Chronstau

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Chronstau
Chrząstowice
Wappen von Chrząstowice
ChronstauChrząstowice (Polen)
ChronstauChrząstowice
Chronstau
Chrząstowice
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Oppeln
Landkreis: Opole
Fläche: 8,68 km²
Geographische Lage: 50° 39′ N, 18° 4′ O50.6518.066666666667Koordinaten: 50° 39′ 0″ N, 18° 4′ 0″ O
Einwohner: 1241 ([1])
Postleitzahl: 46-053
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OPO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: CzęstochowaOpole
Schienenweg: Częstochowa ↔ Opole
Nächster int. Flughafen: Katowice
Gemeinde
Gemeindeart: Landgemeinde
Gemeindegliederung: 9 Schulzenämter
Fläche: 82,31 km²
Einwohner: 6780
(31. Dez. 2013)[2]
Bevölkerungsdichte: 82 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1609012
Verwaltung (Stand: 2007)
Gemeindevorsteher: Helena Rogacka
Adresse: ul. Dworcowa 38
46-053 Chrząstowice
Webpräsenz: www.chrzastowice.pl

Chronstau (polnisch Chrząstowice; dt. 1936–1945 Kranst) ist ein Ort in Oberschlesien im Powiat Opolski der Woiwodschaft Oppeln in Polen, östlich von Opole und Sitz der gleichnamigen Landgemeinde.

Geschichte[Bearbeiten]

Kirche der Unbefleckten Empfängnis

Vor dem Zweiten Weltkrieg war Chronstau Teil des Landkreises Oppeln.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde 1921 in Oberschlesien eine Volksabstimmung über die weitere staatliche Zugehörigkeit abgehalten. In Chronstau wurden 248 Stimmen (54,0 %) für den Verbleib bei Deutschland und 211 (46 %) für den Anschluss an Polen abgegeben, worauf Chronstau in Deutschland verblieb.[3]

1945 fiel der Ort an Polen und erhielt die Bezeichnung Chrąsty bzw. Chrząsty; 1947 wurde schließlich der Ortsname Chrząstowice festgelegt. Nach dem Krieg ist nur eine geringe Zahl der einheimischen Bevölkerung vertrieben worden. Bis heute leben drei Bevölkerungsgruppen in der Gemeinde: Polen, Deutsche (26,7 %) und Schlesier (6,5 %).

Seit 2006 ist die Gemeinde Chronstau offiziell zweisprachig und 2008 wurden deutschsprachige Ortsbezeichnungen eingeführt.

Am 11. Dezember 2008 wurden in der Gemeinde feierlich die zweisprachigen Ortsschilder enthüllt. Chronstau ist die dritte Gemeinde mit deutschsprachigen Ortsschildern in der Woiwodschaft Oppeln.[4]

Am 30. Oktober 2012 wurden an allen Bahnhöfen, die in der Gemeinde liegen, zweisprachige Bahnhofsschilder aufgestellt. Diese tragen unter der polnischen Bezeichnung die deutsche. Es handelt sich dabei um die ersten zweisprachigen Bahnhofsschilder in Polen. Es gibt drei Bahnhöfe im Gemeindegebiet: Chronstau, Derschau und Dembiohammer.[5]

Partnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1997 arbeitet die Gemeinde Chronstau mit der deutschen Gemeinde Reinhardtsgrimma in Sachsen partnerschaftlich zusammen.

Landgemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Chronstau umfasst ein Gebiet von 82 km² mit rund 6.500 Einwohnern. Zur Gemeinde gehören folgende Orte:

  • Chronstau (Chrząstowice; 1936–1945 Kranst)
  • Dembiohammer (Dębska Kuźnia; 1936–1945 Eichhammer)
  • Dembio (Dębie; 1936–1945 Reichenwald)
  • Fallmirowitz (Falmirowice; 1936–1945 Fallmersdorf)
  • Dombrowitz (Dąbrowice; 1936–1945 Eichgrund)
  • Derschau (Suchy Bór)
  • Lendzin (Lędziny; 1936–1945 Lenzen)
  • Tempelhof (Niwki)
  • Danietz (Daniec; 1936–1945 Bergdorf)

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. mapa.szukacz.pl (polnisch, abgerufen am 7. Oktober 2012)
  2. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2013. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 9. Juli 2014.
  3. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung; abger. am 15. Oktober 2009
  4. NTO.pl: W Chrząstowicach stanęły znaki z dwujęzycznymi nazwami miejscowości
  5. Zweisprachige Bahnhofsschilder in Chronstau