Chucky – Die Mörderpuppe

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Filmdaten
Deutscher Titel Chucky – Die Mörderpuppe
Originaltitel Child’s Play
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 83 Minuten
Altersfreigabe FSK 16 (Neuprüfung)[1]
Stab
Regie Tom Holland
Drehbuch Don Mancini,
John Lafia,
Tom Holland
Produktion David Kirschner
Musik Joe Renzetti
Kamera Bill Butler
Schnitt Roy E. Peterson,
Edward Warschilka
Besetzung

Chucky – Die Mörderpuppe ist ein US-amerikanischer Horrorfilm und der erste Teil der mittlerweile sechs Teile umfassenden Serie von Horrorfilmen um den fiktiven Serienmörder Charles Lee Ray, der seinen Geist kurz vor seinem Tod in eine Puppe transferierte.

Der Film war bei seinem Erscheinen nur ein mäßiger Erfolg. Er entwickelte sich aber bald zu einem Kultfilm bei Fans des Horrorgenres.

Bis Oktober 2011 war der Film in Deutschland indiziert.

Handlung[Bearbeiten]

Der Serienkiller Charles Lee Ray wird bei der Flucht von dem Polizisten Mike angeschossen und flüchtet schwerst verletzt in einen Spielzeugladen. Doch er denkt nicht daran zu sterben, sondern will weiter morden. So vollzieht er ein magisches Ritual, das ein Gewitter mit Blitz und Donner heraufbeschwört, den Laden zerstört und ihn scheinbar tötet.

Der kleine Andy Barclay erhält zu seinem sechsten Geburtstag eine „Good-Guy“-Puppe von seiner Mutter. Er ahnt nicht, dass in dieser Puppe der Geist des Killers weiterlebt, den dieser kurz vor seinem gewaltsamen Tod in diese Puppe transferierte.

In der Nacht nach Andys Geburtstag wird „Chucky“ aktiv – die Puppe ermordet Andys Babysitter, indem er ihr mit einem Spielzeug-Zimmermannshammer aufs Auge schlägt, woraufhin sie aus einem Fenster im fünften Stock stürzt. In einem Gespräch zwischen Andy und seiner Mutter, erzählt Andy ihr, dass Chucky ihm erzählt hätte, sein richtiger Name wäre Charles Lee Ray. Zudem sagt er sehr abfällige Dinge über seinen ermordeten Babysitter, was Chucky ihm gesagt haben soll. Andys Mutter ist sehr verärgert darüber und glaubt ihm natürlich nicht. Am nächsten Tag machen sich Chucky und Andy gemeinsam auf den Weg zu dem Versteck von Chuckys Komplizen Eddy Caputo. Dieser wird von Chucky durch eine herbeigeführte Gasexplosion ermordet.

Für die Morde wird Andy verantwortlich gemacht, der dies jedoch auf seine Puppe schiebt. Seiner Mutter wird vorerst das Sorgerecht entzogen und Andy kommt unter psychiatrische Aufsicht.

Als Andys Mutter Zuhause feststellt, dass in der Puppe noch keine Batterien eingelegt waren und die Puppe trotzdem funktionierte, wird sie von Chucky angegriffen. Allerdings kann sie sich zur Wehr setzen und Chucky flieht. Sie versucht den Polizisten Mike davon zu überzeugen, dass der Geist des Ermordeten nun in der Puppe weiterlebt. Aber erst, als auch er von Chucky angegriffen wird, glaubt er ihr. Beide wollen gemeinsam einen Mann aufsuchen, den Charles Lee Ray im Gefängnis kennengelernt hat und ihm die Voodookünste beibrachte, die dazu halfen, seinen Geist in die Puppe zu transferieren.

Aufgrund der Tatsache, dass Chucky sich bei seinem Angriff auf Mike blutende Verletzungen zugezogen hat, sucht er ihn ebenfalls auf. Er erfährt, dass er langsam menschlich wird und wenn er sich nicht bald weiter transferiert, für immer in diesem Puppenkörper bleiben muss. Jedoch kann er sich nur in den Körper der Person transferieren, der er sich als erstes offenbart hat, wobei es sich um den kleinen Andy handelt. Chucky ermordet seinen ehemaligen Meister mittels einer Voodoopuppe. Andys Mutter und Mike kommen zu spät. Kurz bevor Rays Meister stirbt, warnt er die beiden noch.

Als Andy in der Anstalt, in der er sich unter Aufsicht befindet, sieht, dass Chucky da ist, um ihn zu holen, wird er panisch und flieht. Dabei kommt der Anstaltsarzt, der die Aufsicht von Andy empfohlen hat, durch Elektroschocks, die ihm Chucky verabreicht hat, ums Leben.

Andy flüchtet nach Hause, um sich dort vor Chucky zu verstecken. Chucky gelingt es unterdessen durch den Schornstein in das Haus einzudringen und Andy mit einem Baseballschläger zu überwältigen. Kurz bevor Chucky seine Seele in Andys Körper transferieren kann, wird er von Mike und Andys Mutter daran gehindert. Chucky kann fliehen und versteckt sich in einem Kleiderschrank.

Bei der Suche nach Chucky wird Mike von ihm überrascht und bewusstlos geschlagen. Andys Mutter gelingt es aber, Chucky in den Kamin zu werfen, und als Andy ein brennendes Streichholz hinterher wirft, geht die Puppe in Flammen auf. Im Glauben, damit Chucky getötet zu haben, helfen sie nun dem verletzten Mike. Als Andy aber auffällt, dass die Überreste der Puppe verschwunden sind, taucht Chucky überraschend hinter ihm auf und versucht ihn zu fassen. Seine Mutter kommt ihm zu Hilfe und schießt mit Mikes Pistole mehrmals auf Chucky. Dabei werden die („Körper“-)Teile der Puppe über den ganzen Raum verteilt.

Als schließlich die Polizei eintrifft, erklärt Mike seinen Kollegen, was passiert ist. Er weist sie an, die Teile der Puppe nicht zu berühren. Einer der Polizisten hebt aber den Kopf der Puppe auf und trägt ihn zu Mike. In diesem Moment stürmt der Körper der Puppe ins Zimmer. Mike schießt ihm ins Herz und tötet ihn damit endgültig.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Catherine Hicks erhielt 1990 einen Saturn Award als beste Hauptdarstellerin, der Film war außerdem in den Kategorien bester Horrorfilm und bestes Drehbuch nominiert. Alex Vincent war für seine Rolle als junger Andy in der Kategorie beste Leistung eines Jungschauspielers nominiert.

Videospiel[Bearbeiten]

2013 sollte ein von TikGames entwickeltes Stealth-Action Spiel[2] für verschiedene Spielekonsolen und den Personal Computer erscheinen.[3]. Das Projekt wurde jedoch wieder abgesagt.[4]

Kritiken[Bearbeiten]

  • „Was von der Idee ein schaurig-schöner Horrorfilm hätte sein können, entpuppt sich als vorhersehbarer Grusel-Krimi, der auf sattsam bekannte grelle Dutzend-Effekte setzt.“ – „Lexikon des internationalen Films“ (CD-ROM-Ausgabe), Systhema, München 1997

Fortsetzungen[Bearbeiten]

Dem Film folgten bisher fünf Fortsetzungen. Don Mancini war als Drehbuchautor an allen Filmen beteiligt.

1990 wurde Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist wieder da inszeniert. Die Regie übernahm John Lafia, der beim ersten Teil schon am Drehbuch mitschrieb.

Ein Jahr später folgte Chucky 3. Regisseur Ronny Yu drehte 1998 Chucky und seine Braut, sechs Jahre später übernahm Don Mancini selbst die Regie und inszenierte mit Chuckys Baby die fünfte Fortsetzung des Originals.

Im Oktober 2013 wurde mit Curse of Chucky ein sechster Teil veröffentlicht. Don Mancini war erneut für die Regie und das Drehbuch verantwortlich. Der Film wurde als erster der Reihe direkt für den DVD-Markt produziert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung der FSK (FSK 16, PDF, 37,1 KB) auf spio.de
  2. Alex Vincent
 Talks Child's Play and the Upcoming Video Game
  3. TikGames Creates Video Game Based On Universal Pictures Popular Chucky Movie Franchise
  4. Chucky Child’s Play Video Game Cancelled After Failed Kickstarter.