Chuck Evans

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basketballspieler
Chuck Evans
Spielerinformationen
Voller Name Charles Lee Evans
Spitzname Chuck
Geburtstag 17. Dezember 1971
Geburtsort Atlanta (GA), USA
Größe 180 cm
Position Point Guard
College Mississippi State
Vereine als Aktiver
1989–1990 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten ODU Monarchs (NCAA)
1991–1993 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten MSU Bulldogs (NCAA)
1993–1994 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Trojans (USBL)
1994–1995 RusslandRussland ZSKA Moskau
1995–1996 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Trojans
1996–1997 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Florida Sharks
199700000 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Black Hills Posse
1998–1999 DeutschlandDeutschland Hagen Hunters
1999–2001 DeutschlandDeutschland Bayer Giants Leverkusen
000002001 FrankreichFrankreich Olympique d’Antibes
2001–2002 PolenPolen Stal Ostrów
002003000 DeutschlandDeutschland Brandt Hagen
2003–2004 DeutschlandDeutschland ALBA Berlin
200400000 SpanienSpanien Cantabria Lobos
2004–2006 DeutschlandDeutschland BG Karlsruhe
200600000 IrlandIrland Neptune Cork
200600000 DeutschlandDeutschland Erdgas Ehingen/Urspringschule
200600000 DeutschlandDeutschland TBB Trier
000002007 DeutschlandDeutschland Mitteldeutscher BC
2007–2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Worcester Wolves
200800000 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Cheshire Jets
000002009 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Everton Tigers
Vereine als Trainer
200900000 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Worcester Wolves
2009–2010 DeutschlandDeutschland BSW Sixers

Charles Lee „Chuck“ Evans (* 17. Dezember 1971 in Atlanta, Georgia) ist ein deutscher Basketballtrainer, der gebürtig aus den USA stammt. Evans besitzt seit 2003 die deutsche Staatsbürgerschaft.

Spieler am College[Bearbeiten]

Evans begann sein Studium in Virginia an der Old Dominion University[1] und wechselte später nach Mississippi, so dass er aufgrund der Regularien der NCAA ein Jahr als Spieler pausierte. Für die Bulldogs der MSU erzielte er im Schnitt acht Assists pro Spiel und ist in den All-Time-TopTen der meisten Vorlagen in einem Spiel bei den Bulldogs allein fünfmal vertreten.[2]

Professionelle Spielerkarriere[Bearbeiten]

Nach dem College spielte Evans in der USBL für die Trojans seiner Heimatstadt, die 1994 & 1995 jeweils im Meisterschaftsfinale dieser Liga unterlegen waren. In der Saison 1994/95 hatte Evans ein Engagement beim russischen Spitzenklub ZSKA Moskau, der in jener Saison die russische Meisterschaft gewann. Nach weiteren Engagements in der USBL und in der International Basketball League in seinem Geburtsland wechselte Evans 1998 nach Hagen in die deutsche Basketball-Bundesliga. Mit knapp 15 Punkten und über 7 Assists pro Spiel kamen auch hier seine Stärken zum Vorschein, die er in der Play-Off-Qualifikationsrunde gegen die siegreichen Giants aus Leverkusen sogar noch etwas steigern konnte, wo er in zwei Spielen fast 25 Punkte und über 8 Assists im Schnitt hatte. Zur folgenden Saison wurde er von Leverkusen verpflichtet und erreichte mit den Giants das Finale um die Deutsche Meisterschaft, welches 2000 gegen den damaligen Serienmeister ALBA Berlin verloren ging. Im Pokal-Endturnier wurde der dritte Platz erreicht. In der darauffolgenden Saison schied er mit Leverkusen bereits im Meisterschafts-Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn aus. Evans verließ Deutschland in Richtung Frankreich und spielte später in Polen, bevor er Anfang 2003 zu Brandt Hagen zurückkehrte. Hagen konnte sich in der Saison 2002/03 nicht für die Play-Offs um die deutsche Meisterschaft qualifizierten, verteidigte aber in der Qualifikationsrunde seinen neunten Platz erfolgreich. In der Saisonpause stand Evans vor einem Wechsel nach Griechenland, bevor er doch noch nach Hagen zurückkehrte.[3] Nach der Insolvenz der Hagener im Dezember 2003 spielte er schließlich für den Rest der Saison 2003/04 als Ergänzungsspieler (durchschnittlich 10 Minuten Spielzeit pro Spiel) für den Serienmeister Alba Berlin,[4] der zum ersten Mal nach sieben Jahren die Meisterschaft verpasste und als Hauptrundenerster im Halbfinale gegen GHP Bamberg ausschied. In der folgenden Saison spielte Evans zunächst in Spanien, bevor er zum Jahreswechsel in die BBL nach Karlsruhe wechselte. Auch bei der BG Karlsruhe war Evans kein Starter mehr, so dass seine Spielanteile bei gut 20 Minuten Spielzeit, zwei bis drei Assists und knapp fünf Punkte im Schnitt stagnierten. Nach einem Abstecher in Irland war Evans in der 2. Basketball-Bundesliga in der Saison 2006/07 als erfahrener Aufbauspieler kurzzeitig aktiv für die Nachwuchsschmiede aus Ehingen, die ihre Spieler hauptsächlich aus dem Internat der Urspringschule rekrutiert.[5] Evans bekam jedoch ein Angebot aus Trier, höherklassig zu spielen und war so noch einmal für vier Spiele in der BBL aktiv.[6] Nachdem der vierwöchige Probevertrag nicht verlängert wurde, wechselte Evans in die Nordgruppe der 2. Liga zum MBC aus Weißenfels. Zum Saisonbeginn 2007/08 unterschrieb Evans einen zweijährigen Vertrag beim West-Regionalligisten Konstantin Elephants aus Grevenbroich.[7] Noch vor dem Saisonbeginn bat er um die Auflösung seines Vertrages, um sein Studium in Großbritannien abschließen zu können[8] und setzte seine Spielerkarriere bei den Wolves in Worcester fort. In der darauffolgenden Saison spielte er noch für zwei weitere britische Vereine, bevor er zu Saisonbeginn 2009/10 als Trainer nach Worcester zurückkehrte.[9]

Trainer[Bearbeiten]

Sein erstes Engagement als Trainer bei den Worcester Wolves ist überschattet von Rassismus-Vorwürfen, demzufolge Evans pauschal die Einstellung der hellhäutigen Spieler kritisiert haben soll.[10] In der Folge wurde Evans bei den Wolves entlassen und übernahm den durch die Entlassung von Keith Gray freigewordenen Trainerposten beim deutschen Regionalligisten BSW Sixers aus Sandersdorf.[11] Ende September 2010 entschied sich Evans von seinem Posten als Headcoach Abstand zu nehmen und kehrte mit seiner schwangeren Frau in die USA zurück. Sein Nachfolger in Sandersdorf wurde Stephen Arigbabu.[12]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ODU Men’s Basketball Media Guide 2007/08. CSTV.com, 16. November 2007, S. 105, abgerufen am 7. März 2010 (PDF (13,9 MB), englisch).
  2. 2009-10 Mississippi State Men's Basketball Media Guide - Records. Mississippi State University, 10. November 2009, S. 107, abgerufen am 7. März 2010 (PDF (1,7 MB), englisch).
  3. Brandt Hagen holt Evans zurück. Schoenen-Dunk.de, 2. September 2003, abgerufen am 7. März 2010 (Medien-Info Brandt Hagen).
  4. ALBA BERLIN verpflichtet Chuck Evans. ALBA Berlin, 17. Dezember 2003, abgerufen am 27. April 2013 (Medien-Info im News-Archiv).
  5. Erdgas Ehingen/Urspringschule: „Zu lange im Bus sitzen geblieben“. DieJungeLiga.de, 23. Oktober 2006, abgerufen am 7. März 2010 (Artikel der Südwest Presse mit Interview von Evans).
  6. „Es gibt im Spiel nur einen Basketball“. TBB Trier, 28. Dezember 2006, abgerufen am 7. März 2010 (Interview von Martin Greif mit Evans).
  7. Erste Neuverpflichtung bei den Elephants. Schoenen-Dunk.de, 23. Juni 2007, abgerufen am 7. März 2010 (Medien-Info der Grevenbroich Elephants).
  8. Christoph Eßer: Chuck Evans geht neue Wege. Schoenen-Dunk.de, 2. August 2007, abgerufen am 7. März 2010 (Medien-Info Grevenbroich Elephants).
  9. Tom Guest: Evans replaces Harker as Wolves head coach. WorcesterNews.co.uk, 19. Mai 2009, abgerufen am 3. Juli 2010 (englisch).
  10. Michael Reeves: Worcester Wolves torn apart in 'racism' row. WorcesterNews.co.uk, 15. Dezember 2009, abgerufen am 7. März 2010 (englisch).
  11. Thomas Schaarschmidt: Evans der neue Mann auf der Bank. Mitteldeutsche Zeitung, 20. Dezember 2009, abgerufen am 7. März 2010.
  12. Thomas Schaarschmidt: Eine Entscheidung für die Familie. Mitteldeutsche Zeitung, 26. September 2010, abgerufen am 28. September 2010.