Cinema for Peace

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Cinema for Peace ist eine Veranstaltung der Star Entertainment GmbH in Form einer jährlich gleichzeitig zur Berlinale stattfindenden Preisverleihung und Benefiz-Gala und Namensteil der daraus hervorgegangenen Stiftung.

Die Stiftung hat es sich laut ihrer Website selbst zur Aufgabe gemacht, „ein Bewusstsein für die gesellschaftliche und soziologische Relevanz von Filmen zu schaffen sowie den Einfluss von Filmen auf die Wahrnehmung und Behebung von weltweiten sozialen, politischen und humanitären Missständen zu verdeutlichen“.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die „Cinema for Peace“-Gala wurde erstmals 2002 von Jaka Bizilj ausgerichtet.

Die Spendengelder flossen zunächst UNICEF-Projekten zu. 2008 haben Jaka Bizilj und drei weitere Personen eine Stiftung - die Cinema for Peace Foundation - gegründet, der bei der Gala eingenommene Spendengelder zufließen sollten, um eigene Hilfsprojekte zu organisieren.

Der Leiter der Berlinale, Dieter Kosslick, der die „Cinema for Peace“-Gala in der Anfangszeit unterstützte, beendete im Jahr 2009 seine Mitarbeit und äußerte dabei die Kritik, die Veranstalter hätten den Eindruck erweckt, die Gala sei Teil der Berlinale. Zudem bezweifelte er den wohltätigen Charakter der Gala. Kosslick erklärte, dass er "aus dem Vorstand ausgetreten" sei,[2] obwohl es diesen für die „Cinema for Peace“-Gala nie gegeben hat. Er stützte seine Distanzierung auch auf die Behauptung, dass die Verantwortlichen seinen Forderungen, die Verwendung der eingenommenen Spendengelder offenzulegen, nicht nachgekommen seien.[3][4]. Jaka Bizilj, der Veranstalter der Gala, bestreitet die Behauptungen Kosslicks. Er legte in einer Gegendarstellung seine Sicht der Dinge dar.[5][6]

Bizilj hat zwischenzeitlich verlauten lassen, der Konflikt sei ausgeräumt. In Zukunft solle wieder stärker gemeinsam der guten Sache gedient werden.[7]

Inhalt der Veranstaltung und Organisation[Bearbeiten]

Bei der mit Spenden finanzierten Gala werden Filme vorgeführt, denen eine Jury besondere gesellschaftliche Relevanz bescheinigt hat. Zudem werden die Cinema-for-Peace-Preise verliehen sowie Spendengelder für soziale Projekte gesammelt.

Zu den Mitgliedern des Komitees der Gala zählen bekannte Persönlichkeiten aus Film und Politik.

Kritik[Bearbeiten]

Cinema for Peace veröffentlicht die Verwendung der (Netto-)Spendengelder auf der eigenen Homepage;[8] schwer nachzuvollziehen bleibt allerdings - wie bei anderen Organisationen auch - die Kostenstruktur, d. h. welcher Anteil von den eingenommenen Geldern für Verwaltungs-, Veranstaltungs- und Werbekosten verwendet werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Stiftung (hier, Abruf am 10. März 2012).
  2. Die Welt Clinch vor dem Filmfest (29. Januar 2009)
  3. Artikel der Berliner Morgenpost vom 11. Februar 2009 (hier online).
  4. BZ-Berlin Interview in der BZ mit Dieter Kosslick (12. Februar 2009)
  5. BZ-Berlin Gegendarstellung von Jaka Bizilj zum Interview mit Dieter Kosslick (24. Februar 2009)
  6. Morgenpost Veranstalter der Friedensgala wehrt sich gegen Kritik (19. Februar 2009).
  7. BZ-BerlinDie großen drei und eine gemeinsame Mission (21. April 2010).
  8. Website, abgerufen 24. Januar 2012 (PDF; 195 kB)

Weblinks[Bearbeiten]