Chryseis

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Chryseis (Begriffsklärung) aufgeführt.

Chryseis (griechisch Χρυσηίς) ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Priesters Chryses am Heiligtum des Apollon Smintheus in Chryse.

Sie wurde im Trojanischen Krieg von Achilles geraubt, bei der Beuteaufteilung jedoch Agamemnon zugesprochen und zu seiner Geliebten gemacht. Zu Beginn der Ilias erzählt Homer: Als ihr Vater sie im Lager der Griechen von Agamemnon zurückerbat, wurde er von diesem bedroht und davongejagt. Er flehte Apollon um Rache an und dieser sandte seine Pfeile ins Lager der Griechen, wo sie Tod, Pest und Verderben brachten. Agamemnon musste Chryseis zurückgeben, um den Gott gnädig zu stimmen, forderte jedoch als Ersatz die Konkubine des Achilles, Briseis. Dieser musste sich dem Heerführer beugen, verweigerte aus gekränkter Eitelkeit den weiteren Kriegsdienst und brachte so die Griechen in große Nöte.[1] Dieser „Zorn des Achilles“ ist ein Leitthema der Ilias.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homer, Ilias 1, 1–393 (altgriechisch und englisch, deutsch)