Chrysippos (Sohn des Pelops)

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Zeuxo und Chrysippos auf einer Schale des Brygos-Malers, um 490/80 v. Chr.

Chrysippos (griechisch Χρύσιππος) ist in der griechischen Mythologie der Sohn von Pelops und Axioche und Halbbruder der Zwillinge Thyestes und Atreus.

In einer Version lastet auf ihm der Fluch, den Myrtilos auch über seinen Vater und sein Geschlecht aussprach. Laios (Vater des Ödipus), der aus Theben floh, unterrichtet ihn im Wagenlenken und verliebt sich in den Jungen. Laios kehrt jedoch nach Theben zurück, um den Thron zu besteigen. Pelops und sein Sohn Chrysippos besuchen ihn in Theben und Laios schändet den Chrysippos. Daraufhin verflucht Pelops Laios, er solle niemals einen Sohn haben oder falls doch, solle dieser ihn umbringen. Chrysippos wurde schließlich von seinen beiden Halbbrüdern Thyestes und Atreus auf Drängen der Hippodameia, die fürchtete, dass er und nicht ihre Söhne Theben erben würden, umgebracht.[1]

In einer anderen Überlieferung ist Chrysippos der Grund des Streits zwischen Laios und seinem Sohn Ödipus, da sich beide in den schönen Jüngling verliebt hätten.[1] Auch Zeus und Theseus werden gelegentlich als Entführer des Chrysippos erwähnt.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  1. a b c Heinrich Wilhelm Stoll: Chrysippos 2. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 902–905 (Digitalisat).