Churandy Martina

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Churandy Martina Leichtathletik
Churandy Martina Helsinki 2012.jpg

Martina nach dem Staffelsieg über 4 × 100 Meter
bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2012 in Helsinki

Voller Name Churandy Martina
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Geburtstag 3. Juli 1984
Geburtsort Willemstad, CuraçaoNiederlandische AntillenNiederländische Antillen Niederländische Antillen
Größe 178 cm
Gewicht 74 kg
Karriere
Disziplin Sprint
Status aktiv
Medaillenspiegel
Logo der Pan American Games Panamerikanische Spiele
Gold 2007 Rio de Janeiro 100 m
Europameisterschaften
Gold 2012 Helsinki 200 m
Gold 2012 Helsinki 4 × 100 m
Zentralamerika- und Karibikspiele
Gold 2006 Cartagena 100 m
Gold 2006 Cartagena 4 × 100 m
Gold 2010 Mayagüez 100 m
Gold 2010 Mayagüez 200 m
Bronze 2010 Mayagüez 4 × 100 m
Zentralamerika- und Karibikmeisterschaften
Silber 2005 Nassau 100 m
Bronze 2005 Nassau 4 × 100 m
Südamerikaspiele
Gold 2002 Belém 100 m
Silber 2002 Belém 200 m
letzte Änderung: 5. August 2012

Churandy Martina (* 3. Juli 1984 in Willemstad, Curaçao) ist ein Sprinter von den Niederländischen Antillen. Auf amerikanischer Ebene konnte er bisher zahlreiche Titel erringen und durfte bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2004 in Athen beim Einmarsch der Nationen die Flagge der Niederländischen Antillen tragen. Seit 2011 startet er für die Niederlande.

Werdegang[Bearbeiten]

Der südamerikanische Juniorenmeister über 100 Meter von 2002 schied über diese Distanz bei den Weltmeisterschaften 2003 in Paris im Vorlauf und bei den Weltmeisterschaften 2005 in Helsinki in der zweiten Runde aus. Zwei Jahre darauf, 2007 in Ōsaka, belegte er sowohl über 100 als auch über 200 Meter den fünften Platz. Auch die Weltmeisterschaften 2009 in Berlin verliefen für den Sprinter nicht erfolgreich. Im Vorlauf schied er über 100 Meter aus und trat anschließend nicht mehr zu seinem Vorlauf über 200 Meter an.

Ins Viertelfinale über 100 Meter stieß Churandy Martina bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen vor und erlebte einen seiner Karrierehöhepunkte bei den nächsten Olympischen Spielen 2008 in Peking, wo es ihm gelang, sich in persönlicher Bestzeit den vierten Rang auf der kurzen Distanz zu erkämpfen. Über 200 Meter wurde er sogar Zweiter, allerdings anschließend wegen Überschreitung der Bahnmarkierung disqualifiziert. Der nachgerückte Silbermedaillengewinner Shawn Crawford (200-Meter-Sieger von Athen) war jedoch der Ansicht, Martina sei auch bei regelkonformem Lauf schneller gewesen als er selbst und überreichte deshalb symbolisch die Medaille an den Mann von den Niederländischen Antillen.

Seit 2011 startet Martina für die Niederlande und wurde auf Anhieb niederländischer Meister über 100 und 200 Meter. Bei den Weltmeisterschaften 2011 schied er auf beiden Strecken im Halbfinale aus. Bei den Europameisterschaften 2012 siegte er in 20,42 Sekunden über 200 Meter vor seinem niederländischen Landsmann Patrick van Luijk. Tags darauf gewannen beide zusammen mit Brian Marino und Giovanni Codrington den Titel mit der 4-mal-100-Meter-Staffel.

Martina studierte Civil Engineering (Bauingenieurwesen) an der University of Texas at El Paso.

Domino Day[Bearbeiten]

Am 14. November 2008 war Martina zu Gast beim Domino Day in der niederländischen Stadt Leeuwarden und nahm an einer ungewöhnlichen Aktion teil. Im Zuge des Mottos „Celebrating 10 years of Domino Day – Breaking more World Records than ever“ sollte auch der Rekord der schnellsten fallenden Steine gebrochen werden. Der Athlet sprintete über eine Strecke von 30 Metern gegen in einer Kettenreaktion umstürzende Dominosteine und gewann in 3,81 s. Er war somit vier Zehntel schneller als die fallenden Steine.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten]

Disziplin Zeit (s) Wind (m/s) Datum Ort
60 m 6,58 s 6. Februar 2010 Stuttgart
100 m 9,91 s 1.5 23. Aug. 2012 London
200 m 19,85 s 1,4 9. Juni 2012 Lausanne
400 m 46,13 s 31. März 2007 El Paso

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]