppenübungsplatz Glainach bei Ferlach gestartet und wegen Veränderung der Sitz/Kauerposition der Mitfliegenden in einen nicht fliegbaren Zustand verlagert worden, was zum Absturz führte.
  • 4. August – Eine Fokker F-27 der Fluggesellschaft Biman aus Chittagong kommend stürzte in einen Sumpf in der Nähe des Flughafens Zia in Bangladesch. Alle 45 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder starben. Pilotin war Kaniz Fatema Roksana, die erste weibliche Flugzeugführerin des Landes in der Zivilluftfahrt. Quelle: New York Times

1985[Bearbeiten]

  • 19. Februar - Pazifischer Ozean, China Airlines Flug 006 gerät nach Triebwerksversagen und Fehlentscheidungen der Bordmannschaft in die Bredouille und verliert infolgedessen in zwei Minuten um etwa zehn Kilometer an Höhe. Das Flugzeug erreicht bei diesem Sturz Mach 0,99 und wird stark beschädigt. Dennoch werden nur 51 Passagiere leicht verletzt. Das Flugzeug konnte in San Francisco notgelandet werden.
  • 19. Februar - Bilbao, Spanien, eine Boeing 727 der spanischen Luftfahrtgesellschaft Iberia, Flug 610, streifte wegen eines Pilotenfehlers im Landeanflug auf den Flughafen Bilbao eine Antennenkonstruktion auf dem 1026 m hohen Berg Oiz. Die linke Tragfläche wurde abgerissen und das Flugzeug stürzte ab. Alle 148 Insassen kamen ums Leben.
  • 16. März - In Cottbus stürzte ein Jagdflugzeug vom Typ MiG 21 M der Nationalen Volksarmee (NVA) mitten in ein Wohngebiet. Es wurden nur 2 Menschen verletzt.[5]
  • 23. Juni – Atlantik, eine Boeing 747 der indischen Luftfahrtgesellschaft Air India stürzte nach einer Bombenexplosion in den Atlantik, 329 Tote.
  • 12. August – Japan-Airlines-Flug 123 stürzt ab, nachdem das Seitenruder abgerissen war. Ursache war eine fehlerhafte Wartung sieben Jahre zuvor. An Bord der Boeing 747 sterben 520 Menschen, es ist bis heute der schwerste Einzelflugunfall.
  • 22. August – Manchester, Großbritannien. Eine Boeing 737 der British Airtours mit 137 Menschen an Bord, startet zum Flug nach Korfu, Griechenland. Während des Startvorgangs bricht zunächst unbemerkt an einem Triebwerk Feuer aus. Sekunden danach brachen die Piloten den Startvorgang ab. Aber der Wind intensivierte die Flammen und der Treibstoff fing ebenfalls Feuer. 55 Personen starben in den Flammen und an den Rauchvergiftungen.
  • 12. Dezember – Eine gecharterte Douglas DC-8 mit US-Soldaten der Sinai-Friedenstruppe auf dem Flug nach Hause in die Weihnachtsferien stürzte unmittelbar nach dem Start in Neufundland ab. 256 Menschen kamen ums Leben.

1986[Bearbeiten]

Aufräumarbeiten bei der abgestürzten Tu-134 am 14. Dezember 1986
  • 6. September – Karatschi, Pakistan. Eine entführte Boeing 747 der PanAm mit 375 Personen an Bord kam unter Granatenbeschuss. 21 Personen starben durch die Explosionen.
  • 12. Dezember – Berlin Schönefeld, DDR. Eine Tupolew Tu-134 der Aeroflot flog im Nebel die falsche Landebahn an und verunglückte beim Korrekturversuch. 70 der 82 Personen an Bord starben dabei. Die Absturzstelle befand sich außerhalb der Stadtgrenze Berlin in der Ortslage Waltersdorf unmittelbar an der Autobahn. Bei den Toten handelte es sich überwiegend um Kinder von Schulklassen.
  • 25. Dezember – Saudi-Arabien. Eine Boeing 737 der Iraqi Airways mit einer Schießerei an Bord zwischen Entführern und Sicherheitspersonal versuchte eine Notlandung. 71 Menschen starben, 36 konnten gerettet werden.

1987[Bearbeiten]

  • 20. Oktober – Indianapolis, Indiana, USA. Eine Corsair II der US Air Force versuchte nach einem Triebwerksausfall eine Notlandung auf dem Flughafen Indianapolis. Das Landemanöver misslang, der Pilot rettete sich mit dem Schleudersitz, die führerlose Maschine stürzte in ein Hotel. Neun Hotelangestellte kamen ums Leben, ein Hotelgast erlag später seinen Verletzungen.[6]
  • 28. November – Mauritius. Eine Boeing 747 der South African Airways, auf dem regulären Flug von Taiwan nach Südafrika, versuchte nach einem Feuerausbruch im Frachtraum eine Notlandung auf Mauritius. Dies missglückte und die Maschine stürzte ins Meer. Alle 160 Menschen an Bord starben.

1988[Bearbeiten]

  • 17. März – Flug 410 der kolumbianischen Fluglinie Avianca stürzte in der Nähe der kolumbianischen Stadt Cúcuta ab. Alle 136 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder der Boeing 727 kamen ums Leben.
  • 26. Juni - Der A320-100 des Air-France-Fluges 296 stürzte beim Flugplatz Mülhausen-Habsheim ab, nachdem er in flachem Flugweg mit leicht angestellter Nase in die Bäume eines Waldes hinter der Rollbahn geflogen war. Von den 136 Menschen an Bord starben drei. Dieser Absturz wurde zunächst auf einen Computerfehler zurückgeführt, was zu Kritik an dem Fly-by-Wire-System führte. Im Laufe der Ermittlungen sollten die Piloten und drei weitere Verantwortliche der fahrlässigen Tötung für schuldig gesprochen werden. Das offizielle Ergebnis des Verfahrens ergab eine Reihe von Pilotenfehlern, auf denen der Absturz beruhte. Die Piloten hätten das automatische Flugkontrollsystem während des Fluges abgeschaltet. Warnungen wegen zu geringer Flughöhe seien ignoriert worden und die Geschwindigkeit zu gering gewesen. Es gibt über diese Ursache eine Kontroverse, da es zu Manipulationen des Flugschreibers gekommen sei. Bemerkenswert ist dieser Absturz, da er sich bei einem Schauflug vor laufenden Fernsehkameras ereignete.
  • 21. Dezember – Aufgrund einer Bombenexplosion an Bord des Fluges Pan-American-Flug 103 stürzte die Boeing 747 über Lockerbie/Schottland ab. Alle 259 Menschen an Bord sowie 11 Einwohner von Lockerbie verloren ihr Leben. Erst am 16. August 2003 übernahm Libyen die Verantwortung für diesen Terroranschlag und zahlte 2,7 Milliarden Dollar an die Hinterbliebenen.

1989[Bearbeiten]

  • 8. Januar – Castle Donington (Großbritannien). Bruchlandung einer Boeing 737 der British Midland Airways durch Triebwerksprobleme und Pilotenfehler, nur wenige hundert Meter vor Erreichen der Landebahn des Flughafens East Midlands. Der Pilot hatte nach Triebwerksproblemen das falsche Triebwerk ausgeschaltet. 47 Menschen starben, 79 konnten gerettet werden. Der Pilot war Kevin Hunt, beide Piloten hatten wenig Erfahrung mit der Boeing 737-400, die gerade neu herausgekommen war. Bei einem Triebwerksschaden, der im Flug entstand, weil die neuen Triebwerke nie in Flug getestet worden waren, gab der Co-Pilot die falsche Triebwerksschadenangabe, da er dachte, dass es das rechte Triebwerk sein müsse, weil er an die alte 737-Serie gewohnt war, bei der die Klimaanlage durch das rechte Triebwerk lief. Er sagte, dass es das sei, weil die Piloten Rauch im Cockpit rochen, aber bei der neuen Serie kam die Frischluft von beiden Triebwerken. Das beschädigte nun laufende Triebwerk lief erstmal problemlos weiter, da die automatische Treibstoffzufuhr weniger Treibstoff gab. Doch dann fiel es auch aus, die Piloten konnten das eigentlich unversehrte Triebwerk nicht mehr über einen Windmühlenstart starten, da die Maschine zu langsam war und es deshalb nicht mehr ansprang. Die Piloten wurden auf das neue Flugzeug unzureichend ausgebildet, denn ein Blick auf die Triebwerkvibrationsanzeige hätte gereicht, um das richtige Triebwerk zu erkennen. Aber auch der Pilot versäumte das anschließende Überprüfen der Instrumente. Die 737 brach in mehrere Teile und hätte fast einen Crash auf der Autobahn M1 verursacht. (Siehe auch: British Midland Airways#Zwischenfälle)
  • 8. Februar – Santa Maria (Azoren). Eine Boeing 707 der Independent Air zerschellte aufgrund eines Kommunikationsfehlers beim Landeanflug an einem Berg. Alle 144 Menschen an Bord starben.
  • 23. Februar - Bei dem ungeklärten Absturz einer Commander AC-90 der Rheintalflug über dem Bodensee bei Rorschach kamen 11 Menschen ums Leben, unter ihnen der damalige österreichische Sozialminister Alfred Dallinger.
  • 10. März – Dryden (Kanada). Eine Fokker F-28 der Air Ontario stürzte wegen vereister Tragflächen kurz nach dem Start ab. 24 Menschen starben, 45 überlebten den Absturz.
  • 7. Juni – Paramaribo (Suriname). Eine Douglas DC-8 der Surinam Airways, auf dem planmäßigen Flug von den Niederlanden kommend, stürzte nach dem dritten Landeanflug in dichtem Nebel in den Dschungel. 168 Menschen starben, nur 15 überlebten.
  • 17. Juni – Flughafen Berlin-Schönefeld (DDR). Eine Iljuschin-62MK der Interflug brach den Startvorgang während des Abhebens wegen technischer Probleme ab. Nach dem Kommando für vollen Schub auf die Triebwerke für den zum Abbremsen nötigen Umkehrschub, beging der Flugingenieur einen verhängnisvollen Fehler: Anstatt Schub zu geben, schaltet er die Maschinen ab. Die Verkehrsmaschine schoss über die Landebahn hinaus und fing Feuer. 20 der an Bord befindlichen 105 Menschen starben.
  • 3. September – São José de Xingu, (Mato Grosso, Brasilien). Dem Varig-Flug 254, einer Boeing 737-241, ging über dem Dschungel der Treibstoff aus und die Maschine musste notlanden. Wegen eines irreführenden Flugplans hatte die Besatzung einen Kurs von 270 statt 27 Grad gesetzt. 13 Menschen starben, die 41 Überlebenden wurden erst sechs Tage später gerettet.
  • 8. September – Kopenhagen (Dänemark). Absturz einer Convair 580 der norwegischen Partnair aufgrund von Materialermüdung gefälschter Ersatzteile.[7][8] 55 Menschen starben.
  • 19. September – Niger. Der UTA-Flug 772 der französischen UTA explodierte in der Luft durch eine Bombe. Alle 170 Menschen an Bord starben.
  • 18. Dezember – bei und in Maxdorf (Deutschland). Nach Kollision zweier im Formationsflug befindlicher Düsenjäger der US-Air Force Absturz beider Maschinen. Das eine Flugzeug schlug auf freiem Feld auf, das zweite stürzte in eine – gerade leere – Halle des Großmarktes der Gemeinde Maxdorf. Der eine Flugzeugführer konnte sich mit dem Schleudersitz retten, der andere starb in seinem Cockpit.

1990[Bearbeiten]

  • 17. April - Beim Zusammenstoß zweier kanadischer Militärmaschinen und deren Absturz innerhalb der Stadtgebietes von Karlsruhe, Deutschland starb ein Pilot, dessen Fallschirm sich nicht geöffnet hatte.[9][10]
  • 10. Juni – British-Airways-Flug 5390: die BAC 1-11 verliert eine Cockpitscheibe und muss notlanden. Alle überleben – auch der Kapitän, der halb aus dem Cockpit herausgesaugt worden war.
  • 21. November – Thailand. Auf dem Inlandsflug der Bangkok Airways von Bangkok nach Ko Samui verloren die Piloten der Bombardier Dash 8Q-100 nach einem missglückten Landeanflug die Orientierung. In schlechtem Wetter sank die Maschine unbemerkt und stürzte in eine Kokosnuss-Plantage. Keiner der 38 Menschen an Bord überlebte.
  • 3. Dezember – Detroit, Michigan, USA. Zwei Verkehrsmaschinen der Northwest Airlines, eine Douglas DC-9 auf dem Weg nach Pittsburgh und eine Boeing 727 auf dem Weg nach Memphis, kollidierten im Nebel am Boden. Die Piloten der DC-9 waren versehentlich auf die Startbahn gerollt. Bei dem Zusammenprall mit über 150 km/h wurde bei jeder Maschine eine Tragfläche abgerissen und bei der DC-9 brach Feuer aus. 8 Menschen starben, 198 Menschen überlebten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. BBC: On this day, abgefragt am 12. Oktober 2011
  2. Saudia Flug 163, 19. August 1980
  3. Criminal Occurrence. Aviation Safety Network, abgerufen am 3. Januar 2011 (englisch): „Polar 3 was shot down by Frente Polisario guerrillas.“
  4.  Marokko – Moderner Limes. In: Der Spiegel. Nr. 12, 1985 (online). Zitat: „ein bedauerliches Versehen“.
  5. http://www.lr-online.de/cottbuserflugzeugabsturz./Flugzeug-Absturz-Hunderte-Cottbuser-hatten-Riesenglueck;art1049,4434391
  6. Flying in an Analog...
  7. http://en.allexperts.com/e/p/pa/partnair_flight_394.htm
  8. http://www.natgeochannel.co.uk/programmes/air-crash-investigation/skagerrak-1989
  9. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13499733.html
  10. http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video684200.html

Literatur[Bearbeiten]

  • Stanley Stuart: Emergency, 1999, ISBN 3-924208-18-2
  • Mike Sharpe: Die größten Flugzeugkatastrophen, Bindlach 1998, ISBN 3-8112-1670-8
  • Andrew Brookes: Katastrophen am Himmel, 1994, ISBN 3-7637-5930-1
  • Helmut Kreuzer: Absturz, Die tödlichen Unfälle mit Passagierflugzeugen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (seit 1950), Air Gallery Edition, Erding, 1. Auflage 2002, ISBN 3-9805934-3-6, (technisch-wissenschaftliche Darstellungen auf Basis der Flugunfalluntersuchungen, fünf Unfälle von 1986 bis 1990)
  • Karcev Chazanovskij: Warum irrten die Experten?, Berlin 1990, ISBN 3-341-00545-5
  • Michel Brun: Incident at Sachalin, Four Walls Eight Windows, New York 1995, ISBN 1-56858-054-1

Weblinks[Bearbeiten]