Circuit Park Zandvoort

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Circuit Park Zandvoort
Logo Circuit Park Zandvoort.svg

Adresse:
Circuit Park Zandvoort
Burgemeester van Alphenstraat 108
2041 KP Zandvoort

Circuit Park Zandvoort (Niederlande)
Red pog.svg
NiederlandeNiederlande Zandvoort, Niederlande
Circuit Park Zandvoort Paddock.jpg
Streckenart: permanente Rennstrecke
Eröffnung: 7. August 1948
Austragungsort
Formel 1:
1952–1985
Streckenlayout
Circuit Park Zandvoort-1999.svg
Streckendaten
Wichtige
Veranstaltungen:
DTM, WTCC, A1 Grand Prix
Streckenlänge: 4,320 km (2,68 mi)
Kurven: 13
Rekorde
Streckenrekord:
(Formel 1)
1:11:074 min.
(Nelson Piquet, Brabham, 1985)
http://www.cpz.nl

52.3880555555564.5444444444444Koordinaten: 52° 23′ 17″ N, 4° 32′ 40″ O

Circuit Park Zandvoort ist eine, direkt an der Nordsee gelegene, Motorsport-Rennstrecke nahe dem niederländischen Ort Zandvoort (sprich: Sandvoort). Sie wurde 1948 zum großen Teil von Johannes „Hans“ Hugenholtz (auch bekannt als John Hugenholtz), dem Vater des Spyker-Cars-Vorstandsvorsitzenden Hans Hugenholtz jun., entworfen.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf der ursprünglich knapp 4,2 km langen Rennstrecke gastierte die Formel 1 zwischen 1952 und 1985 mit einigen Unterbrechungen insgesamt 30 mal mit offiziellen WM-Rennen unter dem Namen Großer Preis der Niederlande. 1959 wurden auf dem Kurs die Straßen-Weltmeisterschaften ausgetragen. Die Strecke windet sich durch die Dünenlandschaft im Norden von Zandvoort. Der ursprüngliche Streckencharakter besteht hauptsächlich aus schnellen Kurven und einer Haarnadelkurve nach Start und Ziel. Der Film Grand Prix zeigt eine zusammenhängende Runde aus der Fahrerperspektive, 1966 aufgenommen. Da die Strecke nach 1971 nicht mehr den Sicherheitsstandards entsprach, bereits beim GP des 21. Juni 1970 war hier der F1-Rennfahrer Piers Courage verunglückt und in seinem Wagen verbrannt, wurde sie umgebaut und erst 1973 wieder in den Formel-1-Terminkalender aufgenommen. Man hatte zwar eine neue Schikane mit dem Namen Panorama hinzugefügt, doch trotz der neuen Standards starb beim GP am 29. Juli 1973 der britische Fahrer Roger Williamson, auch er verbrannte in seinem F1-Boliden. 1979 fügte man eine weitere Schikane hinzu. Am 20. Juli 1980 verunglückte der deutsche Formel-2-Rennfahrer Hans-Georg Bürger bei einem Lauf zur Formel-2-EM hier ebenfalls tödlich. Nach 1985 gastierte die Formel 1 nicht mehr in Zandvoort. 1998 wurde der Kurs das letzte Mal umgebaut und auf seine heutige Länge von 4,26 km erweitert. Die Strecke wird immer noch für verschiedene Rennveranstaltungen wie beispielsweise auch die DTM, die Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC), die A1-GP-Serie und einige nationale Rennen genutzt.

Von 2001 bis 2013 gehörte die Rennstrecke ununterbrochen zum DTM-Kalender.

Charakteristisch ist die „Achterbahnfahrt“, da es stetig über Hügel, aber auch tückische Kuppen und Bodenwellen geht. Ebenfalls sehr speziell ist der ständig vorhandene Dünensand, der vom Küstenwind auf und über die Fahrbahn geweht wird.

Streckenführungen[Bearbeiten]

Verlegung der Rennstrecke[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren beschweren sich immer mehr Anwohner über den Lärm, der durch die verschiedenen Rennen erzeugt wird. Deshalb dürfen nur an einer limitierten Anzahl von Wochenenden Rennen ausgetragen werden. Dies war auch der Grund, warum das traditionelle Formel-3-Masters 2007 nach Zolder verlegt wurde. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Bestrebungen, die Strecke zu verlegen. 2008 soll ein neuer Versuch unternommen werden.[1] Durch den Neubau sollen die höchsten FIA-Sicherheitsregelungen erreicht werden. Fans und Verantwortliche befürchten jedoch, dass dadurch der Kurs an der Nordseeküste seinen Charakter verlieren könnte. Außerdem würde durch das Verlegen des Circuit Park Zandvoort eine der wichtigsten Einnahmequellen der Stadt verloren gehen.

Statistik[Bearbeiten]

Alle Sieger von Formel-1-Rennen in Zandvoort[Bearbeiten]

Jahr Sieger Auto Zeit Streckenlänge Runden Ø-Tempo Datum GP der
1952 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 2:53:28,500 h 4,193 km 90 130,521 km/h 17. August NiederlandeNiederlande Niederlande
1953 ItalienItalien Alberto Ascari Ferrari 2:53:35,800 h 4,193 km 90 130,430 km/h 7. Juni
1955 ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio Mercedes 2:54:23,800 h 4,193 km 100 144,257 km/h 19. Juni
1958 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stirling Moss Vanwall 2:04:49,200 h 4,193 km 75 151,166 km/h 26. Mai
1959 SchwedenSchweden Joakim Bonnier B.R.M. 2:05:26,800 h 4,193 km 75 150,411 km/h 31. Mai
1960 AustralienAustralien Jack Brabham Cooper-Climax 2:01:47,200 h 4,193 km 75 154,931 km/h 6. Juni
1961 DeutschlandDeutschland Wolfgang von Trips Ferrari 2:01:52,100 h 4,193 km 75 154,827 km/h 22. Mai
1962 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Graham Hill B.R.M. 2:11:02,100 h 4,193 km 80 153,596 km/h 20. Mai
1963 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Climax 2:08:13,700 h 4,193 km 80 156,958 km/h 23. Juni
1964 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Climax 2:07:35,400 h 4,193 km 80 157,743 km/h 24. Mai
1965 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Climax 2:03:59,100 h 4,193 km 80 162,329 km/h 18. Juli
1966 AustralienAustralien Jack Brabham Brabham-Repco 2:20:32,500 h 4,193 km 90 161,107 km/h 24. Juli
1967 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jim Clark Lotus-Ford 2:14:45,100 h 4,193 km 90 168,029 km/h 4. Juni
1968 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford 2:46:11,260 h 4,193 km 90 136,245 km/h 23. Juni
1969 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Matra-Ford 2:06:42,080 h 4,193 km 90 178,705 km/h 21. Juni
1970 OsterreichÖsterreich Jochen Rindt Lotus-Ford 1:50:43,410 h 4,193 km 80 181,772 km/h 21. Juni
1971 BelgienBelgien Jacky Ickx Ferrari 1:56:20,090 h 4,193 km 70 151,379 km/h 20. Juni
1973 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jackie Stewart Tyrrell-Ford 1:39:12,450 h 4,226 km 72 185,264 km/h 29. Juli
1974 OsterreichÖsterreich Niki Lauda Ferrari 1:43:00,350 h 4,226 km 75 184,621 km/h 23. Juli
1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt Hesketh-Ford 1:46:57,400 h 4,226 km 75 177,801 km/h 22. Juli
1976 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt McLaren-Ford 1:44:52,090 h 4,226 km 75 181,342 km/h 29. August
1977 OsterreichÖsterreich Niki Lauda Ferrari 1:41:45,930 h 4,226 km 75 186,871 km/h 28. August
1978 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mario Andretti Lotus-Ford 1:41:04,230 h 4,226 km 75 188,156 km/h 27. August
1979 AustralienAustralien Alan Jones Williams-Ford 1:41:19,775 h 4,226 km 75 187,675 km/h 26. August
1980 Brasilien 1968Brasilien Nelson Piquet Brabham-Ford 1:38:13,830 h 4,252 km 72 186,995 km/h 31. August
1981 FrankreichFrankreich Alain Prost Renault 1:40:22,430 h 4,252 km 72 183,002 km/h 30. August
1982 FrankreichFrankreich Didier Pironi Ferrari 1:38:03,254 h 4,252 km 72 187,331 km/h 3. Juli
1983 FrankreichFrankreich René Arnoux Ferrari 1:38:41,950 h 4,252 km 72 186,107 km/h 28. August
1984 FrankreichFrankreich Alain Prost McLaren-TAG-Porsche 1:37:21,468 h 4,252 km 71 186,051 km/h 26. August
1985 OsterreichÖsterreich Niki Lauda McLaren-TAG-Porsche 1:32:29,263 h 4,252 km 70 193,089 km/h 25. August

Rekordsieger Fahrer: J. Clark (4), Rekordsieger Konstrukteure: Ferrari (8)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Circuit Park Zandvoort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.racexpress.nl/index.php?nav=Artikel&nid=9461