Chula Sakkarat

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Chula Sakarat (auch Jula Sakkaraj geschrieben, abgekürzt meist als „C.S.“) ist eine traditionelle Jahrrechnung, die in vielen Teilen von Südostasien gebraucht wurde.

Die Chula-Sakkarat-Zählung wurde begonnen im Jahr 639 AD. In diesem Jahr rief der buddhistische Patriarch Buppasoranhan in Birma das Jahr 1 aus, nachdem er den Mönchsstand verlassen und den Königsthron für sich erobert hatte. Bis dahin wurde während der „Ära der Religion“ die Jahresrechnung nach der buddhistischen Zeitrechnung durchgeführt. Die Chula-Sakkarat-Ära wurde seitdem auch „Gemeine Ära“ genannt.

Um eine Jahreszahl des Chula-Sakkarat in den Gregorianischen Kalender umzurechnen, addiere man 638 zur Jahreszahl des C.S.: C.S. 1272 war also das Jahr 1910 AD, das Sterbejahr von König Chulalongkorn. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der erste Tag eines neuen Chula-Sakkarat-Jahres nicht auf den ersten Januar fällt, sondern auf den Vollmondtag im April, genauer gesagt, auf den ersten Tag des abnehmenden Mondes.

Birma[Bearbeiten]

Die Art der Jahresrechnung analog zur Chula-Sakkarat-Ära wird in Myanmar einfach „Sakkaraj“ genannt. Im englischen Sprachgebrauch ist von „Myanmar Era“ die Rede, sie wird als "ME" abgekürzt.

Thailand[Bearbeiten]

Chula Sakarat (Thai: จุลศักราช, Aussprache: [ʤuːn-sàkàrâːt]) wurde in Siam bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts benutzt. Unter König Chulalongkorn (Rama V.) wurden anfangs thailändische Münzen mit Jahreszahlen nach der Chula-Sakkarat-Zeitrechnung geprägt.

Siehe auch:

Weitere Länder[Bearbeiten]

Weitere Länder, in denen die Jahrrechnung nach der Chula-Sakkarat-Zeitrechnung erfolgte:

Weblinks[Bearbeiten]