Cirith Ungol

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der US-amerikanischen Heavy-Metal-Band Cirith Ungol, zum gleichnamigen Pass aus der Tolkienschen Mythologie siehe Minas Morgul

Cirith Ungol war eine US-amerikanische Heavy-Metal-Band und eine der ersten dieses Genres. Ihr Name stammt aus dem Buch Der Herr der Ringe und bedeutet ‚Pass der Spinne‘ (im Roman mit ‚Kankras Lauer‘ übersetzt).

Geschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde die Band 1976 vom Sänger Tim Baker, den Gitarristen Jerry Fogle und Greg Lindstrom sowie dem Bassisten Michael „Flint“ Vujejia in Ventura (Kalifornien). Während ihrer Karriere traten sie mit Bands wie Slayer oder Venom auf.

Musikstil[Bearbeiten]

Cirith Ungols Musik war „[a]nfangs noch im Rock anzusiedeln“, wurde jedoch zunehmend metallischer.[1] Ihre Alben sind laut Jens Groh von Rocktimes „alle einzigartig, irgendwie miteinander verbunden und doch so unterschiedlich wie es nur gehen kann“.[1] Der Name der Band stammt von J. R. R. Tolkien, allerdings behandelte die Band hauptsächlich Michael Moorcocks Figur Elric von Melniboné, „auch wenn hier und da mal andere Themen wie Umweltzerstörung oder so banale Dinge wie mit 180 Sachen über den Highway zu rasen einflossen“.[1] Markant war neben den sinistren und eher spartanisch gehaltenen Kompositionen vor allem der „sehr hohe, fast schon als Kreischen anzusehende sirenenartige Gesang“[1] Tim Bakers. Der Stil der Band gilt als eigenständig; Götz Kühnemund vom Rock Hard bezeichnete ihn als schwer zu beschreiben, verglich sie aber in seiner Kritik zu King of the Dead mit Trouble, „da beide ziemlich dumpfe und düstere Musik spielen“, und bezeichnete sie als empfehlenswert für Liebhaber von progressivem Black Metal.[2] Das Album zählt neben Manilla Roads Crystal Logic zu den wichtigsten Klassikern des Epic Metal.

Kühnemunds Kollege Holger Stratmann bezeichnete Baker als „Extrem-Vocalist[en]“ und One Foot in Hell als „wieder einmal ein gutes Album […], was aber sicher nur Fans dieser Gruppe begeistern wird“.[3]

Sie selbst bezeichneten ihren Stil als „Gothic Death Rock“, jedoch ohne Bezug zum Gothic Rock oder Death Rock.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1979 – 1979 Demo (Demo)
  • 1980 – Frost and Fire
  • 1984 – King of the Dead
  • 1986 – One Foot in Hell
  • 1991 – Paradise Lost
  • 1996 – I’m Alive / Atom Smasher (Single)
  • 2001 – Servants of Chaos (unveröffentlichte und Live-Aufnahmen)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Jens Groh: Cirith Ungol - King Of The Dead, abgerufen am 12. Juni 2013.
  2. Götz Kühnemund: Cirith Ungol. King of the Dead. In: Rock Hard, Nr. 7, abgerufen am 12. Juli 2013.
  3. Holger Stratmann: Cirith Ungol. One Foot in Hell. In: Rock Hard, Nr. 18, abgerufen am 12. Juli 2013.